Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse rund um Hochgeschwindigkeitszüge

23.12.2011 — Mehr ICE-Züge mit Internetzugang

Bis Ende 2014 sollen weitere 185 ICE-Hochgeschwindigkeitszüge mit WLAN-Modulen ausgerüstet werden. Bahnkunden können dann auf dem 5200 Kilometer umfassenden ICE-Hauptstreckennetz ins Internet.

22.12.2011 — Acht weitere Velaro-Züge für Russland

Am 19. Dezember unterzeichneten die Russischen Eisenbahnen einen 600 Millionen Euro schweren Vertrag zur Lieferung von weiteren acht Hochgeschwindigkeitszügen von Siemens. Dazu gehört auch eine Wartungsvereinbarung über 30 Jahre. Die zehnteiligen Velaro-Züge mit der Bezeichnung "Sapsan" (Wanderfalke) werden als Verstärkung auf der Route "Moskau – Sankt Petersburg" eingesetzt. Ab 2014 sollen die ersten Züge die Siemens-Werkshallen in Krefeld verlassen.

04.12.2011 — Neues TGV-Außendesign

Im September stellte der französische Bahnbetreiber SNCF das künftige Außendesign für die TGV-Züge vor. In den 80er Jahren war die erste Generation in Orange gehalten. Ab den 90er Jahren dominierte das blau-silberne Farbschema. Nun sollen nach und nach alle TGV-Züge in Weiß mit Rot und Grau umlackiert werden. Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke "Rhin-Rhône" am 11. Dezember werden die ersten Hochgeschwindigkeitszüge im neuen Look rollen.

Fotos vom neuen Design auf tgvrhinrhone.wordpress.com

01.11.2011 — Kampf gegen Übelkeit in Neigezügen

Wissenschaftler gehen gegen das Problem der Übelkeit in Neigezügen an. Versuche haben ergeben, dass Fahrgästen nur dann flau wird, wenn die Neigung bei Einfahrt in eine Kurve verzögert einsetzt. Denn schließlich müssen die Sensoren am Zuganfang erst die Seitenbeschleunigung auswerten, um den Ausgleich durchzuführen. Nun soll für jede Route ein Streckenprofil hinterlegt werden, sodass der Neigevorgang synchron zur Kurvenfahrt erfolgen kann.

27.10.2011 — Entenschnäbel für Saudi-Arabien

Ein Konsortium aus zwei saudischen und zwölf spanischen Firmen bekamen gestern den Zuschlag zum Bau einer Schnellbahnverbindung zwischen Mekka und Medina. Auf der 444 Kilometer langen Neubaustrecke sollen insgesamt 35 Superzüge des spanischen Typs 102 und 112 mit bis zu 320 Stundenkilometern verkehren. Die Züge werden von Talgo / Bombardier gefertigt. Es besteht noch eine Option über weitere 23 Garnituren. Die Firmen sind sowohl für die dreijährige Konstruktionsphase als auch für den anschließenden Betrieb über zwölf Jahre verantwortlich. Die Gesamtkosten belaufen sich daher auf 6,74 Milliarden Euro.

26.10.2011 — ICE fährt in Ziegenherde

Am vergangenen Samstag fuhr ein ICE bei Burgsinn in eine Ziegenherde. Von den 33 aus einem Gehege ausgebüxten Ziegen kamen 14 Tiere ums Leben. Die etwa 400 Fahrgäste an Bord des Hochgeschwindigkeitszuges blieben unverletzt. Der Zug wurde am Triebkopf leicht beschädigt, konnte aber anschließend die Reisenden noch bis Fulda transportieren.

20.10.2011 — Verbesserte Bilddatenbank

Die Bilddatenbank auf dieser Website wurde modernisiert. Sie gewinnt dadurch vor allem an Übersichtlichkeit und ist leichter zu bedienen. Mittlerweile sind dort rund 850 Fotos von Hochgeschwindigkeitszügen aus aller Welt abrufbar.
Zur Bilddatenbank

19.10.2011 — News werden in Twitter veröffentlicht

Aktuelle Bahnnachrichten werden wie gehabt auf der News-Seite veröffentlicht, als RSS-Feed zum Abonnieren bereitgestellt und gleichzeitig auf Twitter synchronisiert.

