Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug E3 in Japan

Shinkansen Serie E3 im Bahnhof Shizukuishi auf der Akita-Strecke.Shinkansen Serie E3 InnenraumShinkansen Serie E3-2000 auf der Yamagata-Strecke

Für die Eröffnung der Shinkansen - Streckenerweiterung von Morioka nach Akita im März 1997 benötigte die JR East neue Fahrzeuge.

Bereits 1995 erschien ein fünfteiliger Vorserienzug der Baureihe E 3 - S8 (später R1). Da die neue Strecke noch nicht fertig gestellt war, fanden die Testfahrten auf der Yamagata-Strecke statt. Im Vergleich zur späteren Serie waren die Frontlichter noch über dem Frontfenster angebracht, so wie es bei der Baureihe 400 der Fall ist. Die drei Scherenstromabnehmer wurden vor dem regulären Betrieb durch Einholm-Stromabnehmer ersetzt.

Da es sich bei dieser Erweiterung um eine Umbaustrecke à la "Yamagata“-Shinkansen handelt, sind die neuen Serienfahrzeuge mit der Baureihenbezeichnung E 3 genauso schmal ausgeführt wie die der Baureihe 400 und des E 3 Prototyps. Diese 16 fünfteiligen Garnituren der Gattung "Mini-Shinkansen“ können auf herkömmlichen Strecken (meistens in Traktion mit Zügen der Baureihe 200 oder E 2) 275 km/h fahren, auf der umgespurten Strecke mit dem geringen Lichtraumprofil und engen Kurven nur 130 km/h. Nachträglich wurde jeder Zug um einen weiteren, antriebslosen Wagen erweitert, um die Sitzplatzkapazität zu erhöhen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 1998 waren es damit sechsteilige Fahrzeuge. Dazu kam im gleichen Jahr ein weiterer E 3 - Zug hinzu. Weitere 6 sechsteilige Züge sollen bis 2005 ausgeliefert werden.

Die Endwagen sind 23 Meter, die Mittelwagen 22,8 Meter lang. Vier von fünf Wagen werden mit 300 kW Wechselstrommotoren angetrieben. Die Motoren sind von der gleichen Bauart wie die der Baureihe E 2. Auf den normalen Shinkansen-Strecken sind beide Einholm-Stromabnehmer oben, auf der Umspurstrecke entnimmt nur einer den 20 kV Wechselstrom aus dem Fahrdraht.

Die spätere Erweiterung der Yamagata-Strecke nach Shinjo erforderte zwei weitere Fahrzeuge. Zwei 7-teilige E 3 - 1000 Züge (L51 und L52) rollten im August und September 1999 an. Sie kann man aufgrund der grünen statt pinkfarbenen Streifen und der silbernen statt weißen Lackierung von den anderen E 3 - Einheiten unterscheiden.

Technische Daten: Shinkansen Serie E3

Zug- / Baureihenbezeichnung:E3
Einsatzland:Japan
Hersteller:Kawasaki Heavy Industries, Tokyu Car Corporation
Anzahl der Züge:41 Züge
Zugtyp:Triebwagenzug
Baujahre:1995 - 2009
Inbetriebnahme:3. Juni 1997
Höchstgeschwindigkeit im Plandienst:275 km/h
Jakobsdrehgestelle:Nein
Neigetechnik:Nein
Zug fährt auch in Traktion:Nein

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Aktualisiert am: 21.04.2003