Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse rund um Hochgeschwindigkeitszüge

Transrapid-Testfahrt in Shanghai erfolgreich verlaufen – 31. Dezember 2002

Am 31. Dezember haben der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji und Bundeskanzler Gerhard Schröder die Magnetschwebebahn Transrapid eingeweiht. Nach einer Bauzeit von lediglich zwei Jahren ist das Finanzzentrum von Shanghai mit dem 30 Kilometer entfernten Flughafen durch die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verbunden. Der Fahrweg wurde von China bereitgestellt, die Fahrzeuge kommen aus Deutschland. Für die Testfahrt mit der Prominenz benötigte der Transrapid nur knapp acht Minuten und erreichte nach nur 4 1/2 Minuten 430 km/h. Es sollen Folgeaufträge erfolgen, wobei Zhu Rongji die Erweiterung der Strecke auf 300 Kilometer Länge zusicherte. Durch die erfolgreiche Fahrt werden nun auch Folgeaufträge aus den USA und anderen Ländern erwartet.

Der größte Fahrplanwechsel seit mehr als zehn Jahren – 16. Dezember 2002

Am 15. Dezember führte die Deutsche Bahn einen neuen Fahrplan ein. Dieser hat wegen der Integration der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke "Frankfurt / Köln" so große Auswirkungen auf den Fahrplan, wie zuletzt 1991 mit der Einführung der ICE1-Züge. Die Fahrplanänderungen haben Auswirkungen auf 80 Prozent des Reiseverkehrs. 60 Prozent des Fernverkehrs wird von ICE-Zügen übernommen, 40 Prozent von IC/EC-Zügen. InterRegios spielen im Fernverkehr keine Rolle mehr. Doch nicht nur der Fahrplan ist neu, sondern auch das von Grund auf geänderte Preissystem. Fernverkehrsbeschäftigte erhalten zudem eine neue Uniform.

Thalys verkehrt nicht mehr bis Düsseldorf – 12. Dezember 2002

Ab dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2002 wird der Thalys nur noch bis Köln Hbf fahren. Der bisher einmal verkehrende Thalys von der Rheinmetropole nach Brüssel wird komplett gestrichen.

ICE-TD wegen Achsbruch entgleist – 07. Dezember 2002

Bei dem Unglück bei Gutenfürst im sächsischen Vogtlandkreis kamen alle 83 Insassen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Auf der Strecke zwischen Chemnitz und Nürnberg entgleiste am vergangenen Montag ein ICE-TD, nachdem eine Achse gebrochen war. Daraufhin zog die Bahn am Freitag alle 20 Züge dieser Bauart aus dem Verkehr. Die Deutsche Bahn widersprach einem Bericht der "Nürnberger Zeitung", wonach in den entgleisten ICE-Diesel-Neigetechnikzug vor dem Unfall bei einer Routine-Überholung ein offenbar beschädigter Radsatz aus einem anderen zuvor ebenfalls verunglückten Zug eingebaut worden sein soll. Dieser Radsatz habe aus einem Diesel-ICE gestammt, der bei Wartungsarbeiten im vergangenen Jahr von einer Hebebühne gestürzt war und dabei schwer beschädigt wurde.

ICE 3 - Testfahrten in Frankreich – 06. Dezember 2002

Die Deutsche Bahn bereitet derzeit ein Test- und Zulassungsprogramm für den ICE-3-Einsatz auf französischen Strecken vor. Spätestens 2006/07 werden die SNCF und die Deutsche Bahn ihre Züge auf der neuen Linie Paris – Ostfrankreich – Süddeutschland einsetzen. Zu Testfahrten sind Anfang November zwei ICE-3-Einheiten nach Frankreich gebracht worden. Zuerst wurden sie auf normalen französischen Strecken getestet, seit Dezember auf den dortigen Hochgeschwindigkeitsstrecken. Ziel ist die Zulassung der deutschen Züge für Tempo 300 in Frankreich. Die Montage des französischen Zugleitsystems "TVM 430" erfolgte in Lille.

