Siemens möchte ICE für Russland herstellen 07.12.2004
Zur Zeit laufen Verhandlungen zwischen Siemens und der staatlichen russischen Eisenbahngesellschaft RZD, ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Hochgeschwindigkeitszügen zu gründen. Über die Anzahl und Kosten ist noch nichts bekannt. Laut Itar Tass soll das Unternehmen auf Basis der Siemens-Technologie Hochgeschwindigkeitszüge für den russischen Markt entwickeln. Der erste von mehr als 120 Zügen könne 2007 produziert werden und mit maximal 230 Kilometer pro Stunde verkehren. Interessanterweise stellte die „Russische Aktiengesellschaft Hochgeschwindigkeitsmagistralen“ (RAO VSM) am 28. Juli 1999 in Tichvin einen eigenen Hochgeschwindigkeitszug namens "Sokol" für 250 km/h vor. Die Serienzüge sollen ab 2010 für 350 km/h zugelassen sein.
Doch pünktliche Bezahlung der ICE-T2-Züge 07.12.2004
Ende November 2004 ging in der Presse das Gerücht um, dass der Bahnchef Hartmut Mehdorn die ICE-T2 erst dann vollständig bezahlen wird, wenn sich die ICE-T2 bewährt haben. Siemens soll damit angespornt werden, mögliche Pannen so schnell wie möglich zu beheben. Ein paar Tage später dementierte die DB offiziell diese „Falschmeldung“. Auch Siemens bekräftigte, dass die ersten 6 von 28 Züge pünktlich zum Fahrplanwechsel im Liniendienst fahren und pünktlich von der DB bezahlt werden.
Mit Eurostar und Thalys zum Skifahren 05.12.2004
Auch im Winter 2004/2005 gibt es wieder Direktverbindungen in die französischen Alpen. So bietet Eurostar UK den "Eurostar Ski" an. Der Nachtzug führt vom 19. Dezember 2004 bis zum 13. Februar 2005 jede Woche direkt in die Skigebiete der französischen Alpen. Das bedeutet zwei Tage mehr Skifahren. Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten sind auf der offiziellen Website von Eurostar zu finden. Ebenso bietet Thalys einen vorübergehend erweitertes Streckennetz an. Zwischen dem 25. Dezember 2004 und dem 9. April 2005 fahren einige Thalys PBA Hochgeschwindigkeitszüge von Amsterdam über Brüssel bis nach Bourg St Maurice. Preise und Fahrzeiten sind auf der offiziellen Website zu finden.
Erstmals Shinkansen-Zug entgleist 30.10.2004
Am Samstag, den 23. Oktober erschütterte ein schweres Erdbeben die Präfektur Niigata. Daraufhin ist zum ersten Mal in der Geschichte des Shinkansen ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist. Der Zug der Baureihe 200 war mit 210 km/h auf dem Weg von Tokio nach Niigata, als das Beben zwischen Urasa und Nagaoka 8 von den 10 Wagen zum Entgleisen brachte und der Zug nach 1,6 Kilometern zum Stillstand kam. Keiner der 151 Fahrgäste wurde verletzt. Da der Bahnhof Nagaoka nur 6 Kilometer weit entfernt lag, mussten die Fahrgäste zu Fuß dorthin marschieren. Auch andere Shinkansen konnten vorerst ihre Fahrten nicht fortsetzen. Nun wird die Strecke gründlich auf Schäden hin inspiziert, bevor man wieder den Betrieb aufnimmt.
Aus für den Highspeed Train Europe 30.10.2004
Seit etwa drei Jahren bemühen sich die französische Staatsbahn SNCF, die Italienische Staatsbahn FS und die Deutsche Bahn AG, in Zusammenarbeit einen universellen, europäischen Hochgeschwindgkeitszug zu kreieren. Er sollte möglichst viele Gemeinsamkeiten des ICE, TGV und des italienischen ETR 500 aufweisen. Das Projekt mit dem Namen "Highspeed Train Europe" HTE wurde nun auf Eis gelegt. Für den gemeinsamen Nachfolger waren rund 10.000 technische Detailfragen zu klären; etwa 500 blieben offen. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn AG "waren die letzten Schritte nicht zu schaffen, es gab zu starke nationale Grenzen". Vorerst will die Deutsche Bahn die ICE-Züge der ersten Generation runderneuern und für weitere zehn Jahre nutzen.