11.08.2011 — Geschwindigkeitsbegrenzung für Chinas Superzüge

Nach dem verheerenden Bahnunfall in China vor etwa drei Wochen hat die chinesische Regierung ein Tempolimit auf 200 km/h für alle dortigen Hochgeschwindigkeitszüge angeordnet. Nun müssen neue Fahrpläne erstellt werden, da sich die Reisezeiten erhöhen. Als zusätzliche Maßnahme wurde der Ausbau des Schnellbahnnetzes vorerst gestoppt, mindestens bis die Sicherheitsüberprüfungen abgeschlossen seien.

29.07.2011 — Ergänzungen zur Erörterung über den Vergleich zwischen den Shinkansen-, ICE- und TGV-Systemen

Die Erörterung mit dem Thema: "ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?" habe ich wenige Wochen nach der Veröffentlichung der ersten Fassung um ein paar Fakten ergänzt:


Weiterhin bemühe ich mich seit einem Monat, an Informationen über die Sicherheitssysteme in ICE-Zügen zu gelangen und habe eine Anfrage über entsprechendes Informationsmaterial an die Deutsche Bahn geschickt. Sobald dieses eintrifft, werden weitere Fakten zum Thema "Sicherheit bei ICE-Zügen" folgen.

Link: "ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?"

24.07.2011 — Auffahrunfall von Hochgeschwindigkeitszügen in China

Nahe der Stadt Wenzhou im Osten Chinas kam es am Samstag, den 23. Juli zu einem tragischen Unfall mit zwei Hochgeschwindigkeitszügen. Laut Medienberichten führte ein Blitzschlag zum Erliegen des einen Zuges auf einer Brücke. Dieser wurde schließlich von einem nachfolgenden Schnellzug der Serie CRH1 gerammt. Zwei Wagen der liegengebliebenen Garnitur des Typs CRH2 entgleisten so heftig, dass sie von der 20 bis 30 Meter hohen Brücke in die Tiefe stürzten. Bei dem Unfall kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, weitere 191 Fahrgäste seien verletzt worden.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ningbo nach Xiamen soll für 250 km/h ausgelegt sein. Bei den beiden Zügen müsste es sich gemäß der Interpretation der Fotos – wie bereits erwähnt – um die Serien CRH1 und CRH2 handeln. Mit welcher Geschwindigkeit der CRH1 den CRH2 gerammt hat, ist jedoch noch nicht bekannt.

Update vom 27.07.2011: Auf der Website von www.railwaygazette.com wird berichtet, dass ein 16-teiliger CRH2E auf einen CRH1B auffuhr, wobei vier von sechs entgleisten Wagen des CRH2E von der Brücke stürzten. Inzwischen kletterte die Zahl der Todesopfer auf 43, mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

02.06.2011 — ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?

Als Betreiber der Website über die schnellsten Züge der Welt lag es mir schon lange am Herzen, das heikle Thema möglichst objektiv zu erörtern. Das fällt auch mir nicht immer leicht, denn über den ICE liegen mir bei weitem mehr Informationen vor als über die TGV- und Shinkansen-Züge. Das schließt dementsprechend auch Berichte über etwaige Mängel ein. Doch kann ich es nicht verstehen, dass sich manche dazu hinreißen lassen, in diversen Foren die Etikette fallen zu lassen, wenn es darum geht, ob der TGV oder der ICE "besser" ist und es schließlich regelrecht religiös-fanatische Dimensionen annimmt. Daher habe ich eine erste Version meiner Erörterung zu diesem Thema ins Netz gestellt.

Um die Objektivität der nachfolgenden Beantwortung des Themas zu unterstreichen, habe ich, wo es möglich ist, Hinweise zu meinen Informationsquellen genannt. Wenn mal meine persönliche Meinung dargestellt wird, weise ich explizit darauf hin.