Orkan legt Eurostarzüge lahm – 30. Oktober 2002

Am vergangenen Sonntag fegte der Sturm „Jeanette“ über Nordeuropa hinweg, der auch bei den Bahnen für Ausfälle sorgte. Besonders getroffen hat es die Eurostar-Verbindung "Paris - London". Im Bereich des Eurotunnels lagerte der Sturm Salz auf den Isolatoren der Oberleitung ab. Diese Salzverkrustungen führten am Montag Abend zu Kurzschlüssen und legte die Züge lahm. Auf beiden Seiten des Ärmelkanals waren etwa 8000 Reisende von den Zugausfällen betroffen. Zahlreiche Passagiere verbrachten die Nacht in den Zügen, rund 1.000 Fahrgäste saßen im Pariser Gare du Nord fest, andere wurden in Hotels untergebracht. Leider bekamen die Techniker das Stromproblem bis heute nicht in den Griff. Erst am Donnerstag soll der Verkehr wieder aufgenommen werden. Mit Hochdruckreinigern bestückte Spezialzüge fahren seitdem die Strecke mehrmals hintereinander ab, um die Salzschicht zu entfernen. Als Ersatz für den Eurostar-Verkehr müssen Reisende Flugzeuge oder Fähren benutzen. Dieses Problem ist seit der Einführung des Eurostar-Verkehrs bisher noch nicht aufgetreten.

ICE 3 wird nun doch bis Brüssel fahren – 28. Oktober 2002

Wie ein Bahnsprecher am 23. Oktober bekannt gab, fahren nun doch ab 15. Dezember dreimal täglich die neuen ICE 3 - Züge nach Brüssel und zurück. Durch fehlende Zulassungen für die neue Schnelltrasse auf belgischem Territorium muss der ICE auf der alten Strecke fahren. Dadurch verlängert sich die Fahrtzeit um eine Viertelstunde gegenüber dem Thalys, der auf der neuen Strecke fahren wird.

ICE Zugtrennung während der Fahrt – Kupplungsversagen - 26. Oktober 2002

Am Donnerstag, den 24. Oktober 02 hat sich kurz vor Erreichen des Göttinger Bahnhofs ein ICE 3 - Doppelzug mit rund 200 Passagieren an Bord während der Fahrt getrennt. Bei beiden Zughälften erfolgte sofort eine Zwangsbremsung und es kamen beide sicher zum Stehen. Dieser Zwischenfall ereignete sich bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Der Kupplungshersteller Scharfenberg schließt eventuelle konstruktive Mängel nicht aus, weswegen zur Zeit keine ICE3-Züge zu Doppelzügen zusammen gekoppelt werden dürfen. Von der Maßnahme betroffen sind einzelne Shuttleverbindungen auf der Neubaustrecke „Köln –Frankfurt“ sowie sechs ICE-3-Zugpaare pro Richtung auf der ICE-Linie 4 (Hamburg / Bremen - Hannover - Kassel - Würzburg - Nürnberg - München). Im Shuttlebetrieb fährt nun nur ein einzelner Zug. Bei drohender Überbesetzung werden kurzfristig zusätzliche Züge eingesetzt. Auf der Linie 4 fahren die früher zu Doppelzügen zusammengekoppelten ICE 3 jetzt einzeln in kurzem Abstand hintereinander.

ICE 3 wird vorerst nicht in Belgien fahren – 21. Oktober 2002

Nach langen Diskussionen gaben die DB Reise und Touristik und die SNCB im September bekannt, dass sich ab 15. Dezember das ICE-Netz erstmals auch bis Belgien ausdehnen wird. Auf der neuen ICE-Linie 79 hätten täglich drei Züge von Frankfurt über Köln, Aachen und Lüttich bis Brüssel verkehren sollen. Doch es fehlt noch die Zulassung für die belgische Neubaustrecke. Diskutiert wird nun die Umleitung auf die alte Strecke, doch die DB Reise und Touristik möchte mehr Geld haben, wenn die ICEs durch Belgien fahren, als die SNCB bereit ist zu zahlen.

Erster ICE 3 in Spanien – 07. Oktober 2002

Gemäß der Zeitschrift "In Today's Railways 82; Ausgabe 10/2002 wird die RENFE ab Ende dieses Jahres von der DB 3 Vierspannungs-ICE3-Triebwagen für den Verkehr zwischen Madrid und Lleida mieten. Damit wird die Zeit überbrückt, bis Mitte kommenden Jahres die bereits bestellten sechzehn AVE S103 (ICE 3) ausgeliefert werden. In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober kam in Portbou ein ICE 3 an und wurde auf anderen Drehgestellen nach Madrid weiter befördert. Dieser wird im Bahnhof von Madrid Chamartin anlässlich der Eurailspeed 2002 Ende Oktober zu besichtigen sein.

An NBS Nürnberg – Erfurt – Berlin wird wieder gebaut – 11. September 2002

Bis zum Jahre 2007 soll die Neubaustrecke von Nürnberg nach Halle über Erfurt spätestens in Betrieb gehen. Ein Teil ist bereits fertig gestellt, doch wurde wegen den hohen Kosten das Projekt eine Zeit lang auf Eis gelegt. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich für den Tunnel Augustaburg bei Erfurt ist am 11. September der vorübergehende Baustopp für die Schnellbahntrasse Berlin - Nürnberg aufgehoben worden. Durch den Bau der ICE-Trasse solle die Reisezeit zwischen Berlin und München drastisch auf unter vier Stunden verkürzt werden. Allein im Abschnitt zwischen Nürnberg und Erfurt würden jährlich 6,7 Millionen Reisende prognostiziert.

Eschede – ICE-Unglück beinahe noch schlimmer gewesen – 11. September 2002

Beim ICE-Unglück von Eschede vor rund vier Jahren wäre es nach Aussage eines Bahn-Beamten um Haaresbreite zu einer noch schlimmeren Katastrophe gekommen. Bei fahrplangemäßer Fahrt wäre ein entgegenkommender ICE aus Hamburg aller Voraussicht nach zusätzlich in die Unglücksstelle gerast. Dieser ICE sei an jenem 3. Juni 1998 zum Glück eine Minute vor Plan durch Eschede gefahren. Der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen", der nach einem Radbruch entgleiste und an einer Brücke in dem niedersächsischen Ort zerschellte, habe eine Minute Verspätung gehabt. Sonst hätten sich beide Züge in Höhe der Brücke getroffen.

Gepäckfächer im ICE 3 müssen ausgetauscht werden – 09. September 2002

Die Deutsche Bahn AG muss die gläsernen Gepäckfächer der neuen ICE-3-Züge austauschen lassen. Das Material, aus dem die Aufbewahrungsvorrichtungen gefertigt sind, ist der Belastung im täglichen Betrieb nicht gewachsen. Zahlreiche Risse sind in den Glasteilen zu erkennen. Der Hersteller muss nun bei allen 50 ICE 3 die Gepäckfächer austauschen.

Steine auf Gleisen beschädigten ICE – 09. September 2002

Unbekannte haben am Wochenende in der Nähe von Ahlen Steine auf Gleise der Bahnstrecke Bonn-Hannover gelegt. Dadurch wurde nach Angaben des Bundesgrenzschutzes Münster ein ICE-Triebwagen beschädigt. Der Zug kontte deshalb am Samstagabend nur mit verminderter Geschwindigkeit bis Hannover weiterfahren. Verletzt wurde niemand. Die Steine mit bis zu 30 Zentimeter Durchmesser hätten auf einer Länge von zehn Metern auf den Gleisen gelegen.

Teurer Flutschaden bei der Bahn – 28. August 2002

Auf rund eine Milliarden Euro wird der Schaden bei der Bahn durch die Jahrhundert-Flut beziffert. Bei der Beseitigung der Schäden müsse man Prioritäten über ganz Deutschland setzen und vielleicht Baumaßnahmen verschieben, um Kapazitäten freizumachen.

Deutsche Bahn benennt ICE-Züge nach Städten – 20. August 2002

Die Deutsche Bahn tauft ihre ICE-Züge nach und nach auf die Namen deutscher Städte. Den Anfang macht der ICE-T „Berlin“. Die bisherige Benennung der Fernzüge nach Persönlichkeiten der Zeitgeschichte sowie Landschaften und Sehenswürdigkeiten am Zuglauf wird zum Fahrplanwechsel am 15.12.2002 eingestellt. Neu ist, dass der Zugname auf dem Fahrzeug auf beiden Seiten der Zugenden zusammen mit einem Wappen der jeweiligen Stadt angebracht wird. Damit erhält jede ICE-Einheit einen festen Namen. Je nach Zugdisposition fährt sie auf unterschiedlichen Wegen durch Deutschland und ins benachbarte Ausland. Die bisherigen Zugnamen waren nicht auf das jeweilige Fahrzeug bezogen, sondern auf eine bestimmte, im Fahrplan festgelegte Zugfahrt, für die zum Teil unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt wurden.

Für die ersten 55 ICE-Züge wurde folgenden Städten eine Patenschaft angeboten:

Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Cottbus, Darmstadt, Dessau, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Erfurt, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Freiburg, Fulda, Göttingen, Halle (Saale), Hamburg, Hanau, Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Limburg, Lutherstadt Wittenberg, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Montabaur, München, Nürnberg, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Stendal, Stralsund, Stuttgart, Ulm, Weimar, Wiesbaden, Wolfsburg, Würzburg.