Testfahrten zwischen Ludwigslust und Brahlstorf 23.09.2004
Zwischen dem 27.09 und 15.10. testet die Bahn die neu ausgelieferten ICE-T-Züge der zweiten Generation auf der Strecke "Berlin Hamburg". Die Fern- und Regionalzüge fahren unverändert, dennoch kann es zu kurzzeitigen Behinderungen kommen. Mit dem Fahrplanwechsel ab 12. Dezember wird dann der planmäßige Hochgeschwindigkeitsbetrieb zwischen diesen Metropolen aufgenommen.
Herber Rückschlag für Siemens in China 30.08.2004
China möchte die Höchstgeschwindigkeit auf rund 2000 Schienenkilometern verdoppeln. Der Zuschlag ging nun an sechs japanische Unternehmen (u.a. Kawasaki Heavy Industries) und den chinesischen Lokomotiven-Hersteller Nanche Sifang. Außerdem können sich der französische TGV-Hersteller Alstom sowie der Bahnhersteller Bombardier an dem 12 Milliarden US-Dollar schweren Projekt beteiligen. Siemens konnte weder mit dem Transrapid noch mit dem ICE überzeugen. Trotz der tiefen Antipathien Chinas gegen Japan durch die Besetzung des Landes durch die japanischen Truppen während des Zweiten Weltkrieges soll eine 275 km/h schnelle Version des Shinkansen das Bahnbild in China prägen.
Defekte ICE-Toiletten beschießen zwei Fahrerinnen mit Fäkalien 19.08.2004
Mit Fäkalien auf Haut und Haaren hat für zwei Frauen in Hessen eine Fahrt mit der Deutschen Bahn geendet. In beiden Fällen löste die Spülung der Bord-Toilette eine Fontäne aus, die sich über die jeweilige Benutzerin ergoss. Die Bahn habe die Vorfälle bedauert und Probleme mit der Technik eingeräumt. Betroffen war eine Frau im ICE von München nach Frankfurt und eine Frau im Regionalexpress von Frankfurt nach Limburg. Die Frau im RE bekam 500 Euro Entschädigung, die Reisende im ICE lediglich zwei Getränkegutscheine und fordere nun ebenfalls eine finanzielle Entschädigung.
TGV schneller auf Neubaustrecke in der Schweiz unterwegs 11.08.2004
In der Schweiz verkehrte der TGV bisher mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Dank einer nun vorgenommenen Modifikation an der Transformatorschaltung kann der Lokführer künftig die Leistungsbegrenzung aufheben. Die Antriebsleistung steigt von bisher 2,8 auf rund 4 Megawatt. Damit kann der TGV in der Schweiz unter 15 kV 16,7 Hz Oberleitungsspannung nun auf der Strecke "Bern Zürich" zwischen Mattstetten und Rothrist 160 km/h erreichen.
Eurotunnel rutscht tiefer in die roten Zahlen 26.07.2004
Die scharfe Konkurrenz der Billigfluglinien treibt die Betreibergesellschaft des Eurotunnels zwischen Frankreich und Großbritannien weiter in die Verlustzone. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wuchs der Nettoverlust von PLC im ersten Halbjahr 2004 auf umgerechnet rund 120 Millionen Euro an. Der Umsatz ging den Angaben zufolge auf etwa 400 Millionen Euro zurück. Der Betreiber der Autozüge und des Hochgeschwindigkeitszugs Eurostar leidet weiter unter schrumpfender Auslastung: So ging die Zahl der transportierten Autos im ersten Halbjahr um 14 Prozent zurück, die Zahl der Busse sank ebenfalls um 14 Prozent. Lediglich die Passagierzahlen der Eurostar-Züge zwischen London und Paris oder Brüssel legten um 20 Prozent zu.
Neue Schnellbahntrasse "Köln Brüssel" im Bau 23.07.2004
Rund 635 Millionen Euro investiert die belgische Eisenbahngesellschaft SNCB in den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lüttich und der deutschen Grenze. Darüber hinaus wird zurzeit in Lüttich für weitere 322 Millionen Euro ein neuer TGV-Bahnhof gebaut. Ab dem Sommerfahrplan 2007 soll eine Fahrt von Köln nach Brüssel nur noch anderthalb Stunden dauern, also rund eine Stunde weniger als heute.