Jeder ist eingeladen, mit konstruktiver Kritik den Bericht zu verfeinern und ergänzende Informationen einfließen zu lassen. Das ist über das Blogsystem problemlos möglich. Vielen Dank für Eure Beteiligung. Und nun wünsche ich allen Lesern eine spannende Lektüre.

Zur Erörterung: ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?
Blogeintrag mit Kommentare zu diesem Thema lesen oder Kommentar dazu schreiben

28.05.2011 — Grünes Licht für Maglev

Das Magnetschwebebahn-Projekt "Chuo Shinkansen" ist wieder einen wichtigen Schritt nach Vorne gekommen. Nachdem im Dezember 2010 die Regierung den Weg für weitere Planungen frei machte, gab der japanische Verkehrsminister Akihiro Ohata am 27. Mai 2011 grünes Licht zum Bau der rund 80 Milliarden Euro teuren Verbindung von Tokio nach Osaka. Die Bauarbeiten sollen im April 2014 aufgenommen werden und 2045 komplett abgeschlossen sein. Dabei wird die bereits bestehende und gerade im Ausbau befindliche Teststrecke bei Yamanashi integriert.
Ab 2025 sollen die bis zu 600 km/h schnellen Maglev-Züge der Serie L0 auf einem ersten, 290 Kilometer langen Abschnitt von Tokio nach Nagoya zum Einsatz kommen. Bereits 2010 wurden 14 Vorserien-Maglevs bei der Industrie in Auftrag gegeben. Nach Fertigstellung der gesamten Strecke werden die 550 Kilometer in nur 67 Minuten bewältigt. Das wäre im Vergleich zur bisherigen Rad-/Schiene-Technik eine Fahrzeithalbierung. Sowohl für das Bauvorhaben und die Beschaffung der Züge als auch den regulären Betrieb ist die Bahngesellschaft JR Central verantwortlich.

10.05.2011 — Die Deutsche Bahn bestellt bis zu 300 ICx bei Siemens

Am 9. Mai unterzeichneten die Deutsche Bahn und Siemens Mobility den Kaufvertrag über eine neue Fahrzeuggeneration mit dem Projektnamen "ICx". Insgesamt sollen bis zu 300 Züge für den Fernverkehr beschafft werden. Aus dem Vertrag mit einer Laufzeit bis 2030 ruft die DB sofort 130 Züge ab, weitere 90 Einheiten sind geplant. Das mögliche Auftragsvolumen für die 220 ICx beträgt rund sechs Milliarden Euro, wobei die DB die verbliebenen 80 Züge jederzeit in Auftrag geben kann.< /br> Ab 2016 wird nach und nach die Intercity-Flotte durch die 230 bis 250 Stundenkilometer schnellen Triebwagenzüge ersetzt. Danach soll der ICx auch den ICE 1 und ICE 2 auf das Abstellgleis schicken. Die neuen Hochgeschwindigkeitszüge im ICE-Design haben einen geringeren Luftwiderstand und verbrauchen 30 Prozent weniger Energie als die Vorgängergeneration. Für die Zulassung der Züge ist diesmal der Hersteller Siemens und nicht die DB zuständig. Außerdem sollen die einzelnen Fahrzeuge erst dann komplett bezahlt werden, wenn sie auch hundertprozentig funktionieren.

07.01.2011 — Vereiste Oberleitung abtauen?

Die Deutsche Bahn hatte Probleme mit vereisten Oberleitungen. "Vier ICE und ein IC mit insgesamt rund 700 Passagieren blieben [...] zwischen Wolfsburg und Stendal liegen", so ein Spiegel-Artikel. Die Franzosen haben zumindest für die Neubaustrecke "Paris – Lyon" gegen vereiste Oberleitungen folgende Lösung gefunden: Diese kann "durch einen kontrollierten Kurzschluss aufgeheizt werden, wodurch Rauhreif und Eis abschmelzen", so in einem Fachbuch zu lesen. Meine Frage: Ist das Abtauen von Oberleitungen auf deutschen Neubaustrecken ebenso möglich? Ich freue mich auf eure Antworten. Zum Blogartikel auf werske.de mit Kommentarfunktion
Vielen Dank!