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Erster chinesischer Transrapid geht zum Jahreswechsel in Betrieb – 22.12.2003

Ab dem 1. Januar 2004 wird der Transrapid in Shanghai offiziell den Betrieb aufnehmen. Auf der 30 Kilometer langen Strecke vom Finanzzentrum zum Flughafen wurden seit Ende 2002 im Probebetrieb schon 500.000 Fahrgäste befördert.

Maglev stellt neuen Rekord auf – 03.12.2003

Am späten Dienstag Abend, dem 02. Dezember stellte der japanische Maglev mit 581 km/h einen neuen Weltrekord für Magnetschwebefahrzeuge auf. Die Techniker an Bord überzeugten sich bei den Hochgeschwindigkeitstests über die Stabilität und Beständigkeit des Schwebesystems. Die circa 18 Kilometer lange Strecke liegt in der Nähe der Stadt Kofu. Ziel der Japaner ist der kommerzielle Einsatz zwischen den Metropolen Tokio und Osaka, wobei eine Höchstgeschwindigkeit von 500 km/h angepeilt wird.

Alle ICE-TD kommen auf das Abstellgleis – 21.10.2003

Die Entscheidung fiel der Deutschen Bahn sicherlich nicht ganz leicht: die anhaltenden Pannenserien lassen die ICE-Züge der Baureihe 605 zum Fahrplanwechsel auf das Abstellgleis rollen. Über ihre weitere Verwendung wird noch entschieden. Vielleicht lässt die DB alle 20 dieser Fahrzeuge wieder an den Hersteller Siemens zurückgehen.

Neuer Hochgeschwindigkeits-Stromabnehmer im Test – 03.08.2003

Im Juli fanden zwischen Augsburg und Donauwörth Schnellfahrten mit einem neuartigen Stromabnehmer statt. Er soll hohe Geschwindigkeiten auf Strecken ermöglichen, die dafür nicht speziell gerüstet sind. Ein neuartiges Schleifstück nutzt die Oberleitung weniger ab. Absolut neu ist zudem die aktive Regelung. Dabei sollen Hindernisse wie Äste oder Bäume auf den Oberleitungen erkannt werden. Bei Berührung senkt sich der Stromabnehmer automatisch und ein Kaputtreißen der Oberleitung über mehrere hundert Meter wird verhindert. Ein weiteres Plus: Der neue Pantograph ist deutlich leiser, was bedeutet, dass in dicht besiedelten Gebieten höhere Geschwindigkeiten möglich sind, ohne die Lärmschutzauflagen zu verletzen. Für Ende 2003 sind Versuchsfahrten auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt/Main - Köln geplant, denn mehr als 230 km/h waren auf der bisherigen Teststrecke nicht möglich.

Testfahrten auf NBS in England – 30.07.2003

Ab September 2003 soll der erste Teil der neuen Schnellbahntrasse durch die Grafschaft Kent in Betrieb gehen. Zur Zeit werden Versuchsfahrten mit Eurostar-Zügen durchgeführt. Am 30. Juli sollen erstmals 205 mph (330 km/h) erreicht werden. Im Internet sind schon jetzt Videos und Fotos zu bisherigen Testfahrten zu sehen.

Neue Schnellstrecken zu wenig ausgelastet – 29.07.2003

Das Fahrgastaufkommen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Mediterranée" ist nach einjährigem Bestehen geringer als ursprünglich erhofft. Auch auf der neuen Sprinterstrecke von Frankfurt/Main nach Köln hat die Deutsche Bahn Grund zur Klage, da die Züge nur zu 37 Prozent ausgelastet sind. Eurostar beförderte ein Zehntel weniger Passagiere als noch im Vorjahreszeitraum. Zum Einen liegt es an der allgemeinen Konjunkturflaute. Bei der neuen Strecke in Deutschland tragen zusätzlich Pannen mit den Fahrzeugen zum Verdruss der Fahrgäste bei, die als Folge auf konkurrierende Verkehrsmittel ausweichen, wie z.B. auf "Billigflieger".

Bau der ICE-Strecke „Berlin – München“ genehmigt – 22.06.2003

Bis spätestens 2017 soll die komplette Neubaustrecke von Berlin nach München über Nürnberg, Erfurt und Leipzig in Betrieb gehen. Diese umstrittene ICE-Strecke gehört zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit. Bahnchef Hartmut Mehdorn und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) vereinbarten die Finanzierung für das wichtige Teilstück Erfurt - Halle. Die bisher durchgeführten, teuren Bauarbeiten waren damit nicht umsonst. Das 122 Kilometer lange Teilstück zwischen Halle und Erfurt soll rund 1,9 Milliarden Euro kosten und bis spätestens 2015 fertig gestellt werden. Finden in Leipzig die Olympischen Spiele statt, soll die Strecke schon 2012 in Betrieb gehen.

