Japan ist das Geburtsland der schnellen Züge. Am 1. Oktober 1964 nahm die japanische Eisenbahngesellschaft JNR den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen den Metropolen „Tokio“ und „Osaka“ auf. Sogenannte „Bullet Trains“ (Geschoss-Züge) fahren auf den „Shinkansen“ (neuen Hauptstrecken). Im Laufe der Zeit modernisierten die ab 1987 entstandenen japanischen Eisenbahngesellschaften ihren Fuhrpark, sodass heute zehn verschiedene Zugtypen auf dem mittlerweile 2237 Kilometer langen normalspurigen Streckennetz verkehren. Legendär und bewundernswert ist nicht nur die hervorragende Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge, sondern auch deren Sicherheit. Nicht ein Fahrgast kam bisher in einem Shinkansen-Zug zu Schaden. In dieser Rubrik erfahren Sie, wie sich der Schienenschnellverkehr entwickelte, welche Probleme zu bewältigen waren und sind, Details zu den Serien-, Versuchs- und Diagnosezügen. Es folgt ein kurzer Überblick über die Links in der Navigationsleiste:

JR 0:

Der erste Hochgeschwindigkeitszug nahm bereits 1964 mit 210 km/h seinen Dienst auf, wurde aber bis 2001 auf den meisten Strecken durch modernere Züge ersetzt.
[Aktualisiert am 17.07.2001]

JR 100:

Erst 22 Jahre später wurde die technisch weiterentwickelte Baureihe 100 in Dienst gestellt. Jedoch steht bis 2005 ihre Ausmusterung an.
[Aktualisiert am 05.04.2001]

JR 200:

Für die schneereichen Gegenden der Nord-Ost-Strecke bestellten die Japanese National Railways diese Baureihe. Deutliche Erkennungsmerkmale sind die grün-beige Lackierung und die große Schneeschar unterhalb der Nase.
[Aktualisiert am 02.11.2004]

JR 300:

Japans erster Hochgeschwindigkeitszug, der technisch für 300 km/h ausgelegt ist und kaum mehr etwas mit seinen Vorgängern gemein hat. Er befährt die Tokaido - Sanyo - Strecke.
[Aktualisiert am 11.09.2002]

JR 400:

Dieser schnittige Silberpfeil ist äußerst schlank gebaut, um auch auf sehr kurvenreichen Umbaustrecken fahren zu können. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei "nur" 240 km/h.
[Aktualisiert am 11.09.2002]

JR 500:

Einer der neuesten Superzüge und wohl mit dem schnittigsten Design, das jemals ein Zug verpasst bekommen hat. Der rasante Schienensprinter darf als einzigster Shinkansen-Zug planmäßig 300 km/h schnell fahren.
[Aktualisiert am 14.09.2004]

JR 700:

Auffallend und nicht unbedingt schön ist seine extravagante Nasenform. Er erreicht auf der Tokaido-Linie 270 km/h, auf der Sanyo-Strecke 285 km/h. Die ersten Züge nahmen im März 1999 ihren Dienst auf. Seit 2005 verkehrt der N700-Prototyp, eine Weiterentwicklung des JR 700, zwischen Tokio und Hakata.
[Aktualisiert am 17.02.2008]

JR 800:

Hitachi stellt 30 Züge diesen Typs für die Kyushu-Strecke her. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind für 260 km/h ausgelegt.
[Aktualisiert am 20.10.2003]

JR E1:

Japans erster, reiner Doppelstockzug. Zugelassen ist er auf den Tohoku- und Joetsu-Linien für 240 km/h.
[Aktualisiert am 05.04.2001]

JR E2:

An dem für 315 km/h ausgelegten Zweisystemzug hat sogar Siemens mitgewirkt. Auf den Strecken der JR East darf er aber nur 260 km/h schnell fahren.
[Aktualisiert am 17.07.2001]

JR E3:

Sein Haupteinsatzgebiet ist die Akita-Strecke. Wie die Baureihe 400 gehört er ebenfalls zur Gattung der Mini-Shinkansen. Auf Neubaustrecken erreicht er maximal 275 km/h.
[Aktualisiert am 21.04.2003]

JR E4:

Er sieht der Baureihe 700 ähnlich. Als Doppelstock-Langzug passen sage und schreibe 1634 Fahrgäste in diesen Shinkansen.
[Aktualisiert am 03.04.2001]

Star 21:

Mit diesem Testzug wurden unterschiedliche Drehgestelltypen untersucht. Eines kam aus Deutschland. Im Dezember '93 stellte der allachsangetriebene Star 21 mit 425 km/h einen japanischen Geschwindigkeitsrekord auf.
[Aktualisiert am 20.11.2003]

WIN 350:

In der Zeit von 1992 bis 1996 unternahm die JR West Versuchsfahrten mit diesem Zug, der für 385 km/h ausgelegt war. Durch die gewonnenen Erfahrungen wurde erst die Realisierung der Baureihe 500 möglich.
[Aktualisiert am 18.08.2003]

300X:

Mit 443 km/h ist dies der zweitschnellste Zug der Welt. Die Technik des Versuchszuges von JR Central ähnelt der der Baureihe 300. Erst durch ihn stand die Neuentwicklung der Baureihe 700 offen.
[Aktualisiert am 11.05.2008]

Doctor Yellow:

So werden die Diagnosefahrzeuge aufgrund ihrer gelben Farbgebung genannt. Sie sind der Baureihe 0 und 700 entlehnt. Ihr Einsatz erfolgt lediglich in den nächtlichen Betriebspausen.
[Aktualisiert am 17.07.2001]

East i:

Ein neuer Zug zur Überprüfung von Oberbau und Oberleitungen auf den Yamagata- und Akita-Shinkansen.
[Aktualisiert am 21.04.2003]

Fastech 360:

Dies ist ein Versuchszug der JR East zur Untersuchung des Geschwindigkeitsbereiches von bis zu 405 km/h. Nach dem Testprogramm sollen ab 2011 die 360 km/h schnellen Serienzüge anrollen.
[Aktualisiert am 27.11.2005]

Maglev:

Mit 552 km/h ist er der schnellste Magnetschwebezug der Welt. Das supraleitende Schweben ist eine Domäne der Japaner. Der Maglev ist die Konkurrenz zum deutschen Transrapid. Seit Ende Dezember 2007 ist es offiziell: In Japan wird die erste Hochgeschwindigkeits-Maglev-Strecke gebaut.
[Aktualisiert am 21.04.2003]

Streckennetz:

Hier ist eine detaillierte Karte von Japans Shinkansen zu sehen.
[Aktualisiert am 22.04.2003]

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© 11.06.2006 by André Werske