Newsarchiv

31.05.2012 — Taiwan High Speed Rail bestellt vier weitere Superzüge

Die Taiwan High Speed Rail Corporation bestellte am 24. Mai 2012 weitere vier Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ 700T. Damit wird der Fahrzeugpark von aktuell 30 Serienzügen aufgestockt, um die Zugfolge auf der Schnellfahrstrecke zwischen Taipeh und Zuoying zu erhöhen. Kawasaki Heavy Industries und Toshiba wollen die Züge zwischen Dezember 2012 und 2015 an die THSR ausliefern. Der unterzeichnete Vertrag sieht zwei Optionen über vier weitere Züge vor.

13.04.2012 — SNCF bestellt weitere 40 Euroduplex-TGV

Die dritte TGV-Duplex-Generation trägt den Namen „Euroduplex“. Seit letztem Jahr werden nach und nach 55 Züge vom Hersteller Alstom an die SNCF abgeliefert. Die Euroduplex-TGV sind für den internationalen Verkehr in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg vorgesehen. Einige werden auch in Spanien zum Einsatz kommen. Eine Option über weitere 30 Kompositionen sollte Ende 2011 eingelöst werden. Doch nun wurde die Bestellung auf 40 Züge aufgestockt. Die Auslieferung soll ab 2015 erfolgen.

31.01.2012 — Kostenloser ICE als Entschädigung für die Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn bestellte im November 2008 bei Siemens 16 ICE-3-Züge der Baureihe 407. Bereits zum Winterfahrplan Ende 2011 sollten die ersten Hochgeschwindigkeitszüge als Verstärkung für die bisherige ICE-Flotte zum Einsatz kommen. Siemens kann jedoch nicht liefern. Als Grund werden Lieferschwierigkeiten bei einem Zulieferer für die Zugsicherungstechnik genannt. Frühestens Ende 2012 können die ersten neuen ICE-3-Züge den Plandienst aufnehmen. Die Bahn setzte daraufhin Siemens unter Druck. Als Entschädigung für die Verzögerung bei der Ablieferung bekommt die DB nun einen zusätzlichen ICE-3 "geschenkt“.

23.12.2011 — Mehr ICE-Züge mit Internetzugang

Bis Ende 2014 sollen weitere 185 ICE-Hochgeschwindigkeitszüge mit WLAN-Modulen ausgerüstet werden. Bahnkunden können dann auf dem 5200 Kilometer umfassenden ICE-Hauptstreckennetz ins Internet.

22.12.2011 — Acht weitere Velaro-Züge für Russland

Am 19. Dezember unterzeichneten die Russischen Eisenbahnen einen 600 Millionen Euro schweren Vertrag zur Lieferung von weiteren acht Hochgeschwindigkeitszügen von Siemens. Dazu gehört auch eine Wartungsvereinbarung über 30 Jahre. Die zehnteiligen Velaro-Züge mit der Bezeichnung "Sapsan" (Wanderfalke) werden als Verstärkung auf der Route "Moskau – Sankt Petersburg" eingesetzt. Ab 2014 sollen die ersten Züge die Siemens-Werkshallen in Krefeld verlassen.

04.12.2011 — Neues TGV-Außendesign

Im September stellte der französische Bahnbetreiber SNCF das künftige Außendesign für die TGV-Züge vor. In den Achtzigerjahren war die erste Generation in Orange gehalten. Ab den Neunzigern dominierte das blau-silberne Farbschema. Nun sollen nach und nach alle TGV-Züge in Weiß mit Rot und Grau umlackiert werden. Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke "Rhin-Rhône" am 11. Dezember werden die ersten Hochgeschwindigkeitszüge im neuen Look rollen.

Fotos vom neuen Design auf tgvrhinrhone.wordpress.com

01.11.2011 — Kampf gegen Übelkeit in Neigezügen

Wissenschaftler gehen gegen das Problem der Übelkeit in Neigezügen an. Versuche haben ergeben, dass Fahrgästen nur dann flau wird, wenn die Neigung bei Einfahrt in eine Kurve verzögert einsetzt. Denn schließlich müssen die Sensoren am Zuganfang erst die Seitenbeschleunigung auswerten, um den Ausgleich durchzuführen. Nun soll für jede Route ein Streckenprofil hinterlegt werden, sodass der Neigevorgang synchron zur Kurvenfahrt erfolgen kann.

27.10.2011 — Entenschnäbel für Saudi-Arabien

Ein Konsortium aus zwei saudischen und zwölf spanischen Firmen bekamen gestern den Zuschlag zum Bau einer Schnellbahnverbindung zwischen Mekka und Medina. Auf der 444 Kilometer langen Neubaustrecke sollen insgesamt 35 Superzüge des spanischen Typs 102 und 112 mit bis zu 320 Stundenkilometern verkehren. Die Züge werden von Talgo / Bombardier gefertigt. Es besteht noch eine Option über weitere 23 Garnituren. Die Firmen sind sowohl für die dreijährige Konstruktionsphase als auch für den anschließenden Betrieb über zwölf Jahre verantwortlich. Die Gesamtkosten belaufen sich daher auf 6,74 Milliarden Euro.

26.10.2011 — ICE fährt in Ziegenherde

Am vergangenen Samstag fuhr ein ICE bei Burgsinn in eine Ziegenherde. Von den 33 aus einem Gehege ausgebüxten Ziegen kamen 14 Tiere ums Leben. Die etwa 400 Fahrgäste an Bord des Hochgeschwindigkeitszuges blieben unverletzt. Der Zug wurde am Triebkopf leicht beschädigt, konnte aber anschließend die Reisenden noch bis Fulda transportieren.

20.10.2011 — Verbesserte Bilddatenbank

Die Bilddatenbank auf dieser Website wurde modernisiert. Sie gewinnt dadurch vor allem an Übersichtlichkeit und ist leichter zu bedienen. Mittlerweile sind dort rund 850 Fotos von Hochgeschwindigkeitszügen aus aller Welt abrufbar.

Zur Bilddatenbank

19.10.2011 — News werden in Twitter veröffentlicht

Aktuelle Bahnnachrichten werden wie gehabt auf der News-Seite veröffentlicht, als RSS-Feed zum Abonnieren bereitgestellt und gleichzeitig auf Twitter synchronisiert.

11.08.2011 — Geschwindigkeitsbegrenzung für Chinas Superzüge

Nach dem verheerenden Bahnunfall in China vor etwa drei Wochen hat die chinesische Regierung ein Tempolimit auf 200 km/h für alle dortigen Hochgeschwindigkeitszüge angeordnet. Nun müssen neue Fahrpläne erstellt werden, da sich die Reisezeiten erhöhen. Als zusätzliche Maßnahme wurde der Ausbau des Schnellbahnnetzes vorerst gestoppt, mindestens bis die Sicherheitsüberprüfungen abgeschlossen seien.

29.07.2011 — Ergänzungen zur Erörterung über den Vergleich zwischen den Shinkansen-, ICE- und TGV-Systemen

Die Erörterung mit dem Thema: "ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?" habe ich wenige Wochen nach der Veröffentlichung der ersten Fassung um ein paar Fakten ergänzt:

  • Herausragend ist die hohe Laufleistung der ICE-Züge auf Weltrekord-Niveau. So war im Januar 2004 zu lesen, dass eine einzelne ICE-Garnitur zwischen 500.000 und 550.000 Kilometer pro Jahr zurücklegt. Seit 2004 hat sich innerhalb der ICE-Familie der ICE 3 der Serie 403 an die Spitze gesetzt. Jede Garnitur spult in einem Jahr mehr als 550.000 Kilometer ab. Dies bedeutet eine große Herausforderung sowohl für die Technik als auch für die Instandhaltung. (Eisenbahn Revue International 1/2004 Seite 15 "Der Betriebseinsatz des ICE 3 - Fahrleistung im Flottendurchschnitt auf Weltrekordniveau")
  • Im Juni 2005 gab die Deutsche Bahn dem ICE der ersten Generation die besten Noten und ist damit seinen jüngeren Nachfolgern der Versionen 2 und 3 in manchen Punkten voraus: Er ist der wirtschaftlichste Zug, bietet die höchste Verfügbarkeit und die geringste Anfälligkeit für Störungen. (FAZ vom 20.06.2005 "ICE – Dreimal bis zur Sonne")
  • Die deutschen ICE-Lokführer sind für die Schulung von Triebfahrzeugführern im Ausland sehr begehrt. So bildeten sie unter anderem Bahnpersonal in Dänemark, Spanien und Taiwan aus. Es mutet seltsam an, dass in Taiwan neben den Franzosen ausgerechnet ICE-Fahrer auf Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen aus Japan ausbilden. Doch das hat seine Gründe: Die Deutschen gelten in Krisensituationen als besonders belastbar, denn sie kennen sich gut mit stark befahrenen Strecken aus. Sie müssen im dichten Netz der DB auch bei hohen Geschwindigkeiten auf Abzweige, kreuzende Verkehre sowie den Güter- und Regionalverkehr achten. Die Japaner dagegen fahren ausschließlich auf separaten Schnellfahrstrecken ohne Mischverkehr. (Welt Online vom 20.05.2007 "Rasende Missionare auf dem Schienenweg"; Bahn mobil 07/2007 Seite 56 "Als Trainer nach Taiwan")

Weiterhin bemühe ich mich seit einem Monat, an Informationen über die Sicherheitssysteme in ICE-Zügen zu gelangen und habe eine Anfrage über entsprechendes Informationsmaterial an die Deutsche Bahn geschickt. Sobald dieses eintrifft, werden weitere Fakten zum Thema "Sicherheit bei ICE-Zügen" folgen.

Link: "ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?"

24.07.2011 — Auffahrunfall von Hochgeschwindigkeitszügen in China

Nahe der Stadt Wenzhou im Osten Chinas kam es am Samstag, den 23. Juli zu einem tragischen Unfall mit zwei Hochgeschwindigkeitszügen. Laut Medienberichten führte ein Blitzschlag zum Erliegen des einen Zuges auf einer Brücke. Dieser wurde schließlich von einem nachfolgenden Schnellzug der Serie CRH1 gerammt. Zwei Wagen der liegengebliebenen Garnitur des Typs CRH2 entgleisten so heftig, dass sie von der 20 bis 30 Meter hohen Brücke in die Tiefe stürzten. Bei dem Unfall kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, weitere 191 Fahrgäste seien verletzt worden.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ningbo nach Xiamen soll für 250 km/h ausgelegt sein. Bei den beiden Zügen müsste es sich gemäß der Interpretation der Fotos – wie bereits erwähnt – um die Serien CRH1 und CRH2 handeln. Mit welcher Geschwindigkeit der CRH1 den CRH2 gerammt hat, ist jedoch noch nicht bekannt.

Update vom 27.07.2011: Auf der Website von www.railwaygazette.com wird berichtet, dass ein 16-teiliger CRH2E auf einen CRH1B auffuhr, wobei vier von sechs entgleisten Wagen des CRH2E von der Brücke stürzten. Inzwischen kletterte die Zahl der Todesopfer auf 43, mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

02.06.2011 — ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?

Als Betreiber der Website über die schnellsten Züge der Welt lag es mir schon lange am Herzen, das heikle Thema möglichst objektiv zu erörtern. Das fällt auch mir nicht immer leicht, denn über den ICE liegen mir bei weitem mehr Informationen vor als über die TGV- und Shinkansen-Züge. Das schließt dementsprechend auch Berichte über etwaige Mängel ein. Doch kann ich es nicht verstehen, dass sich manche dazu hinreißen lassen, in diversen Foren die Etikette fallen zu lassen, wenn es darum geht, ob der TGV oder der ICE "besser" ist und es schließlich regelrecht religiös-fanatische Dimensionen annimmt. Daher habe ich eine erste Version meiner Erörterung zu diesem Thema ins Netz gestellt.

Um die Objektivität der nachfolgenden Beantwortung des Themas zu unterstreichen, habe ich, wo es möglich ist, Hinweise zu meinen Informationsquellen genannt. Wenn mal meine persönliche Meinung dargestellt wird, weise ich explizit darauf hin.

Jeder ist eingeladen, mit konstruktiver Kritik den Bericht zu verfeinern und ergänzende Informationen einfließen zu lassen. Das ist über das Blogsystem problemlos möglich. Vielen Dank für Eure Beteiligung. Und nun wünsche ich allen Lesern eine spannende Lektüre.

Zur Erörterung: ICE gegen TGV und Shinkansen — Welches Zugsystem ist besser?

Blogeintrag mit Kommentare zu diesem Thema lesen oder Kommentar dazu schreiben

28.05.2011 — Grünes Licht für Maglev

Das Magnetschwebebahn-Projekt "Chuo Shinkansen" ist wieder einen wichtigen Schritt nach Vorne gekommen. Nachdem im Dezember 2010 die Regierung den Weg für weitere Planungen frei machte, gab der japanische Verkehrsminister Akihiro Ohata am 27. Mai 2011 grünes Licht zum Bau der rund 80 Milliarden Euro teuren Verbindung von Tokio nach Osaka. Die Bauarbeiten sollen im April 2014 aufgenommen werden und 2045 komplett abgeschlossen sein. Dabei wird die bereits bestehende und gerade im Ausbau befindliche Teststrecke bei Yamanashi integriert.

Ab 2025 sollen die bis zu 600 km/h schnellen Maglev-Züge der Serie L0 auf einem ersten, 290 Kilometer langen Abschnitt von Tokio nach Nagoya zum Einsatz kommen. Bereits 2010 wurden 14 Vorserien-Maglevs bei der Industrie in Auftrag gegeben. Nach Fertigstellung der gesamten Strecke werden die 550 Kilometer in nur 67 Minuten bewältigt. Das wäre im Vergleich zur bisherigen Rad-/Schiene-Technik eine Fahrzeithalbierung. Sowohl für das Bauvorhaben und die Beschaffung der Züge als auch den regulären Betrieb ist die Bahngesellschaft JR Central verantwortlich.

10.05.2011 — Die Deutsche Bahn bestellt bis zu 300 ICx bei Siemens

Am 9. Mai unterzeichneten die Deutsche Bahn und Siemens Mobility den Kaufvertrag über eine neue Fahrzeuggeneration mit dem Projektnamen "ICx". Insgesamt sollen bis zu 300 Züge für den Fernverkehr beschafft werden. Aus dem Vertrag mit einer Laufzeit bis 2030 ruft die DB sofort 130 Züge ab, weitere 90 Einheiten sind geplant. Das mögliche Auftragsvolumen für die 220 ICx beträgt rund sechs Milliarden Euro, wobei die DB die verbliebenen 80 Züge jederzeit in Auftrag geben kann.

Ab 2016 wird nach und nach die Intercity-Flotte durch die 230 bis 250 Stundenkilometer schnellen Triebwagenzüge ersetzt. Danach soll der ICx auch den ICE 1 und ICE 2 auf das Abstellgleis schicken. Die neuen Hochgeschwindigkeitszüge im ICE-Design haben einen geringeren Luftwiderstand und verbrauchen 30 Prozent weniger Energie als die Vorgängergeneration. Für die Zulassung der Züge ist diesmal der Hersteller Siemens und nicht die DB zuständig. Außerdem sollen die einzelnen Fahrzeuge erst dann komplett bezahlt werden, wenn sie auch hundertprozentig funktionieren.

07.01.2011 — Vereiste Oberleitung abtauen?

Die Deutsche Bahn hatte Probleme mit vereisten Oberleitungen. "Vier ICE und ein IC mit insgesamt rund 700 Passagieren blieben [...] zwischen Wolfsburg und Stendal liegen", so ein Spiegel-Artikel. Die Franzosen haben zumindest für die Neubaustrecke "Paris – Lyon" gegen vereiste Oberleitungen folgende Lösung gefunden: Diese kann "durch einen kontrollierten Kurzschluss aufgeheizt werden, wodurch Raureif und Eis abschmelzen", so in einem Fachbuch zu lesen. Meine Frage: Ist das Abtauen von Oberleitungen auf deutschen Neubaustrecken ebenso möglich? Ich freue mich auf eure Antworten.

Zum Blogartikel auf werske.de mit Kommentarfunktion

Vielen Dank!

23.12.2010 — ETCS für ICE-T und ICE 3

Die Deutsche Bahn lässt von Alstom 71 ICE-T und 50 ICE 3 mit dem ETCS-Zugsicherungssystem ATLAS ausrüsten. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro. Alstom fertigt die Komponenten in Charleroi und Villeurbanne, eingebaut werden sie in Hagen, Krefeld und Nürnberg. Die ersten 17 mit ETCS ausstaffierten ICEs sollen ab Dezember 2012 in Österreich unter anderem auf der Neubaustrecke "Wien – St. Pölten" rollen, wo bereits ETCS Level 2 installiert ist. Drei Jahre später wird das Zugsicherungssystem auf der Schnellbahnstrecke von Erfurt nach Halle / Leipzig zum Einsatz kommen. Danach geht ETCS auch in der Schweiz an den Start. Schon heute haben 17 ICE-3-Züge, die nach Brüssel und Paris fahren, das European Train Control System eingebaut.

News auf railwaygazette.com

Alstom rüstet 449 ÖBB-Fahrzeuge mit dem ETCS-Zugsicherungssystem ATLAS aus

21.12.2010 — In Spanien entsteht ein Superzug-Testring für 450 km/h

Ab 2011 soll in Spanien ein Eisenbahn-Testring entstehen. Der Gleisring in 1435 mm Spurweite wird einen Umfang von 55 Kilometern haben. Darauf sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 450 km/h möglich. Es wird noch zwei Innenringe geben, mit 1668 mm Spurweite und ein Normalspurgleis für Geschwindigkeiten bis 220 km/h. Weitere 5 Kilometer Gleis sind für Tests mit Metro- und anderen Nahverkehrszügen gedacht. Das bezuschusste Projekt kostet um die 344 Millionen Euro und soll 7000 Arbeitsplätze schaffen.

18.12.2010 — Die Bilddatenbank ist online

Ab sofort ist die Bilddatenbank online. Nach mehr als einem dreiviertel Jahr Vorbereitungszeit können nun ganz einfach und gezielt alle Fotos, die auf dieser Website Verwendung finden, abgerufen werden. Dabei kann man nach verschiedenen Kriterien suchen: nach Land, Zugtyp und einer weiteren Suchauswahl. So ist es beispielsweise mit ein paar Klicks möglich, alle Außenaufnahmen vom Thalys PBKA in Deutschland anzeigen zu lassen. Außerdem gibt es noch eine für das iPhone und andere mobile Endgeräte optimierte Version. Hier die Links:

Desktop-Version

Version für mobile Endgeräte mit kleinem Display

17.12.2010 — Neubaustrecke "Madrid - Valencia" geht in Betrieb

Spanien hat eine neue Schnellbahntrasse, die offiziell am 15. Dezember eröffnet wurde. Es handelte sich um den Teilabschnitt „Madrid – Cuenca bzw. Albacete“ der Neubaustrecke „Madrid – Valencia“. Die Einweihung des restlichen Abschnitts von Cuenca nach Valencia wird am 18. Dezember folgen. Zum Fahrplanwechsel am 19. Dezember werden die ersten AVE-Superzüge auf der insgesamt 438 Kilometer langen Trasse mit bis zu 330 km/h verkehren. Für den 383 Kilometer langen Hauptstrang von Madrid nach Valencia benötigen die AVE ohne Zwischenhalte nur noch 1 Stunde 35 Minuten. Täglich sollen zwischen 13 und 17 Züge die neuen Gleise nutzen.