43-jähriger Mann nimmt sich das Leben 14.07.2004
In Gütersloh ist am Mittwochmorgen ein 43-Jähriger von einem ICE erfasst worden und dabei ums Leben gekommen. Der Mann hatte nach Polizeiangaben in Selbstmordabsicht die Gleisanlagen der Zugstrecke zwischen Gütersloh und Dortmund betreten. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen schweren Schock. Die Bahnstrecke war für gut eine Stunde gesperrt. Es kam zu erheblichen Verzögerungen im Zugverkehr der Deutschen Bahn AG.
ICE überfährt 15-Jahrigen 08.07.2004
Bei Merseburg kam es zu einem tödlichen Unfall, als ein 15-jähriger Schüler auf der Gleisanlage lief und ein durchfahrender ICE ihn überfuhr. Der Zugverkehr auf der Strecke musste für zwei Stunden gesperrt werden. Bisher ist noch unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelte.
Gepäcketiketten-Pflicht im TGV 30.06.2004
In den französischen TGV-Hochgeschwindigkeitszügen sind ab Donnerstag Etiketten an allen mitgeführten Gepäckstücken Pflicht. Auch in den Corail-Fernzügen muss selbst kleineres Handgepäck mit einem Identifikationsanhänger versehen werden. Hintergrund sind die Attentate auf Züge in Madrid im März. Damals hatte das französische Innenministerium alle Gepäckablagefächer am Ende der Waggons sperren lassen. Zwar können Sie nun wieder genutzt werden, im Gegenzug muss aber jedes Gepäckstück gekennzeichnet sein. Beim Auffinden herrenloser Koffer und Taschen wird der SNCF zufolge der Zug angehalten und ein Bombenentschärfungskommando der Polizei gerufen. Die Etiketten sind in 165 großen Bahnhöfen und auch direkt im Zug erhältlich.
ICE-Türen bleiben in Siegburg zu 29.06.2004
Eigentlich hätte der ICE 912 von Frankfurt nach Dortmund in Siegburg halten müssen. Das tat er jedoch nicht am Bahnsteig, sondern auf dem Durchfahrtsgleis. Die Türen ließen sich folglich nicht öffnen. Nach einem etwa fünfminütigen Halt setzte der ICE die Fahrt fort und legte einen außerplanmäßigen Halt in Köln-Deutz ein. Von dort konnten die Fahrgäste nach Siegburg zurückfahren. Als Grund wurde ein Versehen des Fahrdienstleiters genannt.
Flughafen-Bahnhof Köln/Bonn eröffnet 12.06.2004
An diesem Samstag wurde der neue Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn eröffnet. Die Fahrzeit zwischen den Flughäfen Frankfurt und Köln/Bonn mit dem ICE beträgt ab Sonntag weniger als eine Stunde. Des weiteren sind vom neuen Bahnhof aus weitere zwei internationale Flughäfen direkt erreichbar: Düsseldorf und Amsterdam. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 sollen weitere Verbindungen von und nach Berlin sowie Richtung Süden hinzukommen. Im Nahverkehr werden die Regional-Express-Linie Koblenz-Mönchengladbach im Stundentakt und die S-Bahn-Linie Troisdorf-Köln-Horrem alle 20 Minuten über den Flughafen geführt.
Keine Raucherplätze im Thalys mehr 26.05.2004
Ab Mitte Juni darf in allen Thalys-Zügen nicht mehr geraucht werden, ab Mitte Dezember gilt sogar an Bord aller TGVs ein absolutes Rauchverbot. Das teilten die Bahnunternehmen Thalys und SNCF am Mittwoch in Paris mit. Die französische Staatsbahn SNCF begründete den Schritt mit dem veränderten Verhalten und den Wünschen der Bahnreisenden. Thalys erklärte, das Unternehmen wolle der mehrheitlichen Nachfrage nach einer Verbesserung des Komforts an Bord nachkommen.
