Hochgeschwindigkeitszüge in Belgien

Belgiens zentrale Lage in Westeuropa spiegelt sich auch im Bahnwesen wider. Es ist ein wichtiges Transitland im internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die Thalys-Züge von Amsterdam nach Paris bzw. von Köln nach Paris fahren durch Belgien. Die Hauptstadt Brüssel ist besonders perfekt in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert. So gibt es von dort aus Direktverbindungen nach Deutschland, England, Frankreich und die Niederlande. Möchte man von Deutschland aus nach England, brauchen die Fahrgäste nur einmal — in Brüssel — vom ICE in den Eurostar umsteigen. Belgien stellt selbst keine Hochgeschwindigkeitszüge her. Stattdessen kaufte man bei Alstom (Frankreich) einige Thalys-Züge ein. Geld wird auch verdient, indem die Betreiber der jeweiligen Züge für das Befahren der Strecken in Belgien zahlen. Neubaustrecken sorgen für sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten der Superzüge. Zurzeit wird an der Neubaustrecke zwischen Aachen und Lüttich gewerkelt. Auf belgischem Boden ist bis auf die Sicherungstechnik alles für den Betrieb vorbereitet. Ab Oktober 2007 fanden bis zu 10 Messfahrten pro Tag mit dem Thalys statt. Auf der Strecken sollen die Züge künftig mit 260 km/h rollen, bei Tests erreichte man erlaubten Höchstgeschwindigkeit 286 km/h. Eine Besonderheit ist der 6,5 Kilometer lange Tunnel von Soumagne. Die Kosten für den NBS-Abschnitt zwischen Aachen und Lüttich belaufen sich auf 828 Millionen Euro (Belgien) und 50 Millionen Euro (Deutschland). Ab 2009 soll eine Fahrt 25 Minuten weniger Zeit kosten als heute. Zwischen Köln und Paris soll der Thalys gar nur noch 3:14 Minuten statt 3:52 Stunden benötigen.

Eurostar:

Der erste echte internationale Hochgeschwindigkeitszug und ein Beweis, dass ein Gemeinschaftsprodukt mehrerer Nationen mit großen Erfolg realisierbar ist. Aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen ist der Zug auch technisch gesehen einmalig. Er verbindet London mit Paris und Brüssel.
Aktualisiert am: 17.02.2008

ICE-3:

Zum Sommerfahrplan 2002 ging die Neubaustrecke Frankfurt am Main – Köln in Betrieb. Aufgrund der großen Steigungen und einer anvisierten Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h mussten Züge mit geringen Achslasten und hohem Beschleunigungsvermögen bestellt werden. Beim ICE 3, der schon im Sommer 2000 anlässlich der EXPO in Hannover in Betrieb ging, sind die Hälfte aller Räder angetrieben und es gibt keine Triebköpfe mehr. Es stehen auch Mehrsystem-Züge für den Einsatz im Ausland zur Verfügung.
Aktualisiert am: 30.06.2010

Thalys PBA:

Der Dreisystem-Thalys ist für den internationalen Verkehr ausgelegt und befährt die Strecken nördlich von Paris nach Belgien und die Niederlande.
Aktualisiert am: 05.07.2008

Thalys PBKA:

Die Vierstrom-Triebzüge können auf dem gesamten Thalys-Netz verkehren. Von denen gehören 6 der SNCF, 7 der SNCB, 2 den NS und 2 der DB. Auffallend ist die runde Nase und die rot/silberne Farbgebung. Der Komfort in diesen Zügen liegt etwas höher als bei ihren TGV-Verwandten. Dieser internationale Hochgeschwindigkeitszug französischer Bauart verkehrt zwischen Paris und Köln.
Aktualisiert am: 05.07.2008

TGV-Réseau:

Der TGV-Réseau befährt fast das gesamte TGV-Netz. Ein paar Garnituren kommen bis nach Brüssel, um Direktverbindungen in den Süden Frankreichs anbieten zu können.
Aktualisiert am: 20.03.2002

TGV-PSE:

Der erste Serien-TGV in oranger Farbgebung. Ein speziell getunter Zug erreichte am 26.02.1981 eine Rekordgeschwindigkeit von 380,4 km/h. Haupteinsatzgebiete sind die Südost- und Mittelmeer-Strecken sowie die Routen in die Schweiz. Nach und nach modernisierte die SNCF die Züge. Heute sind alle silbergrau/blau lackiert.
Aktualisiert am: 12.09.2004

Schnellstrecken in Belgien:

Skizze von den Neubaustrecken zwischen Aachen und Brüssel sowie ein kurzer Überblick über die LGV-Nord.
Aktualisiert am: 20.04.2010