16.12.2010 — Marokko bestellt 14 TGV-Duplex bei Alstom

ONCF und Alstom unterzeichneten am 10.12.2010 einen Vertrag über die Lieferung von 14 Hochgeschwindigkeitszügen für Marokko. Es handelt sich dabei um achtteilige TGV-Duplex-Einheiten für 320 km/h, die im Dezember 2015 zwischen Tanger und Casablanca verkehren sollen. Dafür entsteht eine vorerst 200 Kilometer lange Schnellbahnstrecke zwischen Tanger und Kenitra, die mit 25 kV / 50 Hz betrieben wird und auf der die TGV-Züge 320 km/h erreichen. Von Kenitra bis Casablanca wird das 3 kV Gleichstrom führende Bestandsnetz genutzt, auf dem Geschwindigkeiten zwischen 160 km/h und 220 km/h möglich sind. Die Reisezeiten zwischen Tanger und Casablanca verringern sich ab Ende 2015 von gegenwärtig 4 Stunden 45 Minuten auf 2 Stunden 10 Minuten. Das Passagieraufkommen soll damit von aktuell 4 Millionen auf 10 Millionen Fahrgäste ansteigen. Die 14 Züge werden hauptsächlich in Frankreich gebaut. Aber auch Werke in Belgien, Italien und Kanada sind mit daran beteiligt.

Link zur Pressemitteilung von Alstom

07.12.2010 — TGV-Züge fahren in Kürze bis Figueres

Ab dem 19. Dezember 2010 sollen täglich zwei TGV-Züge bis nach Figueres verkehren. Für die Distanz von Paris bis dorthin sollen die Doppelstock-TGVs nur 5 Stunden 28 Minuten benötigen. Seit dem 23. November können bereits Fahrkarten gekauft werden. Laut Werbung der SNCF in Spanien soll das Ticket nur 53 Euro kosten.

Foto vom TGV-Duplex bei Testfahrten im neuen Bahnhof "Alt Empordá" in Figueres

06.12.2010 — Aktuelle Winteraufnahmen von ICE-Zügen

Angesichts der herrlichen weißen Pracht lockte es mich am letzten Samstag an die Neubaustrecke "Hannover - Würzburg", um ein paar Winteraufnahmen mit ICE-Zügen anzufertigen. An der Leinachtalbrücke entstanden insgesamt mehr als 40 Aufnahmen, die es in eine Bildergalerie geschafft haben. Les voilà:

Herrliche Winterbilder von ICE-Zügen auf der Neubaustrecke "Hannover - Würzburg" bei Leinach.

02.12.2010 — ICE rammt Lkw

Auf dem Weg zur Ostseeinsel Fehmarn stieß gestern ein ICE-TD mit einem Lkw zusammen. Der Unfall ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Heringsdorf. Der Fahrer des Lastwagens verstarb noch am Unfallort.

Foto vom verunfallten ICE-TD auf de.msn.com

26.10.2010 — Schnellster Serienzug fährt in China

Seit dem 26. Oktober 2010 fährt der schnellste Serienzug der Welt in China. Dieser Zugtyp der Serie 380A ist eine chinesische Eigenentwicklung und verkehrt auf dem ersten, 200 Kilometer langen Abschnitt der künftigen Schnellbahnstrecke von Peking nach Shanghai. Im Plandienst erreicht der CRH380 eine Spitzengeschwindigkeit von 420 km/h.

07.10.2010 — Die ET 403-Züge wurden verkauft

Die ET 403 sind von der PEG verkauft worden: zwei komplette Einheiten an einen Händler und einer ging an das DB Museum in Nürnberg. Sie sind damit der Verschrottung entgangen.

07.10.2010 — ICE 3 wird Evakuierungsübung im Eurotunnel absolvieren

Am Wochenende des 16. Und 17. Oktober rollt zum ersten Mal ein ICE durch den Eurotunnel. Dabei wird er von einer Lok durch den Tunnel geschoben bzw. gezogen, da er bisher noch keine Betriebsgenehmigung von Eurotunnel bekommen hat. Geplant ist eine Evakuierungsübung unter dem Ärmelkanal, um nachzuweisen, dass der ICE 3 alle Sicherheitsauflagen für die Tunnelfahrt erfüllt. Nach der Übung soll am 19. Oktober eine Präsentation des ICE 3M im Londoner Bahnhof St. Pancras erfolgen.

19.08.2010 — ICE prallt gegen Müllwagen

Beim Zusammenstoß eines ICE 3 mit einem Müllauto sind im Pfälzerwald 15 Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Bei einem Ausweichmanöver stürzte das Abfallfahrzeug von einem schmalen Weg über der Bahnstrecke direkt neben die Gleise. Der ICE 9556 von Frankfurt nach Paris prallte trotz einer Vollbremsung mit dem Müllwagen zusammen. Dabei wurde der Triebwagen auf seiner kompletten Länge aufgeschlitzt.

22.07.2010 — Website-Version für Smartphones

Diese Website steht nun auch in einer Version für Smartphones zur Verfügung. Verkürzte Ladezeiten und eine bessere Lesbarkeit sind die Hauptvorteile. Die Einstiegsadresse ist: http://www.superzuege.de/mobil

11.07.2010 — Klimaanlagen im ICE ausgefallen - Fahrgäste brechen zusammen

Am Samstag, den 10. Juli fielen in einem ICE von Berlin nach Bielefeld die Klimaanlagen aus. Die Temperaturen seien auf mehr als 50 Grad Celsius angestiegen. Einige Fahrgäste, darunter Schüler, die auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt waren, lagen dehydriert in den Gängen. Eine Frau versuchte, während der Fahrt eine Fensterscheibe einzuschlagen, um an Frischluft zu gelangen. Im Bahnhof Bielefeld standen etwa 90 Rettungskräfte bereit. 44 Fahrgäste, davon 27 Schüler, mussten medizinisch versorgt werden; neun von ihnen kamen ins Krankenhaus.

03.07.2010 — ETR 610 der Cisalpino AG in Würzburg gesichtet

Bereits am 29. Juni hatte ich zufällig vom Bus aus einen ETR 610 bei Würzburg vorbeifahren sehen, konnte jedoch kein Foto von dem Testzug machen. Gestern sah ich ihn wieder zwischen zwei Lokomotiven mit Dummy-Wagen vorbeifahren. Diesmal hatte ich jedoch Glück, denn er hatte eine dreiviertel Stunde Aufenthalt im Würzburger Hauptbahnhof. So nutzte ich die Gelegenheit, ein paar Fotos und ein kurzes Video mit meinem Handy aufzunehmen.

25.06.2010 — Spanischer Hochgeschwindigkeitszug fährt in Menschenmenge - 13 Tote zu beklagen

Zu einem tragischen Unfall mit einem ETR 490 kam es am späten Abend des 23. Juni 2010 auf der Relation Alicante — Barcelona. Bei Castelldefels überquerten im Bahnhofsbereich mehr als 30 vor allem junge Menschen die Gleise, um zu einer Feier am Strand zu kommen. Trotz Hupsignale und einer Vollbremsung erfasste der Hochgeschwindigkeitszug die Menge. 13 Menschen kamen ums Leben, einige weitere wurden teils schwer verletzt. Angeblich war die Unterführung zum Strand überfüllt, weswegen sie sich leichtsinnigerweise für die Querung der Gleise entschlossen hatten.

30.05.2010 — AGV-Testfahrten in Italien

Mit dem siebenteiligen AGV-Prototyp werden zurzeit Versuche auf dem italienischen Streckennetz zwischen Rom und Florenz (Firenze) unternommen. Bis Juli diesen Jahres sollen 60.000 Kilometer zurückgelegt und maximal 335 km/h erreicht werden. Die Zulassung ist für Mitte 2011 angepeilt. Parallel zu den Testfahrten entstehen in den Alstom-Werken in Frankreich und Italien die 25 Serienzüge. Der erste Serienzug könnte bereits ab Herbst 2010 mit dem Zulassungsverfahren beginnen. Ab 2011 möchte der private Betreiber NTV (Nuovo Trasporto Viaggiatori) der FS (Ferrovie dello Stato) zwischen Rom und Neapel (Napoli) auf der Schiene Konkurrenz machen.

19.04.2010 — ICE 3 verliert bei voller Fahrt eine Türe

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Frankfurt am Main — Köln" riss bei hoher Geschwindigkeit eine Tür vom Zug ab. Sie traf das Bordbistro eines entgegen kommenden ICE. Mit sechs Leichtverletzten, die von Glassplittern getroffen wurden bzw. einen Schock erlitten, lief der Unfall noch relativ glimpflich ab. Warum sich die Türe plötzlich löste, sei noch völlig unklar. Die abgerissene Türe wurde in einem Tunnel wiedergefunden. Die Ermittlungen zur Klärung der Ursache des Vorfalls seinen angelaufen.

16.04.2010 — Aktuelle Nachrichten und Infos zu Superzügen als RSS-Feed

Ab sofort gibt es aktuelle Nachrichten rund um das Thema Hochgeschwindigkeitszüge sowie Infos zu Websiteaktualisierungen als RSS-Newsfeed zum Abonnieren. Sie können jeden Feedreader nehmen, der Nachrichten der Version 2 verarbeiten kann.

12.04.2010 — Französische Staatsbahn meldet versehentlich Zugkatastrophe

Bei einer Notfallübung hat die französische Staatsbahn SNCF durch eine versehentlich veröffentlichte Katastrophenmeldung für Aufregung gesorgt. Auf ihrer Website teilte die SNCF mit, es habe sich eine Explosion an Bord eines TGV-Hochgeschwindigkeitszuges unweit der zentralfranzösischen Stadt Mâcon ereignet. "Erste Schätzungen der Feuerwehr gehen von 102 Toten und 380 Verletzten aus", hieß es. Ein Sprecher stellte später klar, es habe sich lediglich um eine Übung gehandelt. Die Mitteilung sei durch einen Fehler in den öffentlichen Bereich der SNCF-Website gestellt worden.

11.04.2010 — Details zum Website-Umbau

Zum Sommer 2010 wird diese Website fertig runderneuert sein. Der größte Unterschied zur Vorversion ist die Technik. Der Text ist dann nicht mehr in HTML-Dokumenten enthalten, sondern wird in einer MySQL-Datenbank vorgehalten. Mit PHP fließt der Text in ein HTML-Gerüst. Mit CSS wird das Layout gebildet. Dies bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Der Code wird schlanker
  • Der Wegfall der Frames und des Spaghetti-Codes optimiert die Seiten für Suchmaschinen
  • Die Statistiken sind leichter auswertbar
  • Der Content ist leichter zu pflegen
  • Viele Funktionen sind automatisierbar (z.B. Tabelle mit Geschwindigkeitsrekorden, Vergleich der technischen Daten verschiedener Züge, News und Aktualisierungen werden automatisch auf der Startseite angezeigt)

Darüber hinaus erstelle ich alle Vorschaubilder neu. Statt 180 x 110 Pixel sind sie künftig 250 x 165 Pixel groß. Die Website ist damit für eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024 x 768 Pixel optimiert. Gerne freue ich mich über Lob oder konstruktive Kritik.

03.04.2010 — Die Website wird komplett umgebaut

Ein Jahr nach dem Schließen der Website habe ich mich dazu entschlossen, die Website über die schnellsten Züge der Welt wieder zu reaktivieren. Damit einher geht ein kompletter Umbau der Struktur und das Einsetzen modernster Web-Technologien wie PHP und MySQL. Content und Code wird so gut es geht getrennt. Die Vorschaubilder werden zukünftig größer dargestellt. Der Inhalt wird dem Relaunch Stück für Stück aktualisiert.

18.04.2009 — USA soll in Superzüge investieren

US-Präsident Barack Obama möchte mehr Verkehr auf die Schiene verlagern. Die Straßen und Flughäfen seien längst an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen. Zudem möchte man nicht mehr so stark von den Treibstoffpreisen abhängig sein. Rund neun Milliarden Dollar sollen in den nächsten Jahren für den Aufbau eines Schnellbahnsystems bereitgestellt werden. Von geplanten zehn Strecken seien bereits folgende sechs Routen genehmigt:

  • San Diego - Los Angeles - Sacramento - San Francisco
  • Eugene - Portland - Tacoma - Seattle - Vancouver
  • Chicago und Umgebung
  • Boston - Portland - Montreal
  • Philadelphia - Harrisburg - Pittsburgh
  • Washington - Atlanta / Savannah

Die bisher einzigen Hochgeschwindigkeitszüge in den USA rollen zwischen Boston über New York nach Washington DC. Die lediglich 20 Garnituren erreichen dort bis zu 240 km/h.

14.12.2008 — Website wurde ausgezeichnet

Dieser Webauftritt "www.hochgeschwindigkeitszuege.com" wurde diese Woche in der Qualitätssuchmaschine erfolgreich-suchen.de als eine der besten deutschen Web-Seiten veröffentlicht.

11.12.2008 — Transrapid-Versuchsanlage soll stillgelegt werden

Nach aktuellen Planungen soll der Betrieb auf der Transrapid-Versuchsanlage im Emsland zum 30. Juni 2009 eingestellt werden. Die Unternehmen Siemens und ThyssenKrupp halten die Transrapid-Technik für ausgereift, sodass keine weiteren Testfahrten nötig sind. Leider ist zurzeit kein weiteres kommerzielles Einsatzfeld der Magnetschwebebahn in Sicht.

10.12.2008 — RSS Newsfeed abonnieren

Seit heute biete ich meinen Besuchern die Möglichkeit, aktuelle Nachrichten als Newsfeed zu abonnieren. Natürlich verpflichtet es mich als Website-Betreiber, entsprechend regelmäßig über Neuerungen im Schienenschnellverkehr zu berichten. Da ich noch nicht für kurze Intervalle garantieren möchte, läuft der Service bis März 2009 als Betaversion.

01.11.2008 — Achsprobleme an ICE-Zügen

Seit Juli 2008 machen der Deutschen Bahn die Radsätze Sorgen. Am 9. Juli entgleiste ein ICE der dritten Generation im Kölner Bahnhofsbereich. Eine defekte Radsatzwelle war die Ursache des glücklicherweise glimpflich ausgegangen Unfalls. Daraufhin wurden alle 61 ICE-3-Züge zur Ultraschall-Überprüfung eingezogen. Dabei seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Trotzdem wurden die Wartungsintervalle von 300.000 gefahrenen Kilometern auf 60.000 bzw. 120.000 Kilometer verkürzt. Die Suche nach der Ursache des Achsbruchs ging jedoch weiter.

Anfang Oktober 2008 wurde bei einer routinemäßigen Ultraschall-Untersuchung der Radsätze an einem ICE mit Neigetechnik ein etwa zwei Millimeter tiefer Riss in der Achse entdeckt. Seit dem 13. Oktober gelten deshalb für einen Teil der Achsen verkürzte Wartungsintervalle. Achsen aus bestimmten Stahl-Legierungen müssen jetzt alle 30.000 Kilometer mit Ultraschall überprüft werden. Der Hersteller schreibt ein Intervall von 480 000 Kilometern vor. Betroffen sind 130 ICE-3- bzw. ICE-T-Züge. Jeder Zug muss daher vorerst alle drei Wochen zur Prüfung. Da nicht genügend Prüfgeräte zur Verfügung stehen, fielen viele ICEs aus. Die Bahn rechnet daher noch bis Weihnachten mit Störungen im Bahnbetrieb.

Ende Oktober entdeckten Techniker eine weitere auffällige Achse unter einem Neige-ICE. Diese weise einen Millimeter tiefen Riss auf. Nun verlange die Bahn von Siemens als führenden ICE-Hersteller eine verbindliche Festlegung auf die künftigen Wartungsintervalle der Achsen.

26.10.2008 — Die ET 403 - Schnelltriebwagen werden verschrottet

Die ET 403 werden nun endgültig alle verschrottet. Derzeit haben Sie aber noch eine "Gnadenfrist", weil die Kapazitäten für die Verschrottung der Züge fehlen. Eine Aufarbeitung selbst für eine Garnitur mit Teilen aus allen Zügen lohnt sich finanziell leider nicht mehr.

27.04.2008 — ICE-Unglück im Landrückentunnel

Ein ICE der ersten Generation fuhr am Samstag Abend auf dem Weg von Hamburg nach München in der Nähe von Fulda in eine Schafherde. Diese hielt sich im Gleisbereich am Nordportal des rund 10 Kilometer langen Landrückentunnel auf. Nach etwa drei Kilometern kam der ICE 885 im Tunnel zum Stehen. Durch die Wucht des Aufpralls entgleiste der Hochgeschwindigkeitszug. Drei Schwerverletze und 20 Leichtverletzte sind bisherigen Angaben zufolge zu beklagen. Der Landrückentunnel wird wohl noch einige Tage lang gesperrt bleiben – die Schäden seien beträchtlich.

28.03.2008 — Müchener Transrapid scheitert

Wegen einer unerwarteten Kostenexplosion ist der Bau des Münchner Transrapids geplatzt. Ein halbes Jahr nach dem Abschluss einer Realisierungsvereinbarung wurde die Planung für die 40 Kilometer lange Strecke zwischen Hauptbahnhof und Flughafen am 27. März gestoppt. Die Industrie hatte ihre Kostenkalkulation zuvor überraschend von 1,85 auf 3,4 Milliarden Euro fast verdoppelt. Da in absehbarer Zeit an keinen kommerziellen Transrapidbetrieb in Deutschland zu denken ist, hofft man weiterhin auf Exporterfolge. Die niedersächsische Landesregierung hat sich außerdem für den Erhalt der Transrapid-Teststrecke Lathen im Emsland ausgesprochen. Sie wird nun mehr denn je benötigt, um das Know-how in Deutschland zu halten und den Transrapid weiter zu entwickeln. Eine neue Generation der Magnetschwebebahn, der Transrapid 09, wird derzeit für den Betrieb vorbereitet.

05.02.2008 — AGV der Öffentlichkeit vorgestellt

Anfang Februar 2008 erblickte ein kompletter Zug im Alstom-Werk La Rochelle das Licht der Welt. Dieser Zug mit neuartigen, leistungsfähigen Motoren und einer Höchstgeschwindigkeit im Plandienst von 360 km/h ist nun als Triebwagenzug ausgeführt und damit ein Novum für TGV-Züge. Weitere Informationen finden Sie im Artikel zum AGV in Frankreich.

12.01.2008 — Mordversuch an Schaffnerin

Am Morgen des 7. Januar stach ein 29-jähriger Pole bei der Fahrkartenkontrolle auf eine Zugbegleiterin ein. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen am Bauch. Der ICE musste zwischen Hamburg und Hannover bei Uelzen halten und die 46-jährige Zugbegleiterin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der bereits wegen Gewalttaten bekannte Täter wurde von der Bundespolizei festgenommen.

12.01.2008 — www.hochgeschwindigkeitszuege.com im Jahr 2008

Zum Jahreswechsel macht man sich vermehrt Gedanken, was das Jahr 2008 wohl bringen wird. Neue Vorsätze werden gefasst, auch in Bezug auf meine Website über die schnellen Züge. Aus chronischem Zeitmangel im Jahr 2007 gab es hier nur sporadische Ergänzungen und News. Zuerst wollte ich die Website ab 2008 vom Netz nehmen, doch viele Besucher schlugen vor, die Website wenigstens auf dem Stand von 2007 online zu lassen. Das werde ich für die nächsten paar Jahre auch so machen, wobei es ab und zu schon noch ein paar kurze Aktualisierungen geben soll.

06.12.2007 — TGV für Marokko

Anlässlich eines Besuchs des französischen Präsidenten Sarkozy in Marokko wurde Ende Oktober ein Vertrag zum Bau einer TGV-Schnellzugverbindung von Tanger nach Marrakesch unterzeichnet. Diese rund 500 Kilometer lange Strecke soll im Jahr 2015 komplett fertig gestellt sein. Das erste, etwa 200 Kilometer lange Teilstück zwischen Tanger und Kenitra wird aller Voraussicht nach bereits 2013 fahrplanmäßig genutzt. Die französische Staatsbahn SNCF wird die Bau- und technische Leitung übernehmen. Als Rollmaterial dienen dann 320 km/h schnelle, bei Alstom gefertigte TGV-Duplex-Hochgeschwindigkeitszüge.

13.11.2007 — Hoher Schienenverschleiß bei NBS "Frankfurt – Köln"

Entlang der viel befahrenen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Frankfurt am Main nach Köln müssen in den nächsten zwei Jahren fast alle Schienenstränge vorzeitig erneuert werden. Der Schienenaustausch soll zwischen 60 und 80 Millionen Euro kosten.

14.04.2007 — TGV zu Pfingsten in Stuttgart

Vom 26. bis 28. Mai wird sich aller Voraussicht nach der TGV der dortigen Öffentlichkeit präsentieren. Im Hauptbahnhof kann dann der schnellste Zug der Welt erkundet werden. Die großen Eröffnungsfeste finden hingegen am 9. und 10. Juni statt. Das große zentrale Fest wird in Straßburg veranstaltet.

03.04.2007 — Offizieller TGV Weltrekord: 574,8 km/h

Detaillierte Informationen, die in kurzen Abständen aktualisiert und erweitert werden, sind in einem Bericht zusammengefasst.

24.02.2007 — Zugunglück in England

Im Geburtsland der Eisenbahn ereignete sich am Abend des 23. Februar ein tragischer Unfall mit einem Pendolino-Hochgeschwindigkeitszug. Dieser entgleiste im Nordwesten Englands bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h und ein Teil des Zuges stürzte eine Böschung hinunter. Ein Fahrgast kam ums Leben, mehrere kamen schwerverletzt ins Krankenhaus.

14.02.2007 — TGV stellt inoffiziellen Weltrekord auf

Nach mehr als 16 Jahren brach am Mittwoch, den 14. Februar ein modifizierter TGV den bisherigen Weltrekord der Schiene. Am 18. Mai 1990 erreichte eine verkürzte TGV-Atlantique - Einheit 515,3 km/h. Heute raste ein TGV mit drei Doppelstockwagen mit bis zu 553 km/h über die Neubaustrecke "Paris – Straßburg". Offiziell ist der Rekord jedoch nicht, da kein Notar zugegen war, weswegen Hersteller Alstom und die Staatsbahn SNCF die Geschwindigkeit nicht bestätigten. Der offizielle Weltrekord ist für die erste Aprilwoche geplant. Das anvisierte Ziel sind rund 560 Stundenkilometer. Interessanter Link mit zwei Fotos des Versuchszuges: www.bahnforum.info

07.01.2007 — Erste Testfahrten auf LGV-Est

Seit dem 13. November 2006 ist ein 210 Kilometer langes Teilstück der Neubaustrecke des TGV-Est zwischen Château-Thierry und la Vallée de la Moselle für Versuchsfahrten freigegeben. Ein TGV mit Messgeräten prüft seitdem mehrmals am Tag auf einem kurzen Abschnitt die Gleisqualität, die Oberleitung, das Signalsystem sowie die bordeigenen Geräte. Im Januar darf auch ein ICE auf der Strecke Hochtastfahrten absolvieren.

07.01.2007 — Lötschberg-Basistunnel: großes Eröffnungsfest

Am Samstag, den 16. Juni 2007 findet das große Eröffnungsfest für die Öffentlichkeit statt. Bereits ab April/Mai 2007 kann man an allen Bahnhöfen Spezialtickets erhalten, um unter den Ersten zu sein, die durch den Tunnel fahren. Die Fahrt führt zudem auch über die alte Bergstrecke. Weitere Informationen sind auf der Website http://www.blsalptransit.ch zu finden.

25.12.2006 — Neuer Weltrekord mit TGV geplant

Im April 2007 möchte der Hersteller Alstom zusammen mit der SNCF mit einem TGV (wahrscheinlich TGV-Est) auf der neuen Schnellbahntrasse zwischen Paris und Deutschland einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge aufstellen. Der speziell preparierte Zug soll mindestens 540 km/h erreichen. Der bisherige Rekord auf der Schiene liegt bei 515,3 km/h, den ein TGV-Atlantique am 18. Mai 1990 aufstellte.

14.10.2006 — Verspätungsanzeige für Züge in Italien

Auf der Website http://www.viaggiatreno.it kann man die Verspätungen der einzelnen Züge in Echtzeit anzeigen lassen. Es wird das komplette Streckennetz angezeigt. Durch Klick auf eine Verbindungsstrecke zwischen zwei Orten werden die Züge angezeigt, die gerade dort unterwegs sind und ob sie pünktlich sind oder Verspätung haben. Leider ist die Website nur in italienischer Sprache verfügbar.

08.09.2006 — Taurus ist schnellste Lok der Welt

Am 2. September 2006 erreichte eine Siemens-Elektrolokomotive der Baureihe 1216-050-5 auf der Neubaustrecke "Nürnberg-Ingolstadt" eine Geschwindigkeit von 357 km/h. Sie ist damit die schnellste Elektrolok der Welt. Den bisherigen Rekord hielten 51 Jahre lang die Franzosen mit der Elektrolok BB 9004. Damals erreichte ein speziell präparierter Kurzzug zwischen Bordeaux und Dax 331 km/h. Die damalige Testfahrt beschädigte allerdings die Gleise erheblich. Die Taurus-Lok mit Messwagen war jedoch nicht getunt und hinterließ auch keine Schäden an den Gleisen.

13.08.2006 — Feuer im chinesischen Transrapid

Im August 2006 fing ein Transrapid Feuer, bei dem glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren. Kurz nach dem Verlassen der Station Longyang in Richtung Flughafen entwickelte sich im zweiten Wagen Rauch. Nach 500 Metern habe der Zug gestoppt und die Feuerwehr brachte die Passagiere in Sicherheit. Die Ursache ist noch unklar.

13.08.2006 — Feuer im chinesischen Transrapid

Nach dem Terroralarm in London und der Sperrung des Londoner Flughafens "Heathrow" suchten sich die Reisenden nach Alternativen, um auszureisen. Allein am Donnerstag-Vormittag verkaufte Eurostar allein innerhalb kürzester Zeit 2300 Fahrkarten. Alle Eurostar-Züge verkehrten an diesem Tag normal.

10.05.2006 — Inbetriebnahme der NBS "Ingolstadt – Nürnberg"

Nach fast 12 Jahren Bauzeit wird am Samstag, 13. Mai die neue Schnellbahntrasse in Betrieb gehen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der 89 Kilometer langen Neubaustrecke liegt bei 300 km/h. Weitere 82 Kilometer sind es von Ingolstadt nach München, auf denen die ICE-Züge nur mit bis zu 160 km/h verkehren dürfen. Die Fahrzeit von Nürnberg nach München verringert sich von 105 Minuten auf 78 Minuten, ab Ende des Jahres sollen die Fahrgäste in nur noch einer guten Stunde zwischen den beiden Städten pendeln können. Mit 3,6 Milliarden Euro war die ICE-Strecke fast doppelt so teuer wie geplant. Am 28. Mai soll die neue Trasse offiziell in Betrieb genommen und zum 10. Dezember 2006 ins bundesweite Fernverkehrsnetz eingegliedert werden. Außerdem möchte die Bahn den ICE dann zwischen München und Nürnberg im Halbstundentakt einsetzen.

16.04.2006 — Inbetriebnahme der NBS "Ingolstadt – Nürnberg"

In der Nacht von Samstag auf Sonntag durchbrach ein betrunkener Autofahrer bei Darmstadt die Absperrung zur Bahntrasse und kam auf den Gleisen zum Stehen. Anwohner brachten ihn dazu, rechtzeitig auszusteigen. Kurze Zeit später rammte ein ICE der ersten Generation mit etwa 160 km/h den Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls explodierte das Auto. Der Triebkopf des ICE sprang aus den Gleisen und fuhr im Gleisbett noch etwa einen Kilometer weiter. Personenschaden war glücklicherweise keiner zu beklagen, aber der materielle Schaden beläuft sich auf etwa zwei Millionen Euro.

15.04.2006 — DB möchte ins Thalys-Geschäft einsteigen

Die Deutsche Bahn ließ im April 2006 verlauten, dass sie ins Thalys-Geschäft einsteigen möchte. Zurzeit besitzt die französische Staatsbahn SNCF 70 Prozent der Anteile an Thalys International, Belgien 30 Prozent. Im Rahmen des Ausbaus der Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Paris und Deutschland sowie im Hinblick auf die engere Abstimmung der europäischen Bahnen gehe Frankreich von einer Beteiligung der DB aus.

13.04.2006 — Brand am Cisalpino-Zug

Am Dienstag, den 11. April blieb ein Cisalpino-Neigezug kurz vor 20 Uhr im 9,4 Kilometer langen Zimmerbergtunnel rund vier Kilometer vor dem Tunnelausgang zum Stehen. Grund für die Triebfahrzeugstörung war ein Brand im Bereich des zweitletzten Wagens. Wegen der Rauchentwicklung mussten die rund 120 Reisenden über die Notausstiege des Tunnels evakuiert werden. Drei Fahrgäste kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der erst 2003 eröffnete Tunnel, der die aktuellen Sicherheitsauflagen erfüllt, konnte nach eingehender Kontrolle in der Nacht am nächsten Morgen wieder in Betrieb genommen werden.

11.03.2006 — Keine ausländische Beteiligung an Chinas Superbahn

Alle Bahnhersteller mit Rang und Namen machten sich Hoffnung, die Superzüge und die Schnellstrecke für die 1300 Kilometer lange Verbindung zwischen Peking und Shanghai herstellen zu können. Der chinesische Bahnminister Liu Zhijun zerschlug jedoch während der jährlichen Sitzung des chinesischen Volkskongresses ihre Pläne: "Die Hochgeschwindigkeitsstrecke wird einzig auf unserer eigenen Technik beruhen". Das 20 Milliarden Euro teure Projekt soll möglichst bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking, spätestens aber zur Expo 2010 in Schanghai fertig sein. Hochgeschwindigkeitszüge sollen die Fahrtzeit zwischen den Millionenstädten von derzeit 13 auf fünf Stunden verkürzen.

09.03.2006 — Neues ICE-Werk in Leipzig

Leipzig ist inzwischen zu einem wichtigen ICE-Knotenpunkt herangewachsen, sodass dort für rund 25 Millionen Euro bis 2010 ein neues ICE-Betriebswerk entstehen soll. Es wird neben Berlin das zweite Werk in Ostdeutschland sein. Allerdings wird die etwa 200 Meter lange Halle nur zwei Gleise beherbergen.

04.03.2006 — Neue Fastech 360S-Versuchsfahrten

In den Frühstunden des ersten März erreichte der neue Versuchszug der JR East auf der Tohoku-Linie zwischen Sendai und Kitakami 368 km/h. Die Laufruhe und der Lärmpegel entsprechen bei diesem Zug bei 360 km/h der des E2 bei 275 km/h. Die Tests sollen noch bis 2007 andauern (Quelle: Website "byun byun shinkansen").

03.03.2006 — TGV-Rhin-Rhône kommt

Dienstag, der 28. Februar 2006 war für das Projekt "TGV-Rhein-Rhone" ein wichtiger Tag: Der französische Verkehrsminister Dominique Perben und Vertreter der beteiligten Regionen unterzeichneten in Paris eine Erklärung zur gemeinsamen Finanzierung des 2,5 Milliarden-Euro-Projekts. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll zwischen Petit Croix bei Belfort und Auxonne westlich von Besançon verlaufen. Die Bauarbeiten an der 145 Kilometer langen Trasse sollen Mitte des Jahres beginnen und bis 2011 andauern. Dann wird man mit dem TGV die Strecke von Straßburg nach Lyon in drei Stunden zurücklegen können. Auch Deutschland wird dann vom TGV profitieren. Dauert heute die Fahrt mit dem Zug von Frankfurt am Main bis Lyon noch siebeneinhalb Stunden, soll es Anfang des nächsten Jahrzehnts nur noch fünfeinviertel Stunden schnell gehen. Ein weiteres Teilstück zwischen Dijon und Lyon ist zwar in Planung, aber der Baubeginn nach wie vor offen.

25.02.2006 — Transrapid-Technologieklau in China?

Mitte Februar berichteten die Medien, dass China selbst eine Magnetschwebebahn entwickeln will. Die chinesische Magnetbahn mit dem Namen Zhui Feng ("Jagt den Wind") soll eine Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern erreichen. Sie wäre damit so schnell wie der Transrapid. Im April soll der erste Zug fertiggestellt sein und erste Testläufe absolvieren. Dafür möchte man eine relativ kurze Teststrecke von 1,5 Kilometern Länge auf dem Gelände der Tongji-Universität in Schanghai nutzen. Auf ihr seien nur maximal 100 km/h möglich. Verständlicherweise warf man China vor, den deutschen Transrapid abzukupfern. Die Ingenieure wiesen allerdings die Vorwürfe zurück. Der Entwicklungsstand sei nicht vergleichbar mit dem deutschen Transrapid. Sie hätten keine deutschen Materialien oder Pläne verwendet und auch nichts vom Schanghaier Transrapid genommen.

29.01.2006 — Lange ICE-T ersetzen Cisalpini

Ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2006 werden auf der Strecke Zürich-Schaffhausen-Stuttgart im Zweistundentakt ICE-T-Züge verkehren. Die Pendolino-Züge der Baureihe ETR 470 entfallen damit auf dieser Relation komplett. Als Grund wird die ständige Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit der italienischen Neigezüge angegeben. Die ICE-T-Züge sollen zur Steigerung der Sitzplatzkapazität verlängert werden.

24.12.2005 — WLAN im ICE

Seit dem 20. Dezember bietet die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit mit T-Mobile einen drahtlosen Internet-Zugang an. Sieben ICE3-Kompositionen sind bisher mit der Technik ausgestattet worden und tragen das T-Mobile-Logo. Während dieser Pilotphase, die bis März 2006 laufen soll, können Reisende zwischen Dortmund und Köln kostenlos ihre E-Mails abrufen und im Internet surfen. An zwanzig wichtigen Bahnhöfen ermöglichen sogenannte "HotSpots" eine drahtlose Internetverbindung. Bei erfolgreichem Verlauf der Pilotphase ist die Ausweitung auf weitere ICE-Strecken und -Züge geplant.

13.11.2005 — 60 ICE-Züge für China

Für 1,3 Milliarden Euro bestellte China im November 2005 sechzig ICE-Züge, die auf den deutschen ICE 3 basieren. Der Siemens-Anteil beträgt 669 Millionen Euro. Um mehr Reisende befördern zu können, werden die Triebwagenzüge 30 Zentimeter breiter ausgeführt. Die Produktion soll komplett in China erfolgen. Dafür habe Siemens ein Partnerunternehmen mit der China Tangshan Locomotive and Rolling Stock Works gegründet. Aus Deutschland würden lediglich einzelne Komponenten bzw. die Zug-Software zugeliefert.

13.11.2005 — Keine ICEs für Russland

Im April 2005 unterzeichnete man einen Teilvertrag zur Lieferung von 60 ICE 3-Zügen. Nach einem Führungswechsel reduzierte sich die Bestellung auf nur noch sechs Züge. Im November kam das endgültige Aus. Das russische Verkehrsministerium will nun eine neue Konzeption für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Moskau nach St. Petersburg erarbeiten lassen.

07.10.2005 — Neue Hochgeschwindigkeitszüge für Spanien

Ein Konsortium bestehend aus Bombardier Transportation und Patentes Talgo hat von der Spanischen Staatsbahn (RENFE) einen Auftrag zur Lieferung von 18 Hochgeschwindigkeitszügen, 10 Hochgeschwindigkeitstriebköpfen und 54 Wagen mit Spurwechsel-Drehgestellen erhalten. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von rund 338 Millionen Euro (403 Millionen US-Dollar), der Anteil von Bombardier beläuft sich auf rund 122 Millionen Euro (145 Millionen US-Dollar). Die Lieferung ist geplant für den Zeitraum von Dezember 2007 bis August 2009. Die neuen Züge und Triebköpfe sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausgelegt und werden mit modernsten technischen Systemen wie einem Zweisystemantrieb, vier Zugsicherungssystemen und Spurwechsel-Drehgestellen ausgerüstet. Damit kann RENFE die neuen Schienenfahrzeuge sowohl auf den neuen spanischen Hochgeschwindigkeitsstrecken als auch im herkömmlichen Netz des Landes einsetzen. Zudem sind die neuen Züge und Triebköpfe für den Betrieb in vier verschiedenen Zugsicherungssystemen vorbereitet, im European Train Control System (ETCS), im LZB-System, im Bombardier Ebicab 900-System und im ASFA-System. Mit den Spurwechsel-Wagen sollen die 10 Triebköpfe zu 5 Zügen zusammengestellt werden, bei denen die Anzahl der Wagen variabel ist. Dies bietet ein Höchstmaß an Flexibilität für den Betreiber, der die Fahrzeugflotte den tatsächlichen Anforderungen des Verkehrsbetriebs anpassen kann. Zum Lieferumfang von Bombardier gehören die gesamte elektrische Ausrüstung, das Antriebssystem, Zugsteuerungs- und Kommunikationssysteme sowie die Zugsicherungssysteme. Bombardier ist darüber hinaus auch an der Endmontage und Erprobung der Triebköpfe beteiligt. Ein Großteil des Antriebssystems wird am spanischen Bombardier-Standort Trápaga hergestellt. Für den Bau der mechanischen Komponenten, einschließlich der Spurwechsel-Drehgestelle, ist Talgo verantwortlich (Pressemeldung Bombardier vom 06.10.05).

30.09.2005 — Chancen für Transrapid in den USA

Der amerikanische Kongress gab 90 Millionen Dollar für die Planung zweier möglicher Trassen frei. Dabei gehe es um eine 56 Kilometer lange Strecke bei Las Vegas. Als zweite Trasse kommen eine 87 Kilometer lange Strecke bei Pittsburgh, eine 63 Kilometer lange Verbindung von Baltimore nach Washington und eine 50 Kilometer lange Trasse bei Atlanta in Frage.

30.09.2005 — TGV-Est Messfahrten in Deutschland

Für die Monate November und Dezember sind Messfahrten eines TGV-Est-Zuges geplant. Genauere Angaben zur Zugkomposition sowie zum Zeitpunkt und Ort werden noch bekanntgegeben.

29.09.2005 — Umbau der Mehrsystem ICE für den Frankreicheinsatz

Für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV-Est (Paris-Ostfrankreich-Süddeutschland) werden bisher fünf ICE 3 der Baureihe 406 Frankreich-tauglich gemacht. Die Anpassungen der sowie schon für den internationalen Einsatz konzipierten Züge schlagen mit jeweils 7 Millionen Euro pro Zug zu Buche. Den Löwenanteil verschlingt die französische Leittechnik (TVM 430) und der Schutz vor Schotterflug. Mittlerweile gibt es Überlegungen, alle 17 ICE 3M (inklusive der vier Züge, die den Niederlanden gehören) umzurüsten.

29.09.2005 — Shinkansen für Großbritannien

Nach einer Ausschreibung der Strategic Rail Authority über 30 Hochgeschwindigkeitszüge bekam Hitachi (Japan) den Zuschlag. Die bis zu 225 km/h schnellen Züge sind für den Regionalverkehr in Richtung Kanaltunnel bestimmt. Das Design der Züge und der Auslieferungstermin sind noch unbekannt.

29.09.2005 — ETCS für den ICE

Die ICE 1-Züge, die für den Betrieb in der Schweiz zugelassen sind, werden bis 2006 mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Nur mit dieser Erweiterung dürfen die ICEs weiterhin die dortigen Neubaustrecken befahren. Die anfallenden Kosten von etwa 23 Millionen Euro zahlt jedoch die Schweiz. Falls die DB innerhalb der nächsten zehn Jahre ebenfalls ETCS einsetzen sollte, müsse die DB AG das Geld wieder an die Schweiz zurückzahlen.

28.09.2005 — Finanzspritze für den Transrapid

Zur Weiterentwicklung der Transrapid-Technik bekam das Konsortium Siemens, ThyssenKrupp und Transrapid International vom Bund 113 Millionen Euro bereitgestellt.

28.09.2005 — Bestellung von neuen TGV-Duplex-Zügen

Der französische Bahnhersteller Alstom in Zusammenarbeit mit Bombardier darf für 550 Millionen Euro neue TGV-Züge liefern. Es handelt sich um 24 komplette Duplex-Garnituren sowie um vier Einheiten ohne Triebköpfe, wobei diese von bestehenden Réseau-Zügen genommen werden. Einsatzgebiet dieser 28 TGV-Züge ist die Strecke "Paris-Marseille" angedacht. Weitere acht neue Triebköpfe sollen mit Réseau-Mittelwagen auf der künftigen Paris-Ostfrankreich-Süddeutschland-Strecke verkehren.

28.09.2005 — Erster renovierter ICE 1 im Einsatz

Für 180 Millionen Euro wird nach und nach die gesamte ICE 1-Flotte modernisiert. Wie dem Bahnreport aus der Zeitschrift "mobil 09/2005" zu entnehmen war, rollt der erste umgebaute ICE 1 seit einigen Wochen wieder im Plandienst. Die DB-Techniker im Werk Nürnberg tauschen pro Zug etwa 12.000 Teile aus, was rund 25 Arbeitstage beansprucht. Es werden immer zwei Züge gleichzeitig renoviert.

30.08.2005 — Neue Pendolini für Trenitalia und Cisalpino

Ab 2006 liefert Alstom die mittlerweile vierte Pendolino-Generation aus. 14 Dreisystem-Züge sind für die Cisalpino AG bestimmt, 12 Zweisystem-Züge für Trenitalia. Auffallend ist die neue Kopfform, die von Italdesign-Giugiaro S.P.A gestaltet wurde. Ansonsten sind es technische Weiterentwicklungen der älteren Pendolini. Die Höchstgeschwindigkeit dieser Neigezüge liegt bei 250 km/h.

20.07.2005 — Mann kettet sich an ICE

Dass man auch außen am ICE mitfahren kann, bewies ein maskierter Mann in Hanau. Dieser kettete und gurtete sich an die Scheibenwischer eines ICE 3 und filmte von außen durch das Fenster der Lounge. Kurz bevor der Zug in Frankfurt am Main Süd anhielt, sprang der Mann ab und flüchtete über die Gleise.

07.07.2005 — "Fastech 360" Testfahrten bei JR East

Nach den Erfolgen der japanischen Bahngesellschaft JR West mit bis zu 300 km/h schnellen Superzügen möchte JR East in punkto Geschwindigkeit aufholen. Dazu stellte man einen Versuchszug mit dem Namen "Fastech 360" her. Zwischen Sendai und Kitakami erreichte er schon bei den ersten Versuchsfahrten 275 km/h. Er ist aber technisch für bis zu 405 km/h ausgelegt. Bis weit ins Jahr 2008 hinein sollen die Tests dauern und ab 2011 möchte die JR East mit 360 km/h schnellen Serienzügen zwischen Tokio und Aomori pendeln.

06.07.2005 — Auslieferung der ersten AVE S 103-Züge

Am 9. Juni lieferte Siemens die ersten fünf AVE S 103-Hochgeschwindigkeitszüge aus. Von Krefeld / Uerdingen ging es auf dem Schienenwege bis zur spanischen Grenze, danach mit Transportern auf der Straße weiter nach La Sagra.

20.06.2005 — Lückenschluss NBS Ingolstadt-Nürnberg

Das letzte Gleis der Neubaustrecke Ingolstadt-Nürnberg wurde am 13. Juni bei Kinding gelegt. Es folgt nun die Montage der Oberleitung sowie die Integration der Sicherungs- und Leittechnik. Für November sind Hochtastfahrten mit dem ICE-S bis 330 km/h geplant. Bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll der Shuttlebetrieb aufgenommen werden.

01.05.2005 — Testfahrten mit Shinkansen-Zügen in Taiwan

Seit Januar 2005 finden auf der 326 km langen Schnellbahnstrecke zwischen Taipeh und Kaohsiung Testfahrten mit den ersten Shinkansen-Zügen statt. Ab Oktober 2005 sollen die technisch für 350 km/h ausgelegten Züge mit 300 km/h nur 90 Minuten benötigen. Noch braucht man mit der alten Bahn etwa vier Stunden.

14.03.2005 — W-LAN im ICE

Ab Herbst 2005 soll in ausgewählten ICE-Zügen zwischen Köln und Dortmund ein kabelloser Internetzugang möglich sein. Das Pilotprojekt mit dem Namen "Railnet" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn mit der Telekom. Trotz der technischen Herausforderung, zu jeder Zeit im fahrenden ICE die Internetverbindung aufrechtzuerhalten, soll in der Testphase nicht viel Geld investiert werden. Verläuft diese erfolgreich, plant die DB, ab 2006 in allen ICE-Zügen den dann kostenpflichtigen Komfort anzubieten. Immerhin soll rund die Hälfte aller ICE-Passagiere am Internetzugang zum Surfen und E-Mail-Versenden interessiert sein.

27.02.2005 — Neuer spanischer Hochgeschwindigkeitszug in Betrieb

Seit dem 26. Februar ist in Spanien ein neues Rollmaterial im Dienst. Insgesamt 16 Züge mit der Bezeichnung "AVE S-102" (früher: Talgo 350) hat das Konsortium Talgo / Bombardier für die RENFE hergestellt. Nun verkehren einige Züge zwischen den Städten Madrid und Lleida über Zaragoza. Pro Tag gibt es vier Verbindungen je Richtung. Bis zu 316 Fahrgäste finden in dem vorerst 200 km/h schnellen Zug Platz. Technisch zugelassen ist er für 330 km/h, doch die Geschwindigkeit darf er erst fahren, wenn das Signalsystem der Strecke funktioniert.

22.01.2005 — Blinder Passagier zwischen Eurostar-Waggons

Ein Moldawier wollte als blinder Passagier von Lille nach London reisen. Dabei suchte er sich ein engen Platz zwischen zwei Eurostar-Waggons aus. Der Hochgeschwindigkeitszug fuhr allerdings nach Brüssel. Nach einer schnellen Fahrt mit fast 300 km/h kam er mit Schrammen und einer Unterkühlung ins Krankenhaus.

07.12.2004 — Siemens möchte ICE für Russland herstellen

Zur Zeit laufen Verhandlungen zwischen Siemens und der staatlichen russischen Eisenbahngesellschaft RZD, ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Hochgeschwindigkeitszügen zu gründen. Über die Anzahl und Kosten ist noch nichts bekannt. Laut Itar Tass soll das Unternehmen auf Basis der Siemens-Technologie Hochgeschwindigkeitszüge für den russischen Markt entwickeln. Der erste von mehr als 120 Zügen könne 2007 produziert werden und mit maximal 230 Kilometer pro Stunde verkehren. Interessanterweise stellte die „Russische Aktiengesellschaft Hochgeschwindigkeitsmagistralen“ (RAO VSM) am 28. Juli 1999 in Tichvin einen eigenen Hochgeschwindigkeitszug namens "Sokol" für 250 km/h vor. Die Serienzüge sollen ab 2010 für 350 km/h zugelassen sein.

07.12.2004 — Doch pünktliche Bezahlung der ICE-T2-Züge

Ende November 2004 ging in der Presse das Gerücht um, dass der Bahnchef Hartmut Mehdorn die ICE-T2 erst dann vollständig bezahlen wird, wenn sich die ICE-T2 bewährt haben. Siemens soll damit angespornt werden, mögliche Pannen so schnell wie möglich zu beheben. Ein paar Tage später dementierte die DB offiziell diese „Falschmeldung“. Auch Siemens bekräftigte, dass die ersten 6 von 28 Züge pünktlich zum Fahrplanwechsel im Liniendienst fahren und pünktlich von der DB bezahlt werden.

05.12.2004 — Mit Eurostar und Thalys zum Skifahren

Auch im Winter 2004/2005 gibt es wieder Direktverbindungen in die französischen Alpen. So bietet Eurostar UK den "Eurostar Ski" an. Der Nachtzug führt vom 19. Dezember 2004 bis zum 13. Februar 2005 jede Woche direkt in die Skigebiete der französischen Alpen. Das bedeutet zwei Tage mehr Skifahren. Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten sind auf der offiziellen Website von Eurostar zu finden. Ebenso bietet Thalys einen vorübergehend erweitertes Streckennetz an. Zwischen dem 25. Dezember 2004 und dem 9. April 2005 fahren einige Thalys PBA Hochgeschwindigkeitszüge von Amsterdam über Brüssel bis nach Bourg St Maurice. Preise und Fahrzeiten sind auf der offiziellen Website zu finden.

30.10.2004 — Erstmals Shinkansen-Zug entgleist

Am Samstag, den 23. Oktober erschütterte ein schweres Erdbeben die Präfektur Niigata. Daraufhin ist zum ersten Mal in der Geschichte des Shinkansen ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist. Der Zug der Baureihe 200 war mit 210 km/h auf dem Weg von Tokio nach Niigata, als das Beben zwischen Urasa und Nagaoka 8 von den 10 Wagen zum Entgleisen brachte und der Zug nach 1,6 Kilometern zum Stillstand kam. Keiner der 151 Fahrgäste wurde verletzt. Da der Bahnhof Nagaoka nur 6 Kilometer weit entfernt lag, mussten die Fahrgäste zu Fuß dorthin marschieren. Auch andere Shinkansen konnten vorerst ihre Fahrten nicht fortsetzen. Nun wird die Strecke gründlich auf Schäden hin inspiziert, bevor man wieder den Betrieb aufnimmt.

30.10.2004 — Aus für den Highspeed Train Europe

Seit etwa drei Jahren bemühen sich die französische Staatsbahn SNCF, die Italienische Staatsbahn FS und die Deutsche Bahn AG, in Zusammenarbeit einen universellen, europäischen Hochgeschwindigkeitszug zu kreieren. Er sollte möglichst viele Gemeinsamkeiten des ICE, TGV und des italienischen ETR 500 aufweisen. Das Projekt mit dem Namen "Highspeed Train Europe" — HTE wurde nun auf Eis gelegt. Für den gemeinsamen Nachfolger waren rund 10.000 technische Detailfragen zu klären; etwa 500 blieben offen. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn AG "waren die letzten Schritte nicht zu schaffen, es gab zu starke nationale Grenzen". Vorerst will die Deutsche Bahn die ICE-Züge der ersten Generation runderneuern und für weitere zehn Jahre nutzen.

23.09.2004 — Testfahrten zwischen Ludwigslust und Brahlstorf

Zwischen dem 27.09 und 15.10. testet die Bahn die neu ausgelieferten ICE-T-Züge der zweiten Generation auf der Strecke "Berlin – Hamburg". Die Fern- und Regionalzüge fahren unverändert, dennoch kann es zu kurzzeitigen Behinderungen kommen. Mit dem Fahrplanwechsel ab 12. Dezember wird dann der planmäßige Hochgeschwindigkeitsbetrieb zwischen diesen Metropolen aufgenommen.

30.08.2004 — Herber Rückschlag für Siemens in China

China möchte die Höchstgeschwindigkeit auf rund 2000 Schienenkilometern verdoppeln. Der Zuschlag ging nun an sechs japanische Unternehmen (u.a. Kawasaki Heavy Industries) und den chinesischen Lokomotiven-Hersteller Nanche Sifang. Außerdem können sich der französische TGV-Hersteller Alstom sowie der Bahnhersteller Bombardier an dem 12 Milliarden US-Dollar schweren Projekt beteiligen. Siemens konnte weder mit dem Transrapid noch mit dem ICE überzeugen. Trotz der tiefen Antipathien Chinas gegen Japan durch die Besetzung des Landes durch die japanischen Truppen während des Zweiten Weltkrieges soll eine 275 km/h schnelle Version des Shinkansen das Bahnbild in China prägen.

19.08.2004 — Defekte ICE-Toiletten beschießen zwei Fahrerinnen mit Fäkalien

Mit Fäkalien auf Haut und Haaren hat für zwei Frauen in Hessen eine Fahrt mit der Deutschen Bahn geendet. In beiden Fällen löste die Spülung der Bord-Toilette eine Fontäne aus, die sich über die jeweilige Benutzerin ergoss. Die Bahn habe die Vorfälle bedauert und Probleme mit der Technik eingeräumt. Betroffen war eine Frau im ICE von München nach Frankfurt und eine Frau im Regionalexpress von Frankfurt nach Limburg. Die Frau im RE bekam 500 Euro Entschädigung, die Reisende im ICE lediglich zwei Getränkegutscheine und fordere nun ebenfalls eine finanzielle Entschädigung.

11.08.2004 — TGV schneller auf Neubaustrecke in der Schweiz unterwegs

In der Schweiz verkehrte der TGV bisher mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Dank einer nun vorgenommenen Modifikation an der Transformatorschaltung kann der Lokführer künftig die Leistungsbegrenzung aufheben. Die Antriebsleistung steigt von bisher 2,8 auf rund 4 Megawatt. Damit kann der TGV in der Schweiz unter 15 kV 16,7 Hz Oberleitungsspannung nun auf der Strecke "Bern – Zürich" zwischen Mattstetten und Rothrist 160 km/h erreichen.

26.07.2004 — Eurotunnel rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die scharfe Konkurrenz der Billigfluglinien treibt die Betreibergesellschaft des Eurotunnels zwischen Frankreich und Großbritannien weiter in die Verlustzone. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wuchs der Nettoverlust von PLC im ersten Halbjahr 2004 auf umgerechnet rund 120 Millionen Euro an. Der Umsatz ging den Angaben zufolge auf etwa 400 Millionen Euro zurück. Der Betreiber der Autozüge und des Hochgeschwindigkeitszugs Eurostar leidet weiter unter schrumpfender Auslastung: So ging die Zahl der transportierten Autos im ersten Halbjahr um 14 Prozent zurück, die Zahl der Busse sank ebenfalls um 14 Prozent. Lediglich die Passagierzahlen der Eurostar-Züge zwischen London und Paris oder Brüssel legten um 20 Prozent zu.

23.07.2004 — Neue Schnellbahntrasse "Köln – Brüssel" im Bau

Rund 635 Millionen Euro investiert die belgische Eisenbahngesellschaft SNCB in den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lüttich und der deutschen Grenze. Darüber hinaus wird zurzeit in Lüttich für weitere 322 Millionen Euro ein neuer TGV-Bahnhof gebaut. Ab dem Sommerfahrplan 2007 soll eine Fahrt von Köln nach Brüssel nur noch anderthalb Stunden dauern, also rund eine Stunde weniger als heute.

14.07.2004 — 43-jähriger Mann nimmt sich das Leben

In Gütersloh ist am Mittwochmorgen ein 43-Jähriger von einem ICE erfasst worden und dabei ums Leben gekommen. Der Mann hatte nach Polizeiangaben in Selbstmordabsicht die Gleisanlagen der Zugstrecke zwischen Gütersloh und Dortmund betreten. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen schweren Schock. Die Bahnstrecke war für gut eine Stunde gesperrt. Es kam zu erheblichen Verzögerungen im Zugverkehr der Deutschen Bahn AG.

08.07.2004 — ICE überfährt 15-Jahrigen

Bei Merseburg kam es zu einem tödlichen Unfall, als ein 15-jähriger Schüler auf der Gleisanlage lief und ein durchfahrender ICE ihn überfuhr. Der Zugverkehr auf der Strecke musste für zwei Stunden gesperrt werden. Bisher ist noch unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelte.

30.06.2004 — Gepäcketiketten-Pflicht im TGV

In den französischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen sind ab Donnerstag Etiketten an allen mitgeführten Gepäckstücken Pflicht. Auch in den Corail-Fernzügen muss selbst kleineres Handgepäck mit einem Identifikationsanhänger versehen werden. Hintergrund sind die Attentate auf Züge in Madrid im März. Damals hatte das französische Innenministerium alle Gepäckablagefächer am Ende der Waggons sperren lassen. Zwar können Sie nun wieder genutzt werden, im Gegenzug muss aber jedes Gepäckstück gekennzeichnet sein. Beim Auffinden herrenloser Koffer und Taschen wird der SNCF zufolge der Zug angehalten und ein Bombenentschärfungskommando der Polizei gerufen. Die Etiketten sind in 165 großen Bahnhöfen und auch direkt im Zug erhältlich.

29.06.2004 — ICE-Türen bleiben in Siegburg zu

Eigentlich hätte der ICE 912 von Frankfurt nach Dortmund in Siegburg halten müssen. Das tat er jedoch nicht am Bahnsteig, sondern auf dem Durchfahrtsgleis. Die Türen ließen sich folglich nicht öffnen. Nach einem etwa fünfminütigen Halt setzte der ICE die Fahrt fort und legte einen außerplanmäßigen Halt in Köln-Deutz ein. Von dort konnten die Fahrgäste nach Siegburg zurückfahren. Als Grund wurde ein Versehen des Fahrdienstleiters genannt.

12.06.2004 — Flughafen-Bahnhof Köln/Bonn eröffnet

An diesem Samstag wurde der neue Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn eröffnet. Die Fahrzeit zwischen den Flughäfen Frankfurt und Köln/Bonn mit dem ICE beträgt ab Sonntag weniger als eine Stunde. Des weiteren sind vom neuen Bahnhof aus weitere zwei internationale Flughäfen direkt erreichbar: Düsseldorf und Amsterdam. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 sollen weitere Verbindungen von und nach Berlin sowie Richtung Süden hinzukommen. Im Nahverkehr werden die Regional-Express-Linie Koblenz-Mönchengladbach im Stundentakt und die S-Bahn-Linie Troisdorf-Köln-Horrem alle 20 Minuten über den Flughafen geführt.

26.05.2004 — Keine Raucherplätze im Thalys mehr

Ab Mitte Juni darf in allen Thalys-Zügen nicht mehr geraucht werden, ab Mitte Dezember gilt sogar an Bord aller TGVs ein absolutes Rauchverbot. Das teilten die Bahnunternehmen Thalys und SNCF am Mittwoch in Paris mit. Die französische Staatsbahn SNCF begründete den Schritt mit dem veränderten Verhalten und den Wünschen der Bahnreisenden. Thalys erklärte, das Unternehmen wolle der mehrheitlichen Nachfrage nach einer Verbesserung des Komforts an Bord nachkommen.

12.05.2004 — ICE-T-Testfahrten zwischen Nauen und Neustadt

Die DB AG bereitet die Zulassung der Schnellbahnstrecke "Berlin – Hamburg" vor. Dazu sind Testfahrten bis 250 km/h notwendig. Ende 2004 soll die grundlegend modernisierte Strecke in Betrieb gehen. Die Fahrzeit wird dann bei 93 Minuten liegen.

09.05.2004 — Schwelbrand im ICE-Führerstand

Ein Schwelbrand in einem ICE in Mainz hat am 8. Mai für Verspätungen auf der Rheinstrecke gesorgt. Der ICE von Stuttgart nach Köln war am Nachmittag in eine von einem Ast beschädigte Oberleitung gefahren. Daraufhin sei es zu einem Kurzschluss und einem Schwelbrand im Führerstand gekommen. Die Reisenden mussten auf andere Züge umsteigen. Der ICE konnte nach etwa 45 Minuten wegfahren.