ICE-T-Testfahrten zwischen Nauen und Neustadt 12.05.2004
Die DB AG bereitet die Zulassung der Schnellbahnstrecke "Berlin Hamburg" vor. Dazu sind Testfahrten bis 250 km/h notwendig. Ende 2004 soll die grundlegend modernisierte Strecke in Betrieb gehen. Die Fahrzeit wird dann bei 93 Minuten liegen.
Schwelbrand im ICE-Führerstand 09.05.2004
Ein Schwelbrand in einem ICE in Mainz hat am 8. Mai für Verspätungen auf der Rheinstrecke gesorgt. Der ICE von Stuttgart nach Köln war am Nachmittag in eine von einem Ast beschädigte Oberleitung gefahren. Daraufhin sei es zu einem Kurzschluss und einem Schwelbrand im Führerstand gekommen. Die Reisenden mussten auf andere Züge umsteigen. Der ICE konnte nach etwa 45 Minuten wegfahren.
Fahrt im ICE 2 bei E-Bay versteigert 26.04.2004
Etwas ganz Ungewöhnliches war die Versteigerung eines kompletten ICE 2 Zuges beim Internet-Auktionshaus E-Bay. Der Höchstbietende darf den kompletten Zug einen ganzen Tag lang für sich und weitere 368 Gäste nutzen. Die Auktion endete am Montag, den 26. April um 16:09 Uhr. Das Höchstgebot lag bei satten 30.200 Euro. Der Gewinner, Dieter van Acken, ein Geschäftsmann aus Westfalen, will nun seine Firmenkollegen und Geschäftspartner zu einer Reise quer durch Deutschland einladen. Der Ausflug startet an einem Samstag im Mai oder Juni. Den Gesamterlös der Versteigerung spendet die Bahn den Off-Road-Kids. Die überregional tätige Stiftung für Straßenkinder ist ihr schon lange ein Anliegen.
24-jähriger Mann springt vor ICE 23.04.2004
Am Bahnhof Wesel mussten einige Reisende zusehen, als sich am Abend des 22. April ein junger Mann sein Leben nahm. Er warf sich vor einen durchfahrenden ICE und war auf der Stelle tot. Ein Fremdverschulden lag nicht vor. Die Strecke musste für drei Stunden gesperrt werden.
Transrapid-Trasse in China senkt sich 14.04.2004
Die Transrapid-Trasse ist durch den morastigen Boden an einigen Stellen um mehrere Millimeter abgesenkt. Bei der Konstruktion des Fahrweges wurde jedoch darauf Rücksicht genommen. Es ist sichergestellt, dass Fahrwegssetzungen durch Nachjustieren behoben werden können. Der Betrieb sei nicht gefährdet.
Metallplatten auf ICE-Strecke 04.04.2004
Auf einer Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen ist ein ICE-Unglück durch die Geistesgegenwart des Zugführers verhindert worden. Gemäß Yahoo-Nachrichten "hätten Unbekannte am Samstagmorgen mehrere Metallplatten auf den Schienen der Bahnstrecke zwischen Kamen und Nordbögge angebracht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Abend in Dortmund mit. Da der Zugführer eine Schnellbremsung eingeleitet habe, sei der Hochgeschwindigkeitszug nicht entgleist. Keiner der Passagiere sei verletzt worden."
Bombenfund auf AVE-Strecke Madrid-Sevilla 03.04.2004
In Spanien ist am Freitag ein neuer Terroranschlag auf einen Zug verhindert worden. An der Neubaustrecke zwischen Madrid und Sevilla wurde am Morgen eine Bombe entdeckt und entschärft. Der Sprengstoff sei vermutlich von der Marke, die auch die Attentäter bei den Anschlägen vor drei Wochen in Madrid verwendeten. Der Sprengsatz war mit einem Zünder und einem 136 Meter langen Kabel versehen. Allerdings sei noch kein Auslöser angebracht gewesen. Bis auf weiteres wurde die Strecke für den Verkehr gesperrt und von Experten auf weitere Bomben abgesucht. Der spanische Innenminister Angel Acebes hat daraufhin ein neues Sicherheitssystem für das gesamte Eisenbahnnetz angekündigt. Dabei kämen Hubschrauber, geländegängige Fahrzeuge und Panzerwagen der spanischen Armee zum Einsatz.