Blitz legte ICE lahm – 19. August 2002

Bei einem schweren Gewitter im Großraum Düsseldorf wurde ein ICE nahe Düsseldorf von einem Blitz getroffen und blieb auf offener Strecke stehen. Da der Zug nicht mehr weiter fahren konnte, mussten die Reisenden über Notbrücken in einen Ersatzzug umsteigen. Verletzt wurde niemand.

TGV-Duplex kollidiert mit PkW – 04. August 2002

Ein TGV-Duplex fuhr auf dem Weg von Rennes nach Marseille in der Nähe von Evron in einen PkW, der am Bahnübergang liegengeblieben ist. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig aus dem Auto aussteigen und kam beim Zusammenprall ums Leben. Keiner der 460 Fahrgäste wurde dabei verletzt, noch entgleiste der Zug. Allerdings wurden die Passagiere mit Bussen zum nächsten Bahnhof befördert. Nach Angaben der SNCF liegt bei 95 Prozent der Unfälle an Bahnübergängen die Schuld beim Autofahrer.

Baubeginn des TGV-Est – 20. Juli 2002

An sieben Stellen wird nun mit den Bauarbeiten an der neuen 450 km langen TGV-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Strassburg angefangen. Sie wird über Reims verlaufen. In Lorraine verzweigt sich die Strecke nach Nancy und Metz sowie weiter nach Strassburg. Die Fertigstellung der neuen TGV-Strecke ist nicht vor 2006 zu erwarten. Die Kosten belaufen sich auf ca. 4 Milliarden Euro.

Bahnmitarbeiter testen neue ICE-Strecke – 19. Juli 2002

Bahnintern werden Fahrten mit dem ICE 3 auf der Neubaustrecke Frankfurt - Köln angeboten. Die Probanden müssen anschließend über den Fahrkomfort bei Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h berichten. Dabei wurde oft der unruhige Lauf kritisiert. Auch der ständige Wechsel von Bergab- und Bergauffahrten soll bei einigen Testpersonen zu Unwohlsein geführt haben. Jedoch äußerten sich einige auch positiv zu der neuen Strecke. Sicherlich wird sich jeder selbst ein Bild von der Fahrt auf der neuen deutschen Rennstrecke machen müssen.

Transrapid nach China verschifft – 23. Juni 2002

Der erste Transrapid für Schanghai ist am 20. Juni von Kassel aus auf die Reise gegangen. Der aus drei Waggons bestehende Zug wurde per Tieflader nach Bremerhaven gefahren und befindet sich nun auf dem Schiff nach China. Bereits ab Anfang 2003 soll er in Schanghai den Flughafen mit dem Stadtzentrum verbinden.

Schnelle Schienenverbindung zur Fußball-WM – 23. Juni 2002

Ein halbes Jahr früher als geplant soll nun die Neubaustrecke von München über Ingolstadt nach Nürnberg fertig werden. Durch erhebliche geologische Probleme hatte sich der Eröffnungszeitpunkt von ursprünglich 2003 auf Ende 2006 nach hinten verschoben. Doch pünktlich zur Fußball-WM versucht die Deutsche Bahn AG eine Schnelle Verbindung zwischen den Metropolen zu schaffen. Wie das zu schaffen ist, wird noch untersucht.

Mehr Verbindungen von der Schweiz ins Ausland – 04. Juni 2002

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember '02 sind ab der Schweiz mehr Zugverbindungen vor allem nach Deutschland und Frankreich geplant. Zukünftig wird es Direktverbindungen zwischen Basel und Berlin sowie nach Köln und Dortmund geben. Auf der Strecke Basel-Frankfurt werden fast ausschließlich ICE-Züge fahren. An Wochenenden wird es eine TGV-Direktverbindung von Genf nach Paris geben. Aber auch in Richtung Italien wird es zu einigen Verbesserungen im Schienenverkehr kommen.

Weniger Raucherplätze in ICE-Zügen – 03. Juni 2002

Die Deutsche Bahn will in Fernverjehrszügen vor allem in der ersten Klasse die Raucherplätze deutlich reduzieren. In der ersten Klasse des ICE 3 soll das Platzangebot für Raucher von 33 auf 8 Prozent sinken. Auch in der zweiten Klasse sind nur noch 15 statt 27 Prozent der Sitzplätze den Rauchern vorbehalten. Der Trend gehe seit Jahren zu mehr Plätzen für Nichtraucher. Dabei orientiere man sich auch an ausländischen Bahnunternehmen. So gibt es seit einiger Zeit im Hochgeschwindigkeitszug "Eurostar" gar keine Raucherplätze mehr.