26.04.2004 — Fahrt im ICE 2 bei E-Bay versteigert

Etwas ganz Ungewöhnliches war die Versteigerung eines kompletten ICE 2 – Zuges beim Internet-Auktionshaus E-Bay. Der Höchstbietende darf den kompletten Zug einen ganzen Tag lang für sich und weitere 368 Gäste nutzen. Die Auktion endete am Montag, den 26. April um 16:09 Uhr. Das Höchstgebot lag bei satten 30.200 Euro. Der Gewinner, Dieter van Acken, ein Geschäftsmann aus Westfalen, will nun seine Firmenkollegen und Geschäftspartner zu einer Reise quer durch Deutschland einladen. Der Ausflug startet an einem Samstag im Mai oder Juni. Den Gesamterlös der Versteigerung spendet die Bahn den Off-Road-Kids. Die überregional tätige Stiftung für Straßenkinder ist ihr schon lange ein Anliegen.

23.04.2004 — 24-jähriger Mann springt vor ICE

Am Bahnhof Wesel mussten einige Reisende zusehen, als sich am Abend des 22. April ein junger Mann sein Leben nahm. Er warf sich vor einen durchfahrenden ICE und war auf der Stelle tot. Ein Fremdverschulden lag nicht vor. Die Strecke musste für drei Stunden gesperrt werden.

14.04.2004 — Transrapid-Trasse in China senkt sich

Die Transrapid-Trasse ist durch den morastigen Boden an einigen Stellen um mehrere Millimeter abgesenkt. Bei der Konstruktion des Fahrweges wurde jedoch darauf Rücksicht genommen. Es ist sichergestellt, dass Fahrwegssetzungen durch Nachjustieren behoben werden können. Der Betrieb sei nicht gefährdet.

04.04.2004 — Metallplatten auf ICE-Strecke

Auf einer Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen ist ein ICE-Unglück durch die Geistesgegenwart des Zugführers verhindert worden. Gemäß Yahoo-Nachrichten "hätten Unbekannte am Samstagmorgen mehrere Metallplatten auf den Schienen der Bahnstrecke zwischen Kamen und Nordbögge angebracht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Abend in Dortmund mit. Da der Zugführer eine Schnellbremsung eingeleitet habe, sei der Hochgeschwindigkeitszug nicht entgleist. Keiner der Passagiere sei verletzt worden."

03.04.2004 — Bombenfund auf AVE-Strecke Madrid-Sevilla

In Spanien ist am Freitag ein neuer Terroranschlag auf einen Zug verhindert worden. An der Neubaustrecke zwischen Madrid und Sevilla wurde am Morgen eine Bombe entdeckt und entschärft. Der Sprengstoff sei vermutlich von der Marke, die auch die Attentäter bei den Anschlägen vor drei Wochen in Madrid verwendeten. Der Sprengsatz war mit einem Zünder und einem 136 Meter langen Kabel versehen. Allerdings sei noch kein Auslöser angebracht gewesen. Bis auf weiteres wurde die Strecke für den Verkehr gesperrt und von Experten auf weitere Bomben abgesucht. Der spanische Innenminister Angel Acebes hat daraufhin ein neues Sicherheitssystem für das gesamte Eisenbahnnetz angekündigt. Dabei kämen Hubschrauber, geländegängige Fahrzeuge und Panzerwagen der spanischen Armee zum Einsatz.

02.04.2004 — ICE 3 entgleist bei Zusammenstoß mit Traktor

Auf der Strecke Basel – Freiburg bei Efringen-Kirchen geriet ein Traktor beim Pflügen auf einem steilen Weinberg neben den Gleisen ins Rutschen und stürzte auf die Gleise. Ein ICE 3 in Doppeltraktion auf dem Weg von Basel nach Dortmund rammte den Traktor bei einer Geschwindigkeit von ungefähr 80 km/h und schleifte ihn mehr als 300 Meter mit. Dabei entgleiste der führende Endwagen. Er kippte zwar nicht um, geriet aber in den Bereich des Nachbargleises. Ein gerade entgegenkommender ICE in Richtung Schweiz, der an diesem Streckenabschnitt ebenfalls weniger als 100 Stundenkilometer fuhr, streifte mit den beiden letzten Wagen den entgleisten ICE, konnte aber seine Fahrt fortsetzen. Der hintere Zugteil der verunglückten ICE-Doppeltraktion wurde abgekoppelt und von einer Diesellok in den nächsten Bahnhof gezogen. Bei diesem glimpflich verlaufenen Unfall wurde der Traktorfahrer schwer, der Triebfahrzeugführer leicht verletzt. Entgegen früheren Meldungen seien glücklicherweise keine Fahrgäste verletzt worden. Nach dem Unfall musste die wichtige Hauptstrecke erst komplett, später eingleisig gesperrt werden. Deutschlandweit kam es zu erheblichen Verspätungen.

01.04.2004 — Koreas KTX im regulären Betrieb

Seit dem 1. April fahren die "Korea Train Express"-Hochgeschwindigkeitszüge im Plandienst von Seoul nach Busan sowie von Seoul nach Mokpo. Der erste Teil der neuen Schnellstrecke von Seoul nach Daegu ist damit in Betrieb, der zweite Teil bis Busan soll frühestens 2010 fertiggestellt sein. Von Daegu nach Busan sowie von Daegu nach Mokpo muss der KTX auf den alten Strecken zurücklegen, die aber extra für diesen Hochgeschwindigkeitszug modernisiert und elektrifiziert wurden. Die Fahrzeit mit dem KTX zwischen Seoul und Busan mit zwei Zwischenhalten dauert nur noch 2 Stunden 40 Minuten statt wie bisher über vier Stunden.

09.03.2004 — Betrunkener Fahrgast randalierte im ICE-Bordrestaurant

Während der Fahrt von Hamburg nach Hannover am 6. März wurde bei einem 38-jährigen angetrunkenen Norweger festgestellt, dass er keinen Fahrschein besitzt. Auch die Rechnung im Speisewagen konnte er nicht bezahlen, da er kein Bargeld bei sich hatte. Der Zugbegleiter sprach ihn daraufhin an, worauf der Norweger wütend reagierte. Laut Yahoo Nachrichten "räumte [er] sämtliche Tische ab. Dabei warf er mit Gegenständen um sich. Teller, Messer und Gabeln flogen kreuz und quer durch den Waggon. Ein Reisender erlitt durch herumfliegende Glassplitter eine Schnittwunde an der Hand." Bei einem außerplanmäßigen Halt in Celle wurde er festgenommen. Er erhielt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Erschleichung von Leistungen und Betruges.

01.03.2004 — Cisalpino AG bestellt Züge bei Alstom

Mit der Eröffnung des Lötschbergbasistunnels ab 2007 soll sich das Zugangebot auf der Nord-Süd-Achse durch die Schweiz nach Italien deutlich erhöhen. Hinzu kommt die Eröffnung des Gotthardbasistunnels voraussichtlich Mitte des nächsten Jahrzehnts. Deswegen haben Trenitalia und SBB in den letzten Tagen den Rollmaterialentscheid gefällt und werden für rund 300 Millionen Euro bei der französischen Alstom AG 14 Hochgeschwindigkeits-Neigezüge der neusten Generation beschaffen. Alstom verfügt über die nötigen Referenzen und Erfahrungen im Bau von modernen Neigezügen. Zusätzlich kann Alstom sämtliche Arbeiten direkt ausführen. Die neuen Züge werden aus Hauptkomponenten gefertigt, die sich bereits jetzt in der Praxis bewähren und gehören dann der Cisalpino AG.

01.03.2004 — RENFE bestellt TGV-Züge für Spanien

Sowohl Alstom als auch Bombardier dürfen sich diese Tage als renommierte Eisenbahnhersteller freuen. Die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE hat laut "Yahoo-Nachrichten" eine Bestellung von TGV-Zügen abgegeben. Für 930 Millionen Euro soll Alstom 75 TGV-Züge liefern. 45 TGV möchte die RENFE als "Regionalzüge" einsetzen und sollen sowohl auf dem Normal- als auch Breitspurnetz verkehren können. Die übrigen 30 TGVs benötigt man für internationale Verbindungen. Das Konsortium Talgo/Bombardier darf für 370 Millionen Euro 26 TGV-Züge für die spanische Bahn herstellen.

27.02.2004 — 17-Jähriger am Bahnhof in Gotha von ICE erfasst

Ein Jugendlicher im Alter von 17 Jahren ist auf dem Hauptbahnhof Gotha von einem ICE erfasst und getötet worden. Der Jugendliche hatte am Sonntagabend gemeinsam mit einem 15-Jährigen die Gleise überquert, obwohl dort eine Unterführung für Fußgänger vorhanden ist. Der durchfahrende, 160 km/h schnelle ICE erfasste den 17-Jährigen – er starb noch an der Unfallstelle. Sein Begleiter rettete sich durch einen Sprung.

21.02.2004 — Zwei Mädchen vom ICE überfahren

Am 19. Februar um ca. 19:20 Uhr stiegen in Frankfurt/Main drei Mädchen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren an der S-Bahn-Haltestelle "Frankfurt-Sportfeld" aus. Auf dem Weg zum Eishockeytraining kürzten die drei den Weg über die Gleise ab. Ein heranfahrender ICE erfasste die beiden 17-jährigen Mädchen tödlich, die 16-Jährige musste mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Die ICE-Strecke blieb für rund zwei Stunden gesperrt, es kam zu beträchtlichen Verspätungen im Zugverkehr.

25.01.2004 — Immer noch Probleme mit ICE 3-Wirbelstrombremse

Nach wie vor bereiten die Wirbelstrombremsen des ICE 3 erhebliche Probleme. Wie der Kölner Stadtanzeiger in der Ausgabe vom 15. Januar schreibt, "[sind] die eigentlich wartungsfreien Wirbelstrombremsen der 54 Triebzüge (...) derart empfindlich, dass sie in den Instandhaltungswerken regelmäßig ausgewechselt werden müssen. Nach Expertenmeinungen ist das System so störanfällig, dass es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten untauglich ist." Schuld daran ist die eindringende Feuchtigkeit. Nach Angaben von Siemens führen minimale Unebenheiten im Fahrweg oder kleinste Metallteile im Gleisbett immer wieder zu Rissen in den Bremsbalken, die beim Bremsen herunter gelassen werden. Dabei schwebt der Bremsbalken in einem Abstand von 7 bis 9 Millimetern über der Schiene. "Weil der Zustand der Gleise für die Schäden verantwortlich sei, kommt Hersteller Siemens seit dem Sommer für die Kosten nicht mehr auf.", so der Zeitungsartikel. Ohne funktionierende Wirbelstrombremsen darf der ICE nur mit maximal 270 km/h fahren.

20.01.2004 — Auto am Bahnübergang von ICE erfasst

In Garlipp im Landkreis Stendal fuhr am vergangenen Samstagabend ein 20-jähriger Autofahrer trotz Rotlicht und geschlossener Halbschranke über die Gleise und wurde von einem ICE erfasst. Das Auto sei rund sieben Meter durch die Luft geschleudert worden. Drei Insassen im Pkw wurden schwer, ein weiterer Mitfahrer und der Fahrer leicht verletzt. Alle fünf sind zwischen 12 und 20 Jahre alt. Den 120 Fahrgästen im ICE passierte nichts.

14.01.2004 — ICE-Streckenausbau gefährdet

Wegen anhaltender Unklarheiten über Kürzungen der Gelder aus der Bundeskasse sind zur Zeit aktuelle und künftige Bauprojekte der DB gefährdet. Es wurde ein weitgehender Planungs- und Vergabestopp verhängt. Sobald man im Klaren ist, wie viel Geld in die Schienenwege investiert werden kann, wird eine Prioritätenliste aller realisierbarer Vorhaben veröffentlicht. Betroffen sind auch die ICE-Strecken "Nürnberg - Erfurt" und "München - Ingolstadt - Nürnberg". Gemäß der Süddeutschen Zeitung gibt es Überlegungen, künftige Züge von München nach Berlin nicht über die Teilstrecke "Nürnberg-Erfurt" zu leiten, sondern ein Umweg von Nürnberg über Würzburg und Bebra nach Fulda in Kauf zu nehmen.

10.01.2004 — Drahtloser Internetzugang im TGV

Ab sofort können TGV-Reisende auf der TGV-Strecke von Paris nach Bordeaux ihre E-Mails lesen und vielfältige Informationen via Internet abrufen. Der Service steht während per Pilotphase in 15 TGV-Zügen zur Verfügung und nennt sich „CLIC TGV“. Er nutzt ein drahtloses Netzwerk mit WiFi-Technologie (WLAN). An den Bahnhöfen befinden sich Funksender zum Datenaustausch. Reisende, in im Besitz eines WiFi-fähigen Notebooks oder PDA sind, dürfen den Dienst kostenlos nutzen. Der TGV wird damit zu einem mobilen Hotspot. Weitere Hotspots sind in Paris Gare du Nord, Paris Gare Montparnasse, Bordeaux Saint Jean, Pau, Lille Flandres und Lille Europe installiert.

07.01.2004 — Abgestellter ICE in Leipzig brennt

In der Nacht von Montag auf Dienstag brach in einem ICE(-T) ein Feuer aus. Trotz des schnellen Löschens durch die Feuerwehr wurden drei Wagen beschädigt. Ursache des Brandes war vermutlich ein technischer Defekt, es werde aber noch genauere Untersuchungen geben. Wegen der Löscharbeiten konnten zwei weitere nebenan abgestellte ICE nicht eingesetzt werden und fielen im Plandienst aus. Für den ICE von Leipzig nach München fuhr ein Ersatzzug.

06.01.2004 — Sachbeschädigung auf ICE-Strecke

Am Dienstag, den 06. Januar kurz vor 6 Uhr rissen unbekannte Täter im Haltepunkt "Immensen-Arpe" der Strecke "Hannover - Lehrte - Berlin" rund 20 Meter des Linienzugbeeinflussungskabels (LZB) heraus und ließen es im Gleis liegen. Die Gründe blieben bisher unklar. Der Bundesgrenzschutz führt die Ermittlungen wegen Störung öffentlicher Betriebe und Sachbeschädigung.

22.12.2003 — Erster chinesischer Transrapid geht zum Jahreswechsel in Betrieb

Ab dem 1. Januar 2004 wird der Transrapid in Shanghai offiziell den Betrieb aufnehmen. Auf der 30 Kilometer langen Strecke vom Finanzzentrum zum Flughafen wurden seit Ende 2002 im Probebetrieb schon 500.000 Fahrgäste befördert.

03.12.2003 — Maglev stellt neuen Rekord auf

Am späten Dienstag Abend, den 2. Dezember stellte der japanische Maglev mit 581 km/h einen neuen Weltrekord für Magnetschwebefahrzeuge auf. Die Techniker an Bord überzeugten sich bei den Hochgeschwindigkeitstests über die Stabilität und Beständigkeit des Schwebesystems. Die circa 18 Kilometer lange Strecke liegt in der Nähe der Stadt Kofu. Ziel der Japaner ist der kommerzielle Einsatz zwischen den Metropolen Tokio und Osaka, wobei eine Höchstgeschwindigkeit von 500 km/h angepeilt wird.

21.10.2003 — Alle ICE-TD kommen auf das Abstellgleis

Die Entscheidung fiel der Deutschen Bahn sicherlich nicht ganz leicht: die anhaltenden Pannenserien lassen die ICE-Züge der Baureihe 605 zum Fahrplanwechsel auf das Abstellgleis rollen. Über ihre weitere Verwendung wird noch entschieden. Vielleicht lässt die DB alle 20 dieser Fahrzeuge wieder an den Hersteller Siemens zurückgehen.

03.08.2003 — Neuer Hochgeschwindigkeits-Stromabnehmer im Test

Im Juli fanden zwischen Augsburg und Donauwörth Schnellfahrten mit einem neuartigen Stromabnehmer statt. Er soll hohe Geschwindigkeiten auf Strecken ermöglichen, die dafür nicht speziell gerüstet sind. Ein neuartiges Schleifstück nutzt die Oberleitung weniger ab. Absolut neu ist zudem die aktive Regelung. Dabei sollen Hindernisse wie Äste oder Bäume auf den Oberleitungen erkannt werden. Bei Berührung senkt sich der Stromabnehmer automatisch und ein Kaputtreißen der Oberleitung über mehrere hundert Meter wird verhindert. Ein weiteres Plus: Der neue Pantograph ist deutlich leiser, was bedeutet, dass in dicht besiedelten Gebieten höhere Geschwindigkeiten möglich sind, ohne die Lärmschutzauflagen zu verletzen. Für Ende 2003 sind Versuchsfahrten auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt/Main - Köln geplant, denn mehr als 230 km/h waren auf der bisherigen Teststrecke nicht möglich.

30.07.2003 — Testfahrten auf NBS in England

Ab September 2003 soll der erste Teil der neuen Schnellbahntrasse durch die Grafschaft Kent in Betrieb gehen. Zur Zeit werden Versuchsfahrten mit Eurostar-Zügen durchgeführt. Am 30. Juli sollen erstmals 205 mph (330 km/h) erreicht werden. Im Internet sind schon jetzt Videos und Fotos zu bisherigen Testfahrten zu sehen.

29.07.2003 — Neue Schnellstrecken zu wenig ausgelastet

Das Fahrgastaufkommen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Mediterranée" ist nach einjährigem Bestehen geringer als ursprünglich erhofft. Auch auf der neuen Sprinterstrecke von Frankfurt/Main nach Köln hat die Deutsche Bahn Grund zur Klage, da die Züge nur zu 37 Prozent ausgelastet sind. Eurostar beförderte ein Zehntel weniger Passagiere als noch im Vorjahreszeitraum. Zum Einen liegt es an der allgemeinen Konjunkturflaute. Bei der neuen Strecke in Deutschland tragen zusätzlich Pannen mit den Fahrzeugen zum Verdruss der Fahrgäste bei, die als Folge auf konkurrierende Verkehrsmittel ausweichen, wie z.B. auf "Billigflieger".

22.06.2003 — Bau der ICE-Strecke „Berlin – München“ genehmigt

Bis spätestens 2017 soll die komplette Neubaustrecke von Berlin nach München über Nürnberg, Erfurt und Leipzig in Betrieb gehen. Diese umstrittene ICE-Strecke gehört zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit. Bahnchef Hartmut Mehdorn und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) vereinbarten die Finanzierung für das wichtige Teilstück Erfurt - Halle. Die bisher durchgeführten, teuren Bauarbeiten waren damit nicht umsonst. Das 122 Kilometer lange Teilstück zwischen Halle und Erfurt soll rund 1,9 Milliarden Euro kosten und bis spätestens 2015 fertig gestellt werden. Finden in Leipzig die Olympischen Spiele statt, soll die Strecke schon 2012 in Betrieb gehen.

21.06.2003 — Bahn spart bei ICE-Wartung

Von September an sollen alle Reparaturen und Wartungen an den ICE-Zügen nachts und am Wochenende stattfinden. Der Abstand zwischen den Inspektionen solle verlängert werden. Das bedeutet, dass statt nach 60.000 Kilometern die Züge künftig nach 80.000 Kilometern gewartet werden. Die Deutsche Bahn erhofft sich dadurch Einsparungen in Höhe von 151 Millionen Euro. Kritiker befürchten, dass diese Maßnahme zu Lasten der Sicherheit der Fahrgäste gehen könne. Der TÜV hat jedoch bereits grünes Licht gegeben.

16.06.2003 — Mann von zwei ICE-Zügen erfasst

Ein 38-jähriger Mann wollte im Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen die Gleise überqueren und wurde von einem der durchfahrenden ICE-Züge auf das Gegengleis geschleudert und dort von einem entgegenkommenden ICE überfahren. Der Mann war sofort tot. Seine schwangere Lebensgefährtin, sieben Kinder und vier Erwachsene, die den Unfall vom Bahnsteig aus mit ansahen, erlitten einen Schock und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

04.05.2003 — Erhöhung der Geschwindigkeit bei TGV-Zügen

Um Erfahrungen im höheren Geschwindigkeitsbereich für den TGV-Ost-Verkehr zu sammeln, sollen nun die TGV-Züge für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h umgerüstet werden. Das betrifft vor allem das Zugsicherungssystem TVM 430. Erste Einsätze erfolgen dann auf der TGV-Strecke von Lyon nach Marseille. Auf der zukünftigen Neubaustrecke "TGV-Est", auch POS (Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland) genannt, sollen in ein paar Jahren die TGV regulär mit 320 km/h fahren.