ICE 3 entgleist bei Zusammenstoß mit Traktor 02.04.2004
Auf der Strecke Basel Freiburg bei Efringen-Kirchen geriet ein Traktor beim Pflügen auf einem steilen Weinberg neben den Gleisen ins Rutschen und stürzte auf die Gleise. Ein ICE 3 in Doppeltraktion auf dem Weg von Basel nach Dortmund rammte den Traktor bei einer Geschwindigkeit von ungefähr 80 km/h und schleifte ihn mehr als 300 Meter mit. Dabei entgleiste der führende Endwagen. Er kippte zwar nicht um, geriet aber in den Bereich des Nachbargleises. Ein gerade entgegenkommender ICE in Richtung Schweiz, der an diesem Streckenabschnitt ebenfalls weniger als 100 Stundenkilometer fuhr, streifte mit den beiden letzten Wagen den entgleisten ICE, konnte aber seine Fahrt fortsetzen. Der hintere Zugteil der verunglückten ICE-Doppeltraktion wurde abgekoppelt und von einer Diesellok in den nächsten Bahnhof gezogen. Bei diesem glimpflich verlaufenen Unfall wurde der Traktorfahrer schwer, der Triebfahrzeugführer leicht verletzt. Entgegen früheren Meldungen seien glücklicherweise keine Fahrgäste verletzt worden. Nach dem Unfall musste die wichtige Hauptstrecke erst komplett, später eingleisig gesperrt werden. Deutschlandweit kam es zu erheblichen Verspätungen. [ Bild 1 ] [ Bild 2 ]
Koreas KTX im regulären Betrieb 01.04.2004
Seit dem 1. April fahren die "Korea Train Express"-Hochgeschwindigkeitszüge im Plandienst von Seoul nach Busan sowie von Seoul nach Mokpo. Der erste Teil der neuen Schnellstrecke von Seoul nach Daegu ist damit in Betrieb, der zweite Teil bis Busan soll frühestens 2010 fertiggestellt sein. Von Daegu nach Busan sowie von Daegu nach Mokpo muss der KTX auf den alten Strecken zurücklegen, die aber extra für diesen Hochgeschwindigkeitszug modernisiert und elektrifiziert wurden. Die Fahrzeit mit dem KTX zwischen Seoul und Busan mit zwei Zwischenhalten dauert nur noch 2 Stunden 40 Minuten statt wie bisher über vier Stunden.
Betrunkener Fahrgast randalierte im ICE-Bordrestaurant 09.03.2004
Während der Fahrt von Hamburg nach Hannover am 6. März wurde bei einem 38-jährigen angetrunkenen Norweger festgestellt, dass er keinen Fahrschein besitzt. Auch die Rechnung im Speisewagen konnte er nicht bezahlen, da er kein Bargeld bei sich hatte. Der Zugbegleiter sprach ihn daraufhin an, worauf der Norweger wütend reagierte. Laut Yahoo Nachrichten "räumte [er] sämtliche Tische ab. Dabei warf er mit Gegenständen um sich. Teller, Messer und Gabeln flogen kreuz und quer durch den Waggon. Ein Reisender erlitt durch herumfliegende Glassplitter eine Schnittwunde an der Hand." Bei einem außerplanmäßigen Halt in Celle wurde er festgenommen. Er erhielt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Erschleichung von Leistungen und Betruges.
Cisalpino AG bestellt Züge bei Alstom 01.03.2004
Mit der Eröffnung des Lötschbergbasistunnels ab 2007 soll sich das Zugangebot auf der Nord-Süd-Achse durch die Schweiz nach Italien deutlich erhöhen. Hinzu kommt die Eröffnung des Gotthardbasistunnels voraussichtlich Mitte des nächsten Jahrzehnts. Deswegen haben Trenitalia und SBB in den letzten Tagen den Rollmaterialentscheid gefällt und werden für rund 300 Millionen Euro bei der französischen Alstom AG 14 Hochgeschwindigkeits-Neigezüge der neusten Generation beschaffen. Alstom verfügt über die nötigen Referenzen und Erfahrungen im Bau von modernen Neigezügen. Zusätzlich kann Alstom sämtliche Arbeiten direkt ausführen. Die neuen Züge werden aus Hauptkomponenten gefertigt, die sich bereits jetzt in der Praxis bewähren und gehören dann der Cisalpino AG.