Bahn spart bei ICE-Wartung – 21.06.2003

Von September an sollen alle Reparaturen und Wartungen an den ICE-Zügen nachts und am Wochenende stattfinden. Der Abstand zwischen den Inspektionen solle verlängert werden. Das bedeutet, dass statt nach 60.000 Kilometern die Züge künftig nach 80.000 Kilometern gewartet werden. Die Deutsche Bahn erhofft sich dadurch Einsparungen in Höhe von 151 Millionen Euro. Kritiker befürchten, dass diese Maßnahme zu Lasten der Sicherheit der Fahrgäste gehen könne. Der TÜV hat jedoch bereits grünes Licht gegeben.

Mann von zwei ICE-Zügen erfasst – 16.06.2003

Ein 38-jähriger Mann wollte im Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen die Gleise überqueren und wurde von einem der durchfahrenden ICE-Züge auf das Gegengleis geschleudert und dort von einem entgegenkommenden ICE überfahren. Der Mann war sofort tot. Seine schwangere Lebensgefährtin, sieben Kinder und vier Erwachsene, die den Unfall vom Bahnsteig aus mit ansahen, erlitten einen Schock und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Erhöhung der Geschwindigkeit bei TGV-Zügen – 04.05.2003

Um Erfahrungen im höheren Geschwindigkeitsbereich für den TGV-Ost-Verkehr zu sammeln, sollen nun die TGV-Züge für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h umgerüstet werden. Das betrifft vor allem das Zugsicherungssystem TVM 430. Erste Einsätze erfolgen dann auf der TGV-Strecke von Lyon nach Marseille. Auf der zukünftigen Neubaustrecke "TGV-Est", auch POS (Paris – Ostfrankreich – Südwestdeutschland) genannt, sollen in ein paar Jahren die TGV regulär mit 320 km/h fahren.

Talgo 350 wird in Serie hergestellt – 03.05.2003

Nachdem mit dem Vorserienzug drei Jahre lang Versuchsfahrten durchgeführt wurden, ist vor ein paar Monaten die Serienfertigung des Talgo 350 angelaufen. Zum Herbst 2003 kommen die ersten Züge aus den Fertigungshallen. Die komplette Auslieferung wird bis weit ins Jahr 2004 hinein reichen.

Pannen beim ICE 3 und ICE-TD bald beseitigt – 17.04.2003

Die Deutsche Bahn AG ist zuversichtlich, dass die Industrie spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember ihre technischen Probleme mit ICE-Zügen gelöst hat. Betroffen sind die ICE-3-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Neubaustrecke Köln-Rhein/Main und die Neigetechnik-Diesel-ICEs zwischen Chemnitz und Nürnberg. Nach einem Achsbruch beim ICE-TD im vergangenen Jahr fahren diese deshalb nur noch ohne die Neigetechnik, was zu regulären Verspätungen führt. Beim ICE 3 gibt es nicht nur technische Mängel, sondern sie seien zudem auch unerwartet teuer im Unterhalt, weil es einen hohen Verschleiß an Ersatzteilen gebe.

Lokführer im Shinkansen eingeschlafen – 16.04.2003

Ein japanischer Lokführer kann von sich behaupten, seine Arbeit im Schlaf zu erledigen: Im Tiefschlaf steuerte der 33-jährige Fahrer einen 270 Stundenkilometer schnellen Shinkansen mit 800 Fahrgästen unfallfrei über eine 26 Kilometer lange Strecke. Das automatische Kontrollsystem hat sich eingeschaltet und den Shinkansen-Zug zum Stillstand gebracht. Der vom Zugchef wach gerüttelte Fahrer fühlte sich kerngesund und fuhr den Zug zum 200 Kilometer entfernten Bahnhof Shin-Osaka. Neben ihm saß ein Bahnangestellter, der den Zug im Notfall hätte steuern können. Der Lokführer wurde erst einmal auf einen anderen Posten versetzt. Ob er wieder einen Shinkansen steuern darf, muss noch entschieden werden.

ICE nach Saarbrücken noch vor 2007 – 25.02.2003

Gemäß der Saarbrücker Zeitung will die Deutsche Bahn mit der Aufwertung der Verbindung Frankfurt-Saarbrücken-Paris offenbar nicht bis zur Fertigstellung der Neubaustrecke im Jahr 2007 warten. Ab wann genau die ersten ICE 3 Mehrsystemzüge bis nach Saarbrücken fahren sollen, äußerte sich Bahnchef Mehdorn allerdings nicht.

Durchgehender Handyempfang auf ICE-Strecke – 24.02.2003

Auf der ICE-Strecke "Frankfurt/Main - Köln" wurden alle 30 Tunnel mit speziellen RADIX Koaxialkabeln ausgestattet, die einen unterbrechungsfreien Handyempfang entlang der kompletten Schnellstrecke erlauben. Die Versorgung erstreckt sich nicht nur auf die GSM-Frequenzen im 900 und 1800 MHz-Bereich, sondern auch auf die UMTS-Frequenzen. Installiert wurden die Funkkabel von der Andrew Corporation, die mit dieser Technik schon in den USA und in China erfolgreich waren.

China versteigert Namensrecht für Transrapid – 16.02.2003

Am 5. März beginnt in China die Versteigerung des Namensrechtes für den in Shanghai verkehrenden Transrapid. Das Mindestangebot liegt bei umgerechnet einer Million Euro. Der Käufer darf für zwei Jahre den Namen bestimmen, in diesem Zeitraum im Magnetzug werben und über eine bestimmte Anzahl reservierter Sitze verfügen. Mehr als zehn einheimische und ausländische Firmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, darunter auch Deutschlands größte Baumarktkette OBI. Nach deren Wünschen soll der Transrapid in "OBI-Express" umgetauft werden.

ICE 3 - Probleme auf NBS Frankfurt / Köln – 25.01.2003

Die Pannenserie mit dem ICE 3 auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Frankfurt (Main) - Köln nehmen kein Ende. Probleme treten immer wieder beim Flügeln von Zügen auf, weswegen oft die beiden ICE-Halbzüge in kurzem Abstand hintereinander fahren müssen, was zu Lasten der Streckenkapazität geht. Ab und zu fällt die Wirbelstrombremse aus. Die Elektronik des Zuges beschränkt in solch einem Fall die Höchstgeschwindigkeit auf 230 km/h. Verspätungen sind die Folge. Stellwerkprobleme, die menschlichen Ursprungs sind, haben bisher dreimal dafür gesorgt, dass ICE-Züge, die eigentlich in Siegburg hätten halten sollen, einfach durchgefahren sind. Die Weichen waren nicht auf Abbiegen gestellt.

Talgo-Schnellzug in Spanien entgleist – 05.01.2003

Am Samstagabend, dem 3. Januar, entgleiste ein Talgo-Schnellzug in der Nähe der Stadt Albacete, die rund 230 Kilometer südöstlich von Madrid liegt. Die Lokomotive, ein Gepäck- und ein Personenwaggon sprangen aus den Schienen, wobei von den 220 Fahrgästen zwei ums Leben kamen und weitere 28 verletzt wurden. Die Ursache des Zugunglücks ist noch nicht geklärt. Es wird aber von einem Gleisfehler ausgegangen.

Spanien leiht zwei ICE 3-Mehrsystemzüge – 02.01.2003

Hinweis: ursprünglich sollte die NBS zum Jahreswechsel eröffnet werden, doch es wird noch bis nächstes Jahr dauern. Daher ist die folgende Nachricht nicht mehr aktuell.

Spanien eröffnete am 1. Januar diesen Jahres einen Großteil ihrer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Barcelona nach Madrid. Vorerst enden die Züge aber in Lérida anstatt in Barcelona, da dieser Abschnitt noch nicht fertiggestellt ist. Die von Spanien bestellten 16 Züge des Typs Velaro E (der Baureihe AVE S 103) bei Siemens können jedoch erst 2004 geliefert werden. Deswegen zieht die Deutsche Bahn zwei ihrer Mehrsystem-ICE 3 ab und stellt sie für die RENFE bis dahin zur Verfügung. Auch der Talgo 350 ist noch nicht lieferbar, weswegen einige Euromed-Züge von der Strecke "Barcelona - Valencia - Alicante" abgezogen werden. Sie bekommen Normalspurdrehgestelle, um ebenfalls auf der NBS fahren zu können. Zu guter Letzt sollen Elektrolokomotiven der Baureihe 252 umgespurte Talgo VII-Einheiten auf dem neuen Einsatzgebiet ziehen.

Kosten für NBS/ABS Nürnberg – Erfurt steigen weiter – 01.01.2003

Für den Bau des Abschnittes Nürnberg – Erfurt werden weitere Bundesgelder in Höhe von 700 Mio. Euro benötigt. Ansonsten sieht die Deutsche Bahn die Realisierung der ICE-Trasse gefährdet. Damit steigen die Kosten auf 4,91 Milliarden Euro. Die komplette Strecke wird mindestens 7,6 Milliarden Euro verschlingen.

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