03.05.2003 — Talgo 350 wird in Serie hergestellt

Nachdem mit dem Vorserienzug drei Jahre lang Versuchsfahrten durchgeführt wurden, ist vor ein paar Monaten die Serienfertigung des Talgo 350 angelaufen. Zum Herbst 2003 kommen die ersten Züge aus den Fertigungshallen. Die komplette Auslieferung wird bis weit ins Jahr 2004 hinein reichen.

17.04.2003 — Pannen beim ICE 3 und ICE-TD bald beseitigt

Die Deutsche Bahn AG ist zuversichtlich, dass die Industrie spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember ihre technischen Probleme mit ICE-Zügen gelöst hat. Betroffen sind die ICE-3-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Neubaustrecke Köln-Rhein/Main und die Neigetechnik-Diesel-ICEs zwischen Chemnitz und Nürnberg. Nach einem Achsbruch beim ICE-TD im vergangenen Jahr fahren diese deshalb nur noch ohne die Neigetechnik, was zu regulären Verspätungen führt. Beim ICE 3 gibt es nicht nur technische Mängel, sondern sie seien zudem auch unerwartet teuer im Unterhalt, weil es einen hohen Verschleiß an Ersatzteilen gebe.

16.04.2003 — Lokführer im Shinkansen eingeschlafen

Ein japanischer Lokführer kann von sich behaupten, seine Arbeit im Schlaf zu erledigen: Im Tiefschlaf steuerte der 33-jährige Fahrer einen 270 Stundenkilometer schnellen Shinkansen mit 800 Fahrgästen unfallfrei über eine 26 Kilometer lange Strecke. Das automatische Kontrollsystem hat sich eingeschaltet und den Shinkansen-Zug zum Stillstand gebracht. Der vom Zugchef wach gerüttelte Fahrer fühlte sich kerngesund und fuhr den Zug zum 200 Kilometer entfernten Bahnhof Shin-Osaka. Neben ihm saß ein Bahnangestellter, der den Zug im Notfall hätte steuern können. Der Lokführer wurde erst einmal auf einen anderen Posten versetzt. Ob er wieder einen Shinkansen steuern darf, muss noch entschieden werden.

25.02.2003 — ICE nach Saarbrücken noch vor 2007

Gemäß der Saarbrücker Zeitung will die Deutsche Bahn mit der Aufwertung der Verbindung Frankfurt-Saarbrücken-Paris offenbar nicht bis zur Fertigstellung der Neubaustrecke im Jahr 2007 warten. Ab wann genau die ersten ICE 3 Mehrsystemzüge bis nach Saarbrücken fahren sollen, äußerte sich Bahnchef Mehdorn allerdings nicht.

24.02.2003 — Durchgehender Handyempfang auf ICE-Strecke

Auf der ICE-Strecke "Frankfurt/Main - Köln" wurden alle 30 Tunnel mit speziellen RADIX Koaxialkabeln ausgestattet, die einen unterbrechungsfreien Handyempfang entlang der kompletten Schnellstrecke erlauben. Die Versorgung erstreckt sich nicht nur auf die GSM-Frequenzen im 900 und 1800 MHz-Bereich, sondern auch auf die UMTS-Frequenzen. Installiert wurden die Funkkabel von der Andrew Corporation, die mit dieser Technik schon in den USA und in China erfolgreich waren.

16.02.2003 — China versteigert Namensrecht für Transrapid

Am 5. März beginnt in China die Versteigerung des Namensrechtes für den in Shanghai verkehrenden Transrapid. Das Mindestangebot liegt bei umgerechnet einer Million Euro. Der Käufer darf für zwei Jahre den Namen bestimmen, in diesem Zeitraum im Magnetzug werben und über eine bestimmte Anzahl reservierter Sitze verfügen. Mehr als zehn einheimische und ausländische Firmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, darunter auch Deutschlands größte Baumarktkette OBI. Nach deren Wünschen soll der Transrapid in "OBI-Express" umgetauft werden.

25.01.2003 — ICE 3 - Probleme auf NBS Frankfurt - Köln

Die Pannenserie mit dem ICE 3 auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Frankfurt (Main) - Köln nehmen kein Ende. Probleme treten immer wieder beim Flügeln von Zügen auf, weswegen oft die beiden ICE-Halbzüge in kurzem Abstand hintereinander fahren müssen, was zu Lasten der Streckenkapazität geht. Ab und zu fällt die Wirbelstrombremse aus. Die Elektronik des Zuges beschränkt in solch einem Fall die Höchstgeschwindigkeit auf 230 km/h. Verspätungen sind die Folge. Stellwerkprobleme, die menschlichen Ursprungs sind, haben bisher dreimal dafür gesorgt, dass ICE-Züge, die eigentlich in Siegburg hätten halten sollen, einfach durchgefahren sind. Die Weichen waren nicht auf Abbiegen gestellt.

05.01.2003 — Talgo-Schnellzug in Spanien entgleist

Am Samstagabend, dem 3. Januar, entgleiste ein Talgo-Schnellzug in der Nähe der Stadt Albacete, die rund 230 Kilometer südöstlich von Madrid liegt. Die Lokomotive, ein Gepäck- und ein Personenwaggon sprangen aus den Schienen, wobei von den 220 Fahrgästen zwei ums Leben kamen und weitere 28 verletzt wurden. Die Ursache des Zugunglücks ist noch nicht geklärt. Es wird aber von einem Gleisfehler ausgegangen.

02.01.2003 — Spanien leiht zwei ICE 3-Mehrsystemzüge

Hinweis: ursprünglich sollte die NBS zum Jahreswechsel eröffnet werden, doch es wird noch bis nächstes Jahr dauern. Daher ist die folgende Nachricht nicht mehr aktuell.
Spanien eröffnete am 1. Januar diesen Jahres einen Großteil ihrer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Barcelona nach Madrid. Vorerst enden die Züge aber in Lérida anstatt in Barcelona, da dieser Abschnitt noch nicht fertiggestellt ist. Die von Spanien bestellten 16 Züge des Typs Velaro E (der Baureihe AVE S 103) bei Siemens können jedoch erst 2004 geliefert werden. Deswegen zieht die Deutsche Bahn zwei ihrer Mehrsystem-ICE 3 ab und stellt sie für die RENFE bis dahin zur Verfügung. Auch der Talgo 350 ist noch nicht lieferbar, weswegen einige Euromed-Züge von der Strecke "Barcelona - Valencia - Alicante" abgezogen werden. Sie bekommen Normalspurdrehgestelle, um ebenfalls auf der NBS fahren zu können. Zu guter Letzt sollen Elektrolokomotiven der Baureihe 252 umgespurte Talgo VII-Einheiten auf dem neuen Einsatzgebiet ziehen.

01.01.2003 — Kosten für NBS/ABS Nürnberg – Erfurt steigen weiter

Für den Bau des Abschnittes Nürnberg – Erfurt werden weitere Bundesgelder in Höhe von 700 Mio. Euro benötigt. Ansonsten sieht die Deutsche Bahn die Realisierung der ICE-Trasse gefährdet. Damit steigen die Kosten auf 4,91 Milliarden Euro. Die komplette Strecke wird mindestens 7,6 Milliarden Euro verschlingen.

31.12.2002 — Transrapid-Testfahrt in Shanghai erfolgreich verlaufen

Am 31. Dezember haben der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji und Bundeskanzler Gerhard Schröder die Magnetschwebebahn Transrapid eingeweiht. Nach einer Bauzeit von lediglich zwei Jahren ist das Finanzzentrum von Shanghai mit dem 30 Kilometer entfernten Flughafen durch die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verbunden. Der Fahrweg wurde von China bereitgestellt, die Fahrzeuge kommen aus Deutschland. Für die Testfahrt mit der Prominenz benötigte der Transrapid nur knapp acht Minuten und erreichte nach nur 4 1/2 Minuten 430 km/h. Es sollen Folgeaufträge erfolgen, wobei Zhu Rongji die Erweiterung der Strecke auf 300 Kilometer Länge zusicherte. Durch die erfolgreiche Fahrt werden nun auch Folgeaufträge aus den USA und anderen Ländern erwartet.

16.12.2002 — Der größte Fahrplanwechsel seit mehr als zehn Jahren

Am 15. Dezember führte die Deutsche Bahn einen neuen Fahrplan ein. Dieser hat wegen der Integration der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke "Frankfurt / Köln" so große Auswirkungen auf den Fahrplan, wie zuletzt 1991 mit der Einführung der ICE1-Züge. Die Fahrplanänderungen haben Auswirkungen auf 80 Prozent des Reiseverkehrs. 60 Prozent des Fernverkehrs wird von ICE-Zügen übernommen, 40 Prozent von IC/EC-Zügen. InterRegios spielen im Fernverkehr keine Rolle mehr. Doch nicht nur der Fahrplan ist neu, sondern auch das von Grund auf geänderte Preissystem. Fernverkehrsbeschäftigte erhalten zudem eine neue Uniform.

12.12.2002 — Thalys verkehrt nicht mehr bis Düsseldorf

Ab dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2002 wird der Thalys nur noch bis Köln Hbf fahren. Der bisher einmal verkehrende Thalys von der Rheinmetropole nach Brüssel wird komplett gestrichen.

07.12.2002 — ICE-TD wegen Achsbruch entgleist

Bei dem Unglück bei Gutenfürst im sächsischen Vogtlandkreis kamen alle 83 Insassen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Auf der Strecke zwischen Chemnitz und Nürnberg entgleiste am vergangenen Montag ein ICE-TD, nachdem eine Achse gebrochen war. Daraufhin zog die Bahn am Freitag alle 20 Züge dieser Bauart aus dem Verkehr. Die Deutsche Bahn widersprach einem Bericht der "Nürnberger Zeitung", wonach in den entgleisten ICE-Diesel-Neigetechnikzug vor dem Unfall bei einer Routine-Überholung ein offenbar beschädigter Radsatz aus einem anderen zuvor ebenfalls verunglückten Zug eingebaut worden sein soll. Dieser Radsatz habe aus einem Diesel-ICE gestammt, der bei Wartungsarbeiten im vergangenen Jahr von einer Hebebühne gestürzt war und dabei schwer beschädigt wurde.

06.12.2002 — ICE 3 - Testfahrten in Frankreich

Die Deutsche Bahn bereitet derzeit ein Test- und Zulassungsprogramm für den ICE-3-Einsatz auf französischen Strecken vor. Spätestens 2006/07 werden die SNCF und die Deutsche Bahn ihre Züge auf der neuen Linie Paris – Ostfrankreich – Süddeutschland einsetzen. Zu Testfahrten sind Anfang November zwei ICE-3-Einheiten nach Frankreich gebracht worden. Zuerst wurden sie auf normalen französischen Strecken getestet, seit Dezember auf den dortigen Hochgeschwindigkeitsstrecken. Ziel ist die Zulassung der deutschen Züge für Tempo 300 in Frankreich. Die Montage des französischen Zugleitsystems "TVM 430" erfolgte in Lille.

30.10.2002 — Orkan legt Eurostarzüge lahm

Am vergangenen Sonntag fegte der Sturm „Jeanette“ über Nordeuropa hinweg, der auch bei den Bahnen für Ausfälle sorgte. Besonders getroffen hat es die Eurostar-Verbindung "Paris - London". Im Bereich des Eurotunnels lagerte der Sturm Salz auf den Isolatoren der Oberleitung ab. Diese Salzverkrustungen führten am Montag Abend zu Kurzschlüssen und legte die Züge lahm. Auf beiden Seiten des Ärmelkanals waren etwa 8000 Reisende von den Zugausfällen betroffen. Zahlreiche Passagiere verbrachten die Nacht in den Zügen, rund 1.000 Fahrgäste saßen im Pariser Gare du Nord fest, andere wurden in Hotels untergebracht. Leider bekamen die Techniker das Stromproblem bis heute nicht in den Griff. Erst am Donnerstag soll der Verkehr wieder aufgenommen werden. Mit Hochdruckreinigern bestückte Spezialzüge fahren seitdem die Strecke mehrmals hintereinander ab, um die Salzschicht zu entfernen. Als Ersatz für den Eurostar-Verkehr müssen Reisende Flugzeuge oder Fähren benutzen. Dieses Problem ist seit der Einführung des Eurostar-Verkehrs bisher noch nicht aufgetreten.

28.10.2002 — ICE 3 wird nun doch bis Brüssel fahren

Wie ein Bahnsprecher am 23. Oktober bekannt gab, fahren nun doch ab 15. Dezember dreimal täglich die neuen ICE 3 - Züge nach Brüssel und zurück. Durch fehlende Zulassungen für die neue Schnelltrasse auf belgischem Territorium muss der ICE auf der alten Strecke fahren. Dadurch verlängert sich die Fahrtzeit um eine Viertelstunde gegenüber dem Thalys, der auf der neuen Strecke fahren wird.

26.10.2002 — ICE Zugtrennung während der Fahrt – Kupplungsversagen

Am Donnerstag, den 24. Oktober 02 hat sich kurz vor Erreichen des Göttinger Bahnhofs ein ICE 3 - Doppelzug mit rund 200 Passagieren an Bord während der Fahrt getrennt. Bei beiden Zughälften erfolgte sofort eine Zwangsbremsung und es kamen beide sicher zum Stehen. Dieser Zwischenfall ereignete sich bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Der Kupplungshersteller Scharfenberg schließt eventuelle konstruktive Mängel nicht aus, weswegen zur Zeit keine ICE3-Züge zu Doppelzügen zusammen gekoppelt werden dürfen. Von der Maßnahme betroffen sind einzelne Shuttleverbindungen auf der Neubaustrecke „Köln –Frankfurt“ sowie sechs ICE-3-Zugpaare pro Richtung auf der ICE-Linie 4 (Hamburg / Bremen - Hannover - Kassel - Würzburg - Nürnberg - München). Im Shuttlebetrieb fährt nun nur ein einzelner Zug. Bei drohender Überbesetzung werden kurzfristig zusätzliche Züge eingesetzt. Auf der Linie 4 fahren die früher zu Doppelzügen zusammengekoppelten ICE 3 jetzt einzeln in kurzem Abstand hintereinander.

21.10.2002 — ICE 3 wird vorerst nicht in Belgien fahren

Nach langen Diskussionen gaben die DB Reise und Touristik und die SNCB im September bekannt, dass sich ab 15. Dezember das ICE-Netz erstmals auch bis Belgien ausdehnen wird. Auf der neuen ICE-Linie 79 hätten täglich drei Züge von Frankfurt über Köln, Aachen und Lüttich bis Brüssel verkehren sollen. Doch es fehlt noch die Zulassung für die belgische Neubaustrecke. Diskutiert wird nun die Umleitung auf die alte Strecke, doch die DB Reise und Touristik möchte mehr Geld haben, wenn die ICEs durch Belgien fahren, als die SNCB bereit ist zu zahlen.

07.10.2002 — Erster ICE 3 in Spanien

Gemäß der Zeitschrift "In Today's Railways 82; Ausgabe 10/2002 wird die RENFE ab Ende dieses Jahres von der DB 3 Vierspannungs-ICE3-Triebwagen für den Verkehr zwischen Madrid und Lleida mieten. Damit wird die Zeit überbrückt, bis Mitte kommenden Jahres die bereits bestellten sechzehn AVE S103 (ICE 3) ausgeliefert werden. In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober kam in Portbou ein ICE 3 an und wurde auf anderen Drehgestellen nach Madrid weiter befördert. Dieser wird im Bahnhof von Madrid Chamartin anlässlich der Eurailspeed 2002 Ende Oktober zu besichtigen sein.

11.09.2002 — An NBS Nürnberg – Erfurt – Berlin wird wieder gebaut

Bis zum Jahre 2007 soll die Neubaustrecke von Nürnberg nach Halle über Erfurt spätestens in Betrieb gehen. Ein Teil ist bereits fertig gestellt, doch wurde wegen den hohen Kosten das Projekt eine Zeit lang auf Eis gelegt. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich für den Tunnel Augustaburg bei Erfurt ist am 11. September der vorübergehende Baustopp für die Schnellbahntrasse Berlin - Nürnberg aufgehoben worden. Durch den Bau der ICE-Trasse solle die Reisezeit zwischen Berlin und München drastisch auf unter vier Stunden verkürzt werden. Allein im Abschnitt zwischen Nürnberg und Erfurt würden jährlich 6,7 Millionen Reisende prognostiziert.

11.09.2002 — Eschede – ICE-Unglück beinahe noch schlimmer gewesen

Beim ICE-Unglück von Eschede vor rund vier Jahren wäre es nach Aussage eines Bahn-Beamten um Haaresbreite zu einer noch schlimmeren Katastrophe gekommen. Bei fahrplangemäßer Fahrt wäre ein entgegenkommender ICE aus Hamburg aller Voraussicht nach zusätzlich in die Unglücksstelle gerast. Dieser ICE sei an jenem 3. Juni 1998 zum Glück eine Minute vor Plan durch Eschede gefahren. Der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen", der nach einem Radbruch entgleiste und an einer Brücke in dem niedersächsischen Ort zerschellte, habe eine Minute Verspätung gehabt. Sonst hätten sich beide Züge in Höhe der Brücke getroffen.

09.09.2002 — Gepäckfächer im ICE 3 müssen ausgetauscht werden

Die Deutsche Bahn AG muss die gläsernen Gepäckfächer der neuen ICE-3-Züge austauschen lassen. Das Material, aus dem die Aufbewahrungsvorrichtungen gefertigt sind, ist der Belastung im täglichen Betrieb nicht gewachsen. Zahlreiche Risse sind in den Glasteilen zu erkennen. Der Hersteller muss nun bei allen 50 ICE 3 die Gepäckfächer austauschen.

09.09.2002 — Steine auf Gleisen beschädigten ICE

Unbekannte haben am Wochenende in der Nähe von Ahlen Steine auf Gleise der Bahnstrecke Bonn-Hannover gelegt. Dadurch wurde nach Angaben des Bundesgrenzschutzes Münster ein ICE-Triebwagen beschädigt. Der Zug konnte deshalb am Samstagabend nur mit verminderter Geschwindigkeit bis Hannover weiterfahren. Verletzt wurde niemand. Die Steine mit bis zu 30 Zentimeter Durchmesser hätten auf einer Länge von zehn Metern auf den Gleisen gelegen.

28.08.2002 — Teurer Flutschaden bei der Bahn

Auf rund eine Milliarden Euro wird der Schaden bei der Bahn durch die Jahrhundert-Flut beziffert. Bei der Beseitigung der Schäden müsse man Prioritäten über ganz Deutschland setzen und vielleicht Baumaßnahmen verschieben, um Kapazitäten freizumachen.

20.08.2002 — Deutsche Bahn benennt ICE-Züge nach Städten

Die Deutsche Bahn tauft ihre ICE-Züge nach und nach auf die Namen deutscher Städte. Den Anfang macht der ICE-T „Berlin“. Die bisherige Benennung der Fernzüge nach Persönlichkeiten der Zeitgeschichte sowie Landschaften und Sehenswürdigkeiten am Zuglauf wird zum Fahrplanwechsel am 15.12.2002 eingestellt. Neu ist, dass der Zugname auf dem Fahrzeug auf beiden Seiten der Zugenden zusammen mit einem Wappen der jeweiligen Stadt angebracht wird. Damit erhält jede ICE-Einheit einen festen Namen. Je nach Zugdisposition fährt sie auf unterschiedlichen Wegen durch Deutschland und ins benachbarte Ausland. Die bisherigen Zugnamen waren nicht auf das jeweilige Fahrzeug bezogen, sondern auf eine bestimmte, im Fahrplan festgelegte Zugfahrt, für die zum Teil unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt wurden.