RENFE bestellt TGV-Züge für Spanien 01.03.2004
Sowohl Alstom als auch Bombardier dürfen sich diese Tage als renommierte Eisenbahnhersteller freuen. Die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE hat laut "Yahoo-Nachrichten" eine Bestellung von TGV-Zügen abgegeben. Für 930 Millionen Euro soll Alstom 75 TGV-Züge liefern. 45 TGV möchte die RENFE als "Regionalzüge" einsetzen und sollen sowohl auf dem Normal- als auch Breitspurnetz verkehren können. Die übrigen 30 TGVs benötigt man für internationale Verbindungen. Das Konsortium Talgo/Bombardier darf für 370 Millionen Euro 26 TGV-Züge für die spanische Bahn herstellen.
17-Jähriger am Bahnhof in Gotha von ICE erfasst 27.02.2004
Ein Jugendlicher im Alter von 17 Jahren ist auf dem Hauptbahnhof Gotha von einem ICE erfasst und getötet worden. Der Jugendliche hatte am Sonntagabend gemeinsam mit einem 15-Jährigen die Gleise überquert, obwohl dort eine Unterführung für Fußgänger vorhanden ist. Der durchfahrende, 160 km/h schnelle ICE erfasste den 17-Jährigen er starb noch an der Unfallstelle. Sein Begleiter rettete sich durch einen Sprung.
Zwei Mädchen vom ICE überfahren 21.02.2004
Am 19. Februar um ca. 19:20 Uhr stiegen in Frankfurt/Main drei Mädchen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren an der S-Bahn-Haltestelle "Frankfurt-Sportfeld" aus. Auf dem Weg zum Eishockeytraining kürzten die drei den Weg über die Gleise ab. Ein heranfahrender ICE erfasste die beiden 17-jährigen Mädchen tödlich, die 16-Jährige musste mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Die ICE-Strecke blieb für rund zwei Stunden gesperrt, es kam zu beträchtlichen Verspätungen im Zugverkehr.
Immer noch Probleme mit ICE 3-Wirbelstrombremse 25.01.2004
Nach wie vor bereiten die Wirbelstrombremsen des ICE 3 erhebliche Probleme. Wie der Kölner Stadtanzeiger in der Ausgabe vom 15. Januar schreibt, "[sind] die eigentlich wartungsfreien Wirbelstrombremsen der 54 Triebzüge (...) derart empfindlich, dass sie in den Instandhaltungswerken regelmäßig ausgewechselt werden müssen. Nach Expertenmeinungen ist das System so störanfällig, dass es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten untauglich ist." Schuld daran ist die eindringende Feuchtigkeit. Nach Angaben von Siemens führen minimale Unebenheiten im Fahrweg oder kleinste Metallteile im Gleisbett immer wieder zu Rissen in den Bremsbalken, die beim Bremsen herunter gelassen werden. Dabei schwebt der Bremsbalken in einem Abstand von 7 bis 9 Millimetern über der Schiene. "Weil der Zustand der Gleise für die Schäden verantwortlich sei, kommt Hersteller Siemens seit dem Sommer für die Kosten nicht mehr auf.", so der Zeitungsartikel. Ohne funktionierende Wirbelstrombremsen darf der ICE nur mit maximal 270 km/h fahren.
Auto am Bahnübergang von ICE erfasst 20.01.2004
In Garlipp im Landkreis Stendal fuhr am vergangenen Samstagabend ein 20-jähriger Autofahrer trotz Rotlicht und geschlossener Halbschranke über die Gleise und wurde von einem ICE erfasst. Das Auto sei rund sieben Meter durch die Luft geschleudert worden. Drei Insassen im Pkw wurden schwer, ein weiterer Mitfahrer und der Fahrer leicht verletzt. Alle fünf sind zwischen 12 und 20 Jahre alt. Den 120 Fahrgästen im ICE passierte nichts.
ICE-Streckenausbau gefährdet 14.01.2004
Wegen anhaltender Unklarheiten über Kürzungen der Gