Im April 2007 möchte der Hersteller Alstom zusammen mit der SNCF mit einem TGV (wahrscheinlich TGV-Est) auf der neuen Schnellbahntrasse zwischen Paris und Deutschland einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge aufstellen. Der speziell preparierte Zug soll mindestens 540 km/h erreichen. Der bisherige Rekord auf der Schiene liegt bei 515,3 km/h, den ein TGV-Atlantique am 18. Mai 1990 aufstellte.
Auf der Website http://www.viaggiatreno.it kann man die Verspätungen der einzelnen Züge in Echtzeit anzeigen lassen. Es wird das komplette Streckennetz angezeigt. Durch Klick auf eine Verbindungsstrecke zwischen zwei Orten werden die Züge angezeigt, die gerade dort unterwegs sind und ob sie pünklich sind oder Verspätung haben. Leider ist die Website nur in italienischer Sprache verfügbar.
Am 2. September 2006 erreichte eine Siemens-Elektrolokomotive der Baureihe 1216-050-5 auf der Neubaustrecke "Nürnberg-Ingolstadt" eine Geschwindigkeit von 357 km/h. Sie ist damit die schnellste Elektrolok der Welt. Den bisherigen Rekord hielten 51 Jahre lang die Franzosen mit der Elektrolok BB 9004. Damals erreichte ein speziell preparierter Kurzzug zwischen Bordeaux und Dax 331 km/h. Die damalige Testfahrt beschädigte allerdings die Gleise erheblich. Die Taurus-Lok mit Messwagen war jedoch nicht getunt und hinterließ auch keine Schäden an den Gleisen.
Im August 2006 fing ein Transrapid Feuer, bei dem glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren. Kurz nach dem Verlassen der Station Longyang in Richtung Flughafen entwickelte sich im zweiten Wagen Rauch. Nach 500 Metern habe der Zug gestoppt und die Feuerwehr brachte die Passagiere in Sicherheit. Die Ursache ist noch unklar.
Nach dem Terroralarm in London und der Sperrung des Londoner Flughafens "Heathrow" suchten sich die Reisenden nach Alternativen, um auszureisen. Allein am Donnerstag-Vormittag verkaufte Eurostar allein innerhalb kürzester Zeit 2300 Fahrkarten. Alle Eurostar-Züge verkehrten an diesem Tag normal.
Nach fast 12 Jahren Bauzeit wird am Samstag, 13. Mai die neue Schnellbahntrasse in Betrieb gehen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der 89 Kilometer langen Neubaustrecke liegt bei 300 km/h. Weitere 82 Kilometer sind es von Ingolstadt nach München, auf denen die ICE-Züge nur mit bis zu 160 km/h verkehren dürfen. Die Fahrzeit von Nürnberg nach München verringert sich von 105 Minuten auf 78 Minuten, ab Ende des Jahres sollen die Fahrgäste in nur noch einer guten Stunde zwischen den beiden Städten pendeln können. Mit 3,6 Milliarden Euro war die ICE-Strecke fast doppelt so teuer wie geplant. Am 28. Mai soll die neue Trasse offiziell in Betrieb genommen und zum 10. Dezember 2006 ins bundesweite Fernverkehrsnetz eingegliedert werden. Außerdem möchte die Bahn den ICE dann zwischen München und Nürnberg im Halbstundentakt einsetzen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag durchbrach ein betrunkener Autofahrer bei Darmstadt die Absperrung zur Bahntrasse und kam auf den Gleisen zum Stehen. Anwohner brachten ihn dazu, rechtzeitig auszusteigen. Kurze Zeit später rammte ein ICE der ersten Generation mit etwa 160 km/h den Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls explodierte das Auto. Der Triebkopf des ICE sprang aus den Gleisen und fuhr im Gleisbett noch etwa einen Kilometer weiter. Personenschaden war glücklicherweise keiner zu beklagen, aber der materielle Schaden beläuft sich auf etwa zwei Millionen Euro.
Die Deutsche Bahn ließ im April 2006 verlauten, dass sie ins Thalys-Geschäft einsteigen möchte. Zurzeit besitzt die französische Staatsbahn SNCF 70 Prozent der Anteile an Thalys International, Belgien 30 Prozent. Im Rahmen des Ausbaus der Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Paris und Deutschland sowie im Hinblick auf die engere Abstimmung der europäischen Bahnen gehe Frankreich von einer Beteiligung der DB aus.