Für die ersten 55 ICE-Züge wurde folgenden Städten eine Patenschaft angeboten:
Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Cottbus, Darmstadt, Dessau, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Erfurt, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Freiburg, Fulda, Göttingen, Halle (Saale), Hamburg, Hanau, Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Limburg, Lutherstadt Wittenberg, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Montabaur, München, Nürnberg, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Stendal, Stralsund, Stuttgart, Ulm, Weimar, Wiesbaden, Wolfsburg, Würzburg.

19.08.2002 — Blitz legte ICE lahm

Bei einem schweren Gewitter im Großraum Düsseldorf wurde ein ICE nahe Düsseldorf von einem Blitz getroffen und blieb auf offener Strecke stehen. Da der Zug nicht mehr weiter fahren konnte, mussten die Reisenden über Notbrücken in einen Ersatzzug umsteigen. Verletzt wurde niemand.

04.08.2002 — TGV-Duplex kollidiert mit PKW

Ein TGV-Duplex fuhr auf dem Weg von Rennes nach Marseille in der Nähe von Evron in einen PKW, der am Bahnübergang liegengeblieben ist. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig aus dem Auto aussteigen und kam beim Zusammenprall ums Leben. Keiner der 460 Fahrgäste wurde dabei verletzt, noch entgleiste der Zug. Allerdings wurden die Passagiere mit Bussen zum nächsten Bahnhof befördert. Nach Angaben der SNCF liegt bei 95 Prozent der Unfälle an Bahnübergängen die Schuld beim Autofahrer.

20.07.2002 — Baubeginn des TGV-Est

An sieben Stellen wird nun mit den Bauarbeiten an der neuen 450 km langen TGV-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Straßburg angefangen. Sie wird über Reims verlaufen. In Lorraine verzweigt sich die Strecke nach Nancy und Metz sowie weiter nach Straßburg. Die Fertigstellung der neuen TGV-Strecke ist nicht vor 2006 zu erwarten. Die Kosten belaufen sich auf ca. 4 Milliarden Euro.

19.07.2002 — Bahnmitarbeiter testen neue ICE-Strecke

Bahnintern werden Fahrten mit dem ICE 3 auf der Neubaustrecke Frankfurt - Köln angeboten. Die Probanden müssen anschließend über den Fahrkomfort bei Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h berichten. Dabei wurde oft der unruhige Lauf kritisiert. Auch der ständige Wechsel von Bergab- und Bergauffahrten soll bei einigen Testpersonen zu Unwohlsein geführt haben. Jedoch äußerten sich einige auch positiv zu der neuen Strecke. Sicherlich wird sich jeder selbst ein Bild von der Fahrt auf der neuen deutschen Rennstrecke machen müssen.

23.06.2002 — Transrapid nach China verschifft

Der erste Transrapid für Schanghai ist am 20. Juni von Kassel aus auf die Reise gegangen. Der aus drei Waggons bestehende Zug wurde per Tieflader nach Bremerhaven gefahren und befindet sich nun auf dem Schiff nach China. Bereits ab Anfang 2003 soll er in Schanghai den Flughafen mit dem Stadtzentrum verbinden.

23.06.2002 — Schnelle Schienenverbindung zur Fußball-WM

Ein halbes Jahr früher als geplant soll nun die Neubaustrecke von München über Ingolstadt nach Nürnberg fertig werden. Durch erhebliche geologische Probleme hatte sich der Eröffnungszeitpunkt von ursprünglich 2003 auf Ende 2006 nach hinten verschoben. Doch pünktlich zur Fußball-WM versucht die Deutsche Bahn AG eine Schnelle Verbindung zwischen den Metropolen zu schaffen. Wie das zu schaffen ist, wird noch untersucht.

04.06.2002 — Mehr Verbindungen von der Schweiz ins Ausland

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember '02 sind ab der Schweiz mehr Zugverbindungen vor allem nach Deutschland und Frankreich geplant. Zukünftig wird es Direktverbindungen zwischen Basel und Berlin sowie nach Köln und Dortmund geben. Auf der Strecke Basel-Frankfurt werden fast ausschließlich ICE-Züge fahren. An Wochenenden wird es eine TGV-Direktverbindung von Genf nach Paris geben. Aber auch in Richtung Italien wird es zu einigen Verbesserungen im Schienenverkehr kommen.

04.06.2002 — Weniger Raucherplätze in ICE-Zügen

Die Deutsche Bahn will in Fernverkehrszügen vor allem in der ersten Klasse die Raucherplätze deutlich reduzieren. In der ersten Klasse des ICE 3 soll das Platzangebot für Raucher von 33 auf 8 Prozent sinken. Auch in der zweiten Klasse sind nur noch 15 statt 27 Prozent der Sitzplätze den Rauchern vorbehalten. Der Trend gehe seit Jahren zu mehr Plätzen für Nichtraucher. Dabei orientiere man sich auch an ausländischen Bahnunternehmen. So gibt es seit einiger Zeit im Hochgeschwindigkeitszug "Eurostar" gar keine Raucherplätze mehr.

22.04.2002 — Neue Lackierung für alte Shinkansenzüge

Die japanische Eisenbahngesellschaft JR West gab im April bekannt, die modernisierten Shinkansenzüge der Baureihen 0 und 100 mit neuem Anstrich zu versehen und damit farblich den Baureihen 500 und 700 anzugleichen. Schon ab Mitte Mai werden die ersten Züge in den Farben Grau und Grasgrün umlackiert sein.

19.04.2002 — Behinderungen im Zugverkehr in die Niederlande

Am Wochenende vom 20.04. bis 22.04.02 kommt es wegen Gleisbauarbeiten auf niederländischer Seite zwischen Emmerich und Arnhem zu Behinderungen im Zugverkehr. Alle Züge werden zwischen Emmerich und Arnheim durch Busse ersetzt. Ab Arnheim verkehren fahrplanmäßige IC-Züge. Aus Richtung Amsterdam enden die Züge in Arnheim. Eine Weiterfahrt ist mit Bussen bis Emmerich und ab Emmerich mit ICE-, EC- und RegionalExpress-Zügen in Richtung Köln möglich. Die internationalen Nacht-D-Züge von und nach der Schweiz und Österreich werden über Venlo umgeleitet. Die Halte in Emmerich, Wesel, Oberhausen, Duisburg und Düsseldorf entfallen. Durch den Umstieg Zug/Bus/Zug verlängert sich die Fahrzeit von und nach Amsterdam um ca. eine Stunde.

19.04.2002 — Eisenbahnstreiks in Spanien

Durch einen Streik der Spanischen Eisenbahnen (RENFE) entfallen an folgenden Tagen die Talgo-Züge Nummer 70 (Montpellier-Barcelona) und 72 (Barcelona-Montpellier):

  • Dienstag, 30. April
  • Sonntag, 05. Mai
  • Montag, 6. Mai
  • Freitag, 31. Mai

Ebenso besteht an diesen Tagen keine Tagesverbindung Schweiz-Spanien und umgekehrt. Außerdem ist im innerspanischen Bahnverkehr mit erheblichen Verspätungen

10.04.2002 — Älterer Mann lief vor einem ICE-Zug auf die Gleise

Ein 73 jähriger Mann wartete in Essen neben den Gleisen. Als sich ein ICE2-Zug näherte, lief er auf das Gleis, auf dem der ICE fuhr. Trotz Notbremsung wurde er vom Triebkopf erfasst. Mit schweren Verletzungen am Kopf und im Schulterbereich wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Der Triebfahrzeugführer musste mit einem Schock ebenfalls in ein Krankenhaus gefahren werden. Zur Zeit wird von einem versuchten Freitod ausgegangen.

10.04.2002 — Oberleitungsschaden bei ICE-Durchfahrt

Zwischen Erfurt und Leipzig löste sich eine Oberleitungshalterung und der Fahrdraht fiel auf die ICE-Wagen. Die Stromzufuhr wurde sofort abgeschaltet. Ein Einsatz-ICE hielt wenig später neben dem ausgefallenen ICE-Zug. Die Fahrgäste mussten über Leitern in den Ersatz-ICE bugsiert werden.

20.02.2002 — Mehr Schmerzensgeld für ICE-Unfallopfer

Dreieinhalb Jahre nach der ICE-Katastrophe von Eschede mit 101 Toten fordern die Hinterbliebenen mehr Schmerzensgeld von der Bahn. Angeblich habe sie bisher nur 15.000 € pro Todesfall an Angehörige ausgezahlt. Den zahlreichen Verletzten wurden in jedem Fall die Behandlungskosten erstattet. Doch da in den USA und beim Concorde-Unglück mehr Geld an die Angehörigen der Opfer ausgezahlt worden ist, so soll die Bahn AG statt 15.000 € nun 250.000 € pro Todesfall bezahlen. Im ersten großen Zivilprozess Ende Februar '02 traf das Berliner Landgericht nicht wie erhofft eine Entscheidung. Der Prozess wurde auf den 18. September vertagt. Ein Vergleich kam zunächst nicht zu Stande. Die Richterin schlug der Deutschen Bahn nun vorn, an die Interessengemeinschaft der Hinterbliebenen 511.000 Euro zu überweisen, um das Thema endlich zu beenden.

29.12.2001 — Mann sprang aus fahrendem Shinkansen

Während der Fahrt mit einem Shinkansen-Zug einer älteren Generation öffnete ein 54 Jahre alter Fahrgast absichtlich die Wagentüre und sprang in einem Tunnel bei 200 km/h aus dem Zug. Der Fahrer bemerkte das Warnsignal in seinem Cockpit und hielt sofort an. Nachdem ein Schaffner aus der offenen Türe hinaussah aber keine Ursache feststellen konnte, setzte der Zug die Fahrt fort. Der Fahrer eines nachfolgenden Shinkansenzuges sah den Mann neben dem Gleisbett liegen und verständigte die Polizei. Für den Suizid kam jede Hilfe zu spät.

23.11.2001 — ICE-Triebkopf in Flammen

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ging ein ICE 1-Triebkopf in Flammen auf. Lokführer von entgegenkommenden Zügen meldeten zwischen Hanau und Frankfurt austretenden Rauch aus dem hinteren Triebkopf des ICE 698. Daraufhin wurde der ICE im Bahnhof von Offenbach gestoppt. Die 160 Fahrgäste wurden bei dem Zwischenfall, der einen Schaden von ca. 7 Millionen Mark verursachte, nicht verletzt.

23.11.2001 — "Free-Gauge-Train": erstmals Testfahrten auf dem Shinkansennetz

Der komplett umspurbare japanische Triebzug GCT01 unternimmt seit Ende Oktober erstmals Testfahrten auf den Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsstrecken. Zur Zeit wird eine Umspuranlage für das Wechseln von Schmalspur- auf Normalspurnetz errichtet. Testfahrten mit dem Free-Gauge-Train sind bis Dezember 2002 geplant.

21.11.2001 — ICE 3 Testfahrten in Belgien

Seit Ende Oktober und Anfang November finden in Belgien Testfahrten mit einer ICE 3-Mehrsystem-Garnitur statt. Abgestellt wird der Zug in Brüssel-Midi zwischen Thalys und Eurostar-Garnituren. Im Gespräch ist eine ICE-Verbindung "Brüssel - Köln" für Herbst kommenden Jahres.

19.11.2001 — ICE fuhr zu schnell über Weiche

Ein ICE der ersten Generation fuhr am Samstag, den 17. November zwischen Hamburg und Hannover mit überhöhter Geschwindigkeit über den abzweigenden Ast eine Weiche. Statt der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h wechselte der ICE mit 120 - 185 km/h das Gleis, um einen Güterzug zu überholen. Im Speisewagen sind drei Mitropa-Mitarbeiter und zwei Reisende gegen die Wand geschleudert worden und haben Prellungen erlitten. Außerdem sei Geschirr durch die Luft geflogen. Eine Signalstörung wird als Ursache angegeben. Weil die Linienzugbeeinflussung den Zug nicht abbremste, sollen nun Untersuchungen vom Eisenbahnbundesamt und von Experten der Bahn durchgeführt werden.

15.11.2001 — ICE rast gegen Betonplatten

Auf der ICE-Strecke von Hannover nach Hamburg haben kurz vor Mitternacht unbekannte Täter einen Stapel von sieben Betonplatten auf die Gleise gelegt, in der ein ICE-Zug hineinraste. Nach dem Aufprall ließ der Zugführer den ICE bis zum nahe gelegenen Bahnhof Bardowick rollen, wo die Fahrgäste vorsorglich aussteigen und mit einem Interregio weiterfahren mussten. Der ICE konnte aber aus eigener Kraft das ICE-Werk in Hamburg erreichen. Die Höhe des Schadens an den Zug stand am Donnerstag noch nicht fest.

01.11.2001 — TGV Atlantique entgleist

Auf dem Weg von Paris nach Irun entgleiste am 31.Oktober bei Tempo 130 km/h ein TGV-Atlantique in der Nähe von Dax. Als Grund wird ein Hindernis auf den Gleisen angenommen. Fünf von mehr als 400 Fahrgästen wurden durch Glassplitter verletzt. Bei der Entgleisung kippten einige Wagen sowie der hintere Triebkopf um.

26.10.2001 — Microsoft setzt auf den ICE

Reisende sollen künftig auch in Zügen der Deutschen Bahn nicht mehr auf E-Mails und andere Online-Angebote aus dem Internet verzichten müssen. Bahnchef Hartmut Mehdorn und der Microsoft-Vorstandsvorsitzende Steve Ballmer einigten sich auf ein Pilotprojekt mit dem Namen "Rail&Mail". Neueste Technologien sollen für ein komfortables computergestütztes Arbeiten an Bord der Züge getestet werden. Des weiteren laufen Gespräche mit der Telekom, die Mobilfunk-Versorgung entlang der Schnellfahrstrecken deutlich zu verbessern.

25.10.2001 — Offene Schranke bremste ICE-TD aus

In Schwarzenbach schlossen am 25.Oktober die Halbschranken nicht. Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden ICE-TD bemerkte die geöffneten Schranken und legte eine Vollbremsung ein. Trotzdem kam der Zug erst mitten auf dem Bahnübergang zum Stehen. Glücklicherweise kam dabei niemand zu Schaden.

01.10.2001 — Weitere ICN für die Schweiz

Obwohl die bisherigen 24 ICN wegen ungenügender Signalisierung z.Zt. nur 160 km/h statt 200 km/h fahren dürfen, beschlossen die SBB offiziell, weitere zehn ICN - möglicherweise ohne Restaurant - bei Bombardier und Alstom zu ordern. Ab Dezember 2004 sollen sie auf der Juraflusslinie von Lausanne über Biel nach Zürich verkehren.

01.10.2001 — Neues ICE-Werk in Dortmund

Das vorhandene Werk in Dortmund Spähenfelde wird in einem Zeitraum von drei Jahren ausgebaut, damit die künftigen ICE 3 der NBS Frankfurt (M) / Köln mit Endhalt in Dortmund rasch gewartet werden können. Rund 100 Millionen DM werden in den Umbau und die Erweiterung investiert.

05.09.2001 — ICE 3 erreichte 368 km/h

Auf der 120 Kilometer langen Strecke zwischen Wolfsburg und Rathenow erreichte eine ICE 3 - Garnitur am 03.09. bei Messfahrten 368 km/h. Schon vorher war er für 300 km/h zugelassen, es fehlte aber noch die Zulassungsfahrt, mit der der Hochgeschwindigkeitszug eine 10 Prozent höhere Geschwindigkeit erreichen muss, als er im Plandienst fahren wird. Bei dem ICE 3 wurden rund 200 verschiedene Daten, unter anderem Vibration, Beschleunigung und Bremsleistung gemessen.

02.09.2001 — Das Bordrestaurant im ICE 3 wird abgeschafft

Nachdem feststand, dass der Sitzabstand im neuen ICE verringert wird, muss nun auch das Bordrestaurant dran glauben. Zugunsten höherer Beförderungskapazitäten soll es einem Bristrobereich weichen. ICE-Züge der 1. und 2. Generation sind von der Umbauaktion nicht betroffen. Der Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest.

02.09.2001 — Im ICE 3 wird man künftig enger sitzen

Beschlossene Tatsache ist der Umbau der ICE-Züge der 3. Generation. Um dem Fahrgastaufkommen auf der künftigen NBS Frankfurt (Main) / Köln gerecht zu werden, soll der Sitzabstand in der 2. Klasse im ICE 3 von 97 auf 92 Zentimeter reduziert werden. Da ein hoher Bedarf an Zweitklasswagen herrscht, wird ein Erklasswagen zu einem Zweitklasswagen umgerüstet. Die Anzahl der Raucherplätze schrumpft zugunsten eines höheren Nichtraucheranteils. In der ersten Klasse wird es keine Änderungen geben. Wann es zur Modifizierung kommt, ist noch unklar.

29.08.2001 — Schweizer ICN wieder im Einsatz

Wegen verlorenen Drehgestellteilen wurden alle ICN aus dem Verkehr genommen. Die Ursache waren lockere Schrauben. Unter 54.600 kontrollierten Schrauben seien 69 locker gewesen, teilten die SBB und Alstom am Donnerstag mit. Mit größter Wahrscheinlichkeit führten zu weiche Gummihalterungen, verbunden mit Vibrationen, zur Lockerung der Schrauben in den Drehgestellen. Alstom wird an den Schrauben Sicherungsanpassungen vornehmen.

19.08.2001 — Beim Schweizer ICN sind die Schrauben locker

Mitte August verlor ein ICN auf offener Strecke Teile eines Drehgestells. Daraufhin wurden alle ICN-Züge aus dem Verkehr genommen und genauestens untersucht. Bereits am 29. Juli war ein ICN in Zürich-Oerlikon entgleist, weil vermutlich eine nicht ordnungsgemäß festsitzende Schraube den Bruch einer Antriebswelle verursachte.

15.08.2001 — Ausgebremster ICE 3 soll Testfahrten absolvieren

Trotz hoher Leistungsreserven dürfen die seit Juni 2000 im Einsatz befindlichen ICE 3 - Züge nicht mehr als 230 km/h fahren. Ursachen dafür sind erhöhte Windempfindlichkeit und die Wirbelstrombremse, deren Auswirkungen auf Signalanlagen noch verringert werden müssen. Um endlich schneller fahren zu können, bedarf es Messfahrten, die in der kommenden Woche auf der Strecke Hannover-Berlin zwischen Wolfsburg und Rathenow stattfinden werden. Erst dann sind die neuen ICEs für 330 Stundenkilometer zugelassen. Für diese Zulassung muss der Zug Geschwindigkeiten bis 360 km/h im Fahrtest bestehen. Tut er das, dann ist auch die neuartige Wirbelstrombremse zugelassen.

30.07.2001 — Im August umfahren die ICE-Züge Nürnberg

Wegen umfangreichen Gleisbauarbeiten auf der Strecke Nürnberg - Würzburg werden alle ICE-Züge sowie ein IC-Zug Nürnberg großräumig umfahren. Fahrgäste aus Nürnberg werden durch einen ICE-Shuttle-Service nach Donauwörth gebracht. Dort können in der Zeit vom 1. bis 30. August Reisende in die ICE-Züge zusteigen. Weiterhin halten in diesem Zeitraum die 7 ICE-Züge auch in Ansbach.

22.07.2001 — Geologische Probleme bei NBS München – Nürnberg

Die Deutsche Bahn ist beim Bau der Tunnelabschnitte zwischen Ingolstadt und Nürnberg auf riesige Hohlräume gestoßen. Diese Höhlen sind so groß, dass sie vom ICE wahrscheinlich nur auf Brücken durchquert werden können. Der Bau von unterirdischen Brücken war bislang nicht vorgesehen. Die Inbetriebnahme der Strecke dürfte sich dadurch bis Ende 2005 verzögern.

30.06.2001 — Bestellung von 10 weiteren ICN für die Schweiz

Ende Juni bestellen die SBB bei Bombardier Transportation und Alstom Schienenfahrzeuge weitere 10 ICN-Züge. Sie ergänzen die 24 Fahrzeuge der ersten Serie und kommen ab Ende 2004 zwischen Genf- / Lausanne - Biel - Delémont - Basel zum Einsatz. Nach Klärung der Finanzierungsfrage sollen nochmals 10 Neigezüge des Typs ICN folgen. Die Herstellungskosten bei Bombardier belaufen sich auf rund 420 Millionen Franken.

28.06.2001 — Anschläge auf die Neubaustrecke "Méditerranée"

Gegner der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Frankreich verübten am 26. Juni Brandanschläge auf Einrichtungen entlang der Strecke, was zu erheblichen Verspätungen führte.

24.06.2001 — Schwelbrand im ICE

In Baden-Württemberg mussten rund 150 Fahrgäste am 23. Juni einen ICE-Zug auf freier Strecke verlassen. Eine Zeitung in einem Abteil löste ein Feuer aus. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes Karlsruhe waren die Fahrgäste zu keiner Zeit in Gefahr. Der Schwelbrand konnte vom Zugpersonal mit Feuerlöschern schnell erstickt werden.

20.06.2001 — Fahrgast stürzte aus ICE

Am Montag, dem 18. Juni stürzte ein Fahrgast beim Öffnen einer Einstiegstüre auf der Neubaustrecke "Hannover - Göttingen" bei 250 km/h aus einem ICE. Beim Öffnen der Türe bekam der Triebfahrzeugführer ein Signal vom Bordcomputer, worauf er den Zug stoppte. Es wird von einem Selbstmord ausgegangen, da die Türblockierung nur absichtlich geöffnet werden kann. In Frankreich kam es vor ein paar Jahren zu einem ähnlichen Zwischenfall, als ein Fahrgast bei 300 km/h aus einem TGV-Zug fiel. Die Ursache ist bis heute nicht geklärt.

09.06.2001 — Diesel-ICE (ICE-TD) geht an den Start

Ab dem 10. Juni wird die IR-Linie "Nürnberg - Dresden" komplett auf ICE-TD umgestellt. Zu den seit 23. April verkehrenden 4 ICE-TD-Zugpaaren kommen weitere 4 Zugpaare hinzu. Zwei davon fahren über Marktredwitz, die anderen nehmen den kürzeren Weg über Bayreuth.

09.06.2001 — Eröffnung der Neubaustrecke TGV-Méditerranée

Ab dem 10. Juni wird der Abschnitt Valence - Marseille der LGV-Méditerranée in Betrieb gehen. Damit gehen auch umfangreiche Änderungen des Fahrplans einher. Für die Distanz Paris - Marseille benötigt der TGV im günstigsten Fall nur 3 Stunden Fahrzeit. Neu ist auch die Anbindung von Metz an das TGV-Netz. Das Thalys-Angebot beinhaltet nun eine saisonale Direktverbindung "Amsterdam - Marseille". Für die 1289 km lange Strecke benötigt der Thalys 7 Stunden 28 Minuten. Auf dem 831 Kilometer langen Abschnitt "Brüssel - Marseille" stellt der Thalys mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 238 km/h einen französischen Rekord auf (Fahrzeit: 3 Stunden 29 Minuten). Weitere Informationen sind unter der Rubrik "Frankreich >> Thalys" und "Frankreich >> Strecken" zu finden.

05.06.2001 — Keine Raucherplätze mehr im Eurostar

Ab dem 1. Oktober 2001 wird es künftig keine Raucherplätze mehr im den Eurostar Hochgeschwindigkeitszügen geben. Begründet wird diese Entscheidung durch einen Mangel an Nichtraucherplätzen, wie sich bei einer Befragung der Fahrgäste herausstellte. Zudem ist ab 2002 geplant, nach und nach die Inneneinrichtung der Eurostar-Züge zu erneuern.

05.06.2001 — Spanien baut sein Hochgeschwindigkeitsnetz weiter aus

Bis 2010 möchte die spanische Regierung das Hochgeschwindigkeitsnetz auf 7200 km Länge ausgedehnt haben. Schon jetzt sind neben der Verbindung Madrid-Barcelona folgende Neubaustrecken im Bau:

  • Segovia - Valladolid
  • Santiago de Compostela - La Coruna
  • Albacete - Valencia
  • Valendia - Tarragona
  • Córdoba - Málaga

Des weiteren ist bis 2010 die Beschaffung weiterer Hochgeschwindigkeitszüge geplant:

  • 146 Triebzüge für 300 - 350 km/h (Fernverkehr)
  • 86 Triebzüge für 250 - 270 km/h (Regionalverkehr)
  • 50 Triebzüge für 220 - 240 km/h mit variabler Spurweite
  • weitere 92 Triebzüge für die Strecke Madrid - Barcelona

03.06.2001 — ICE 3 für Spanien wird international gefertigt

Siemens ist verpflichtet, 90 Prozent des ICE3 in Spanien fertigen zu lassen. Ein Drittel des Auftragswertes wird in einem Werk in der Nähe von Barcelona hergestellt. Es handelt sich hauptsächlich um Fahrmotoren. Bei Zweidrittel können sich andere Firmen beteiligen. So werden sich die Hersteller von TGV-Zügen "Alstom" und "CAF" an der Konstruktion beteiligen.

02.06.2001 — Testfahrten des ICE 3 in Frankreich

Wie der Newsgroup fr.misc.transport.rail zu entnehmen ist, werden auf der Strecke "Straßburg - Mülhausen" mit einem ICE 3 Mehrsystemzug Testfahrten durchgeführt.

27.04.2001 — ICE 3 und Talgo 350 sollen in Spanien fahren

Ab 2004 sollen auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Madrid nach Barcelona neue Hochgeschwindigkeitszüge fahren. Dazu bestellte die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE 16 ICE 3 von Siemens und nochmals 16 Talgo 350 - Züge von Adtranz-Schweiz / Talgo. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 350 km/h liegen.

01.03.2001 — Zugunglück in England

Am Morgen des 28. Februars gegen 6:30 Uhr kam es zu einem schweren Zugunglück in der Nähe von Selby. Ein Autofahrer kam bei schlechtem Wetter wegen eines geplatzten Reifens von der Fahrbahn ab und viel von einer Brücke auf die darunter verlaufenden Gleise. Der leichtverletzte Fahrer verständigte sofort per Handy den Notruf. Doch noch während des Anrufes fuhr ein Güterzug in das Fahrzeug und entgleiste. Ein aus der Gegenrichtung kommender IC (Baureihe 91), der mit Pendlern von York nach London unterwegs war, fuhr mit ca. 200 Stundenkilometern in den entgleisten Güterzug. Die Bilanz des tragischen Unglücks: 13 Tote und ungefähr 70 z.T. schwerverletzte Reisende. Jedoch werden noch weitere Opfer unter den Trümmern vermutet.

18.10.2000 — Zugunglück in England

Am 17.10.2000 entgleiste ein britischer Hochgeschwindigkeitszug. Der Unfall ereignete sich zwischen London und Leeds bei 184 km/h. Bisher sind 4 Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen. Die Ursache der Entgleisung mehreren Wagen ist wahrscheinlich ein Gleisbruch.

26.09.2000 — Neues Tarifsystem bei der Deutschen Bahn

Deutschland ist das teuerste Bahnland Europas. Dass es noch teurer geht, demonstriert die Deutsche Bahn AG mit ihrem neuen Tarifsystem, das ab Herbst 2000 in drei Stufen modernisiert wird. Der Fahrpreis wird danach richten, wie schnell ein Fahrgast von A nach B fährt und wie lange er im Voraus bucht. Wer sich nicht vorher festlegen kann (z.B. Geschäftsreisende) darf draufzahlen. Scheinbar besitzen zu viele Fahrgäste eine Bahncard, denn evtl. soll der Ermäßigungsrabatt von bisher 50% auf lediglich 25% sinken. Hat man als Fahrgast trotzdem ein Billigtarif erworben, ist eine Umbuchung nicht oder nur gegen Aufpreis möglich.

18.07.2000 — Neue TGV-Duplex-Generation

Bald soll eine neue TGV-Duplex-Generation die Fahrgäste auf der TGV-Südost-Strecke befördern. Auf der Expo 2000 kann man im Pavillon "Frankreich" ein Modell des zukünftigen Doppelstock-TGVs sehen.

23.06.2000 — Rhealys-Züge für TGV-Est-Linie

Nun nimmt das Projekt "TGV-Est" endlich konkrete Formen an. Bis 2006 wird eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris bis Metz und von Rastatt bis Appenweier entstehen. Die Fahrzeiten von 6 Stunden werden dann auf 3,5 Stunden schrumpfen. Auf dieser Strecke sollen neue Züge mit dem Namen Rhealys verkehren. Ob das wieder reine TGV-Züge oder von Frankreich und Deutschland zusammen entwickelte Fahrzeuge sein werden, ist nicht bekannt.

18.06.2000 — Ausdehnung des Eurostar-Einsatzes

Ab dem Sommerfahrplan 2000 werden erstmals die 7 kurzen Eurostarzüge zwischen London und Brüssel eingesetzt. Die entfallenden langen Eurostars sollen von London über Paris hinaus bis nach Lyon fahren, solange, bis der neue TGV-Duplex fertiggestellt ist. Weitere 4 kurze Eurostar-Garnituren möchte die British Rail auf der Hauptstrecke zwischen London und Edinburgh fahren sehen.

17.06.2000 — 19-Jähriger warf sich vor Eurostar

Am Freitag, den 16. Juni hat sich ein 19-jähriger Gymnasiast vor einem 250 bis 300 km/h schnellen Eurostar geworfen und Selbstmord begangen. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. Der Unfall ereignete sich in der Nähe von Lille.

07.06.2000 — Eurostar entgleist

Am Montag, den 5. Juni ist in der Nähe der französischen Stadt Arras ein Eurostar-Zug bei 300 km/h entgleist. Der Zug mit rund 500 Fahrgästen war auf dem Weg von Paris nach London, als einige der Wagen aus den Schienen sprangen. Glücklicherweise kippten diese nicht um, so dass nach Angaben der SNCF kein Toter zu beklagen ist. Sieben Fahrgäste trugen Verletzungen davon. Ein technischer Defekt am hinteren Dehgestell des Triebkopfes soll für den Unfall verantwortlich gewesen sein.

04.06.2000 — Französischer TGV für England

Schon bald möchte die Virgin Rail Group in England 55 bis 60 Hochgeschwindigkeitszüge beschaffen, die vom französischen TGV abgeleitet sein werden. Die 330 km/h schnellen Züge mit dem Namen Virgin à Grande Vitesse (VGV) sollen zwischen London, Paris, Amsterdam und Köln pendeln.

04.06.2000 — Neue Hochgeschwindigkeitszüge für Spanien

Bis zum Jahresende 2000 soll der Bau neuer Hochgeschwindigkeitszüge in Auftrag gegeben werden. Zur Auswahl stehen der deutsche ICE 3, einer der frz. TGV-Züge und der Talgo. Diese neuen Hochgeschwindigkeitszüge sollen auf der 2005 fertiggestellten Schnellstrecke Madrid-Barcelona mit 350 km/h fahren. Das Auftragsvolumen liegt bei 1,3 Milliarden DM. Bis 2007 möchte die spanische Regierung weitere Schnellstrecken aus dem Boden stampfen, um die Hauptstadt Madrid von jeder Großstadt Spaniens aus in 4 Stunden oder weniger erreichen zu können. Dafür werden 55 Milliarden DM zur Verfügung gestellt.

07.02.2000 — Nachtzug in Deutschland entgleist

In der Nacht vom 5. zum 6. Februar entgleiste der Nachtzug D 203 in Brühl in der Nähe von Köln. Sieben Tote wurden geborgen, viele Verletzte lagen stundenlang unter den Trümmern der verkeilten Waggons. Bei dem Unfall stürzten die Lok und drei Wagen eine Böschung hinab. Die Lok der Baureihe 101 kam in einem Haus stehen. Der Zug war von Amsterdam auf dem Weg nach Basel mit vielen Reisenden aus dem Ausland unterwegs.

31.01.2000 — Erste Testfahrten mit koreanischem TGV

Ein kleiner Teil der 412 km langen Neubaustrecke zwischen Seoul und Pusan ist für erste Testfahrten fertiggestellt worden. Seit Mitte Dezember finden dort Testfahrten des KTX (Korean Train Express) statt. Die teils in Frankreich (12), teils in Korea (34) gefertigten Züge sollen im Dezember 2003 erstmals den Plandienst aufnehmen.

30.01.2000 — Europäischer 320 km/h-Zug geplant

Bis 2010 soll ein Hochgeschwindigkeitszug der 4. Generation mit einheitlicher Technik und gleichen Sicherheitsstandards in Betrieb gehen. Diesen Zug wollen die Deutsche Bahn AG und SNCF gemeinsam entwickeln. Inwieweit Techniken vom französischen TGV und dem deutschen ICE übernommen werden, ist noch unklar.

21.01.2000 — Siebenteiliger ICE-T im Planbetrieb

Seit dem 19.12.1999 fahren auf der ICE-Linie 10A die neuen siebenteiligen ICE-T-Züge. Die Fahrt geht von Berlin aus über Magdeburg nach Düsseldorf, allerdings ohne Halt in Hannover.

14.01.2000 — ICE 3 ausgebremst

Zur Expo 2000 in Hannover soll schon der ICE der 3. Generation die Besucher der Weltausstellung befördern. Allerdings gibt es Probleme, die beim Einsatz der linearen Wirbelstrombremse auftreten können. Das starke Magnetfeld, dass die Wirbelstrombremse erzeugt, stört die Signale an den Strecken. Bis alle Signale fertig abgeschirmt sind, darf der ICE 3 auf Ausbaustrecken statt 200 km/h nur mit 140 km/h fahren. Auf Neubaustrecken sind lediglich 160 km/h (lt. em 1/2000) bzw. 200 km/h (lt. Focus) anstatt 280 km/h erlaubt. Da vorerst die Wirbelstrombremse nicht zum Einsatz kommen darf, müssen die im Vergleich zum ICE1 und 2 abgespeckten Scheibenbremsen den Zug sicher bremsen.

12.01.2000 — Eurotrain in Taiwan ausgeschieden

Taiwan kauft ihren Superzug überraschend bei der japanischen Shinkansen-Gruppe. Eurotrain war 1998 bei der Ausschreibung für den Bau des taiwanesischen Hochgeschwindigkeitszuges in die engere Wahl gekommen. Taiwan plant seit langem den Bau einer 350 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der Hauptstadt Taipeh im Norden und dem Ballungsraum um die südliche Hafenstadt Kaohsiung. Der Auftragswert wird auf umgerechnet 27,5 Milliarden DM geschätzt.

07.10.1999 — Zugunglück in England

Etwa drei Kilometer vom Bahnhof Paddington im Westen Londons entfernt waren am 05.10.1999 ein Intercity und ein Schnellzug ineinander gerast. Mehrere Waggons entgleisten und gerieten in Brand. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Feuerwehr und Bahnpolizei begannen nach den ersten Rettungseinsätzen mit der systematischen Durchsuchung der zerstörten Waggons. Bis zum Nachmittag konnten sie alle Passagiere bergen, die noch in den Trümmern eingeschlossen waren. Sechs Krankenhäuser in der Umgebung versorgten insgesamt 124 Verletzte; viele von ihnen hatten Brandwunden. In Schulen und in einem Supermarkt wurden die Leichtverletzten versorgt. Der Bahnhof Paddington, einer der größten des Landes, wurde für den ganzen Tag geschlossen. Dadurch fiel auch die wichtigste Bahnverbindung zum größten Londoner Flughafen Heathrow aus.

07.10.1999 — Eurotrain für Taiwan in Gefahr

Auf der schon im Bau befindlichen, 345 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke soll der Eurotrain fahren. Die Finanzierung der neuen Strecke ist jedoch nach wie vor ungeklärt. Japan bietet Kredite von 70 Milliarden Taiwan-Dollar an, wenn Taiwan statt des Eurotrains die Shinkansen-Züge bestellen würde.

07.10.1999 — Trassenführung der Neubaustecke Rhin-Rhône liegt fest

Es steht fest, dass die Neubaustecke Rhin-Rhône zwischen Dijon und Belfort verlaufen soll. Die Baukosten würden sich auf 8,9 Milliarden Franc belaufen. Nach einer Finanzanalyse wird entschieden, ob die langersehnte Schnellstrecke gebaut wird oder nicht.

07.10.1999 — Nachbestellung von TGV-Duplex-Garnituren

Im Juli 2000 soll die Schnellstrecke von Paris zum Mittelmeer eingeweiht werden. Um die Kapazitäten zu erhöhen, bestellte die SNCF weitere 12 TGV-Duplex-Garnituren. Die ersten Züge sollen Mitte 2001 ausgeliefert werden.

07.10.1999 — Weitere Neubaustrecken in Deutschland geplant

Obwohl sich die Finanzlage in Deutschland nicht gebessert hat, sollen zwei weitere Neubaustrecken entstehen. Zwischen Rottendorf und Iphofen auf der Strecke Würzburg - Nürnberg soll ein ca. 30 Kilometer langer Abschnitt für 300 km/h neu gebaut werden. Nach Iphofen wird sich die schon fertiggestellte Ausbaustrecke anschließen. Geplant ist auch eine ICE-Strecke von Stuttgart nach Ulm. Jedoch wird sich die Realisierung dieser Projekte um ein paar Jahre hinauszögern.

06.10.1999 — Neigezüge für Norwegen am Start

Der Boom der Züge mit Neigetechnik ist ungebremst. Ab 1. November 1999 sollen die "Krengetog" (Baureihe BM 73) zwischen Oslo und Kristiansand planmäßig verkehren. Die von Adtranz gefertigten 16 Züge sollen aber im Laufe des kommenden Jahres weitere Strecken befahren.

30.09.1999 — Das deutsche Schienennetz wird modernisiert

Angesichts des teilweise stark veralteten Schienennetzes werden bis zum Jahr 2010 rund 48 Milliarden DM für die Modernisierung des bestehenden Netzes aufgewendet. Vor allem Oberbau, sowie Leit- und Sicherungstechnik sollen flächendeckend verbessert werden, u.a. damit der ICE-T seine volle Geschwindigkeit ausfahren kann.

24.08.1999 — Aus für die ICE-Strecke "Nürnberg – Erfurt"

Wegen Geldmangel wird der Bau der 8 Milliarden teuren Neubaustrecke von Nürnberg nach Erfurt vorerst nicht mehr fortgesetzt. Der z.Zt. im Bau befindliche Abschnitt von Erfurt nach Arnstadt wird jedoch fertiggestellt und ans vorhandene Schienennetz angebunden. Die Fahrzeitverkürzung zwischen Nürnberg und Erfurt beträgt dennoch 43 Minuten.

21.08.1999 — Eurostar als TGV im Einsatz

Die SNCF übernahm drei Eurostar-Garnituren und rüsteten diese für den TGV-Verkehr um, so dass sie auch unter 1,5 kV Gleichstrom fahren können. Anstatt des TGV-Réseau 9532/9573 pendeln zwei Züge zwischen Brüssel und Nice. Das Eurostar-Logo wurde durch das SNCF-Logo ersetzt.