Neue Lackierung für alte Shinkansenzüge – 22. April 2002

Die japanische Eisenbahngesellschaft JR West gab im April bekannt, die modernisierten Shinkansenzüge der Baureihen 0 und 100 mit neuem Anstrich zu versehen und damit farblich den Baureihen 500 und 700 anzugleichen. Schon ab Mitte Mai werden die ersten Züge in den Farben Grau und Grasgrün umlackiert sein.

Behinderungen im Zugverkehr in die Niederlande – 19. April 2002

Am Wochenende vom 20.04. bis 22.04.02 kommt es wegen Gleisbauarbeiten auf niederländischer Seite zwischen Emmerich und Arnhem zu Behinderungen im Zugverkehr. Alle Züge werden zwischen Emmerich und Arnheim durch Busse ersetzt. Ab Arnheim verkehren fahrplanmäßige IC-Züge. Aus Richtung Amsterdam enden die Züge in Arnheim. Eine Weiterfahrt ist mit Bussen bis Emmerich und ab Emmerich mit ICE-, EC- und RegionalExpress-Zügen in Richtung Köln möglich. Die internationalen Nacht-D-Züge von und nach der Schweiz und Österreich werden über Venlo umgeleitet. Die Halte in Emmerich, Wesel, Oberhausen, Duisburg und Düsseldorf entfallen. Durch den Umstieg Zug/Bus/Zug verlängert sich die Fahrzeit von und nach Amsterdam um ca. eine Stunde.

Eisenbahnstreiks in Spanien – 19. April 2002

Durch einen Streik der Spanischen Eisenbahnen (RENFE) entfallen an folgenden Tagen die Talgo-Züge Nummer 70 (Montpellier-Barcelona) und 72 (Barcelona-Montpellier):


Ebenso besteht an diesen Tagen keine Tagesverbindung Schweiz-Spanien und umgekehrt. Außerdem ist im innerspanischen Bahnverkehr mit erheblichen Verspätungen

Älterer Mann lief vor einem ICE-Zug auf die Gleise – 10. April 2002

Ein 73 jähriger Mann wartete in Essen neben den Gleisen. Als sich ein ICE2-Zug näherte, lief er auf das Gleis, auf dem der ICE fuhr. Trotz Notbremsung wurde er vom Triebkopf erfasst. Mit schweren Verletzungen am Kopf und im Schulterbereich wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Der Triebfahrzeugführer musste mit einem Schock ebenfalls in ein Krankenhaus gefahren werden. Zur Zeit wird von einem versuchten Freitod ausgegangen.

Oberleitungsschaden bei ICE-Durchfahrt – 10. April 2002

Zwischen Erfurt und Leipzig löste sich eine Oberleitungshalterung und der Fahrdraht fiel auf die ICE-Wagen. Die Stromzufuhr wurde sofort abgeschalten. Ein Einsatz-ICE hielt wenig später neben dem ausgefallenen ICE-Zug. Die Fahrgäste mussten über Leitern in den Ersatz-ICE bugsiert werden.

Mehr Schmerzensgeld für ICE-Unfallopfer – 20. Februar 2002

Dreieinhalb Jahre nach der ICE-Katastrophe von Eschede mit 101 Toten fordern die Hinterbliebenen mehr Schmerzensgeld von der Bahn. Angeblich habe sie bisher nur 15.000 € pro Todesfall an Angehörige ausgezahlt. Den zahlreichen Verletzten wurden in jedem Fall die Behandlungskosten erstattet. Doch da in den USA und beim Concorde-Unglück mehr Geld an die Angehörigen der Opfer ausgezahlt worden ist, so soll die Bahn AG statt 15.000 € nun 250.000 € pro Todesfall bezahlen. Im ersten großen Zivilprozess Ende Februar '02 traf das Berliner Landgericht nicht wie erhofft eine Entscheidung. Der Prozess wurde auf den 18. September vertagt. Ein Vergleich kam zunächst nicht zu Stande. Die Richterin schlug der Deutschen Bahn nun vorn, an die Interessengemeinschaft der Hinterbliebenen 511.000 Euro zu überweisen, um das Thema endlich zu beenden.