Am Dienstag, den 11. April blieb ein Cisalpino-Neigezug kurz vor 20 Uhr im 9,4 Kilometer langen Zimmerbergtunnel rund vier Kilometer vor dem Tunnelausgang zum Stehen. Grund für die Triebfahrzeugstörung war ein Brand im Bereich des zweitletzten Wagens. Wegen der Rauchentwicklung mussten die rund 120 Reisenden über die Notausstiege des Tunnels evakuiert werden. Drei Fahrgäste kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der erst 2003 eröffnete Tunnel, der die aktuellen Sicherheitsauflagen erfüllt, konnte nach eingehender Kontrolle in der Nacht am nächsten Morgen wieder in Betrieb genommen werden.
Alle Bahnhersteller mit Rang und Namen machten sich Hoffnung, die Superzüge und die Schnellstrecke für die 1300 Kilometer lange Verbindung zwischen Peking und Shanghai herstellen zu können. Der chinesische Bahnminister Liu Zhijun zerschlug jedoch während der jährlichen Sitzung des chinesischen Volkskongresses ihre Pläne: "Die Hochgeschwindigkeitsstrecke wird einzig auf unserer eigenen Technik beruhen". Das 20 Milliarden Euro teure Projekt soll möglichst bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking, spätestens aber zur Expo 2010 in Schanghai fertig sein. Hochgeschwindigkeitszüge sollen die Fahrtzeit zwischen den Millionenstädten von derzeit 13 auf fünf Stunden verkürzen.
Leipzig ist inzwischen zu einem wichtigen ICE-Knotenpunkt herangewachsen, sodass dort für rund 25 Millionen Euro bis 2010 ein neues ICE-Betriebswerk entstehen soll. Es wird neben Berlin das zweite Werk in Ostdeutschland sein. Allerdings wird die etwa 200 Meter lange Halle nur zwei Gleise beherbergen.
In den Frühstunden des ersten März erreichte der neue Versuchszug der JR East auf der Tohoku-Linie zwischen Sendai und Kitakami 368 km/h. Die Laufruhe und der Lärmpegel entsprechen bei diesem Zug bei 360 km/h der des E2 bei 275 km/h. Die Tests sollen noch bis 2007 andauern (Quelle: Website "byun byun shinkansen").
Dienstag, der 28. Februar 2006 war für das Projekt "TGV-Rhein-Rhone" ein wichtiger Tag: Der französische Verkehrsminister Dominique Perben und Vertreter der beteiligten Regionen unterzeichneten in Paris eine Erklärung zur gemeinsamen Finanzierung des 2,5 Milliarden-Euro-Projekts. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll zwischen Petit Croix bei Belfort und Auxonne westlich von Besançon verlaufen. Die Bauarbeiten an der 145 Kilometer langen Trasse sollen Mitte des Jahres beginnen und bis 2011 andauern. Dann wird man mit dem TGV die Strecke von Straßburg nach Lyon in drei Stunden zurücklegen können. Auch Deutschland wird dann vom TGV profitieren. Dauert heute die Fahrt mit dem Zug von Frankfurt am Main bis Lyon noch siebeneinhalb Stunden, soll es Anfang des nächsten Jahrzehnts nur noch fünfeinviertel Stunden schnell gehen. Ein weiteres Teilstück zwischen Dijon und Lyon ist zwar in Planung, aber der Baubeginn nach wie vor offen.
Mitte Februar berichteten die Medien, dass China selbst eine Magnetschwebebahn entwickeln will. Die chinesische Magnetbahn mit dem Namen Zhui Feng ("Jagt den Wind") soll eine Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern erreichen. Sie wäre damit so schnell wie der Transrapid. Im April soll der erste Zug fertiggestellt sein und erste Testläufe absolvieren. Dafür möchte man eine relativ kurze Teststrecke von 1,5 Kilometern Länge auf dem Gelände der Tongji-Universität in Schanghai nutzen. Auf ihr seien nur maximal 100 km/h möglich. Verständlicherweise warf man China vor, den deutschen Transrapid abzukupfern. Die Ingenieure wiesen allerdings die Vorwürfe zurück. Der Entwicklungsstand sei nicht vergleichbar mit dem deutschen Transrapid. Sie hätten keine deutschen Materialien oder Pläne verwendet und auch nichts vom Schanghaier Transrapid genommen.
Ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2006 werden auf der Strecke Zürich-Schaffhausen-Stuttgart im Zweistundentakt ICE-T-Züge verkehren. Die Pendolino-Züge der Baureihe ETR 470 entfallen damit auf dieser Relation komplett. Als Grund wird die ständige Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit der italienischen Neigezüge angegeben. Die ICE-T-Züge sollen zur Steigerung der Sitzplatzkapazität verlängert werden.