Shinkansen-Prüfzug Dr. Yellow in Japan
Mit der Einführung des Betriebs auf der Tokaidostrecke benötigte man für die Wartung von Oberbau und Oberleitung spezielle Prüfgeräte. Zuerst statteten die für die Wartung zuständigen Personen einen Wagen mit Messinstrumenten aus, der an einen normalen Shinkansen-Zug angehängt wurde und in siebentägigem Turnus die Strecke vermaß. Mit der Zeit schien es sinnvoller, gleich ein paar Hochgeschwindigkeitszüge dafür umzurüsten bzw. neu zu bestellen. Im ersten Schritt kamen zwei Schienenprüffahrzeuge der Baureihe 0, sowie zwei der Baureihe 200 zum Einsatz. Wegen der auffällig gelben Farbgebung bekamen sie schnell den Namen "Dr. Yellow". Alle zehn Tage prüfen sie Gleise, Oberleitung, Signalanlagen und andere, elektrische Einrichtungen auf Veränderungen. Die Ergebnisse werden gleich im Zug analysiert und die Daten per Funk an ein Betriebswerk gesendet, das bei der nächsten Betriebspause die Reparaturen durchführt. Seit 2000 gibt es auch einen modernen Dr. Yellow, wie das rechte Bild zeigt.
Aktualisiert am: 17.07.2001