Weitere ICE-Züge

Eurotrain Versuchszug

Eurotrain

Bisher hatte der ICE im Wettbewerb mit dem TGV fast immer den Kürzeren gezogen. Nun wollen die SNCF und die DB künftig zusammenarbeiten. Gemeinsam hatten sie bereits einen Hochgeschwindigkeitszug zusammengestellt - den Eurotrain. Er war eine Mischung aus dem deutschen ICE 2 und dem französischen TGV-Duplex. Die Triebköpfe stammen vom ICE und die Mittelwagen vom TGV. Dieser Zug sollte nach Taiwan exportiert werden. Die Taiwanesen kauften ihren Superzug jedoch überraschend bei der japanischen Shinkansen-Gruppe. Eurotrain war 1998 bei der Ausschreibung für den Bau des taiwanesischen Hochgeschwindigkeitszuges in die engere Wahl gekommen. Taiwan plante seit langem den Bau einer 350 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der Hauptstadt Taipeh im Norden und dem Ballungsraum um die südliche Hafenstadt Kaohsiung. Der Auftragswert wird auf umgerechnet 14 Milliarden Euro geschätzt. Nachdem der Eurotrain im Rennen um die Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung zwischen Taipeh und Kaohsiung im Februar 2000 unvermutet aufs Abstellgleis geraten ist, hatte das französisch-deutsch-englische Konsortium Klage eingereicht, um weitere Verhandlungen der Taiwan High-Speed-Rail Corp. (THSRC) mit der japanischen Konkurrenz zu unterbinden. Doch das europäische Konsortium hatte im Juni 2000 endgültig das Rennen um den Hochgeschwindigkeitszug für Taiwan verloren. Eine Gruppe japanischer Firmen soll das Milliarden Dollar teure Projekt verwirklichen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Taiwanische Hochgeschwindigkeitsbahn Corp. und das von Mitsui geführte Konsortium.

ICE-D

In einer ICE 1 - Komposition befindet sich ein ICE 2 - Triebkopf mit einem allachsangetriebenen Mittelwagen der Baureihe 410 203. Die beiden Zugteile werden auch als ICE-D bezeichnet und absolvieren Langzeittests im Alltagsbetrieb. Der Motor-Mittelwagen kann ganz normal von den Reisenden genutzt werden. Das hintere Drehgestell des ICE 2 - Triebkopfes ist dauerhaft abgeschaltet.

ICE 21

Vorerst auf Eis gelegt ist der Bau des ICE 21. Mit ihm sollten neue Werkstoffe und Antriebstechniken ausprobiert werden. Die Form und Farbgebung weicht von der übrigen ICE-Familie ab. Weitere Details sind jedoch noch nicht bekannt.

Highspeed Train Europe — HTE

Ende der 90er Jahre wurden Forderungen an einen einheitlichen, modular aufgebauten, europäischen Hochgeschwindigkeitszug laut. Er sollte ein Gemeinschaftsprodukt von SNCF (Frankreich), DB (Deutschland) und der italienischen FS sein, wobei sich Italien kurze Zeit später von dem Gemeinschaftsprojekt zurückzog. Dieser Zugtyp sollte die Vorzüge des TGV mit denen des ICE und auch des ETR 500 vereinen. Wenn alle Bahnen denselben Triebzug kaufen, sinken zudem die Kosten für Beschaffung, Betrieb und Instandhaltung. Die Vorserie sollte ab 2005 wichtige Erfahrungen zur Serienfertigung sammeln. Das Projekt wurde jedoch Ende Oktober 2004 auf Eis gelegt. Für den gemeinsamen Nachfolger der Superzüge der ersten Generation waren rund 10.000 technische Detailfragen zu klären; etwa 500 blieben offen. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn AG "waren die letzten Schritte nicht zu schaffen, es gab zu starke nationale Grenzen". So wird es wohl doch Weiterentwicklungen des TGV (möglicherweise in Form des AGV) und des ICE 3 geben.

Weblinks:

Aktualisiert am: 12.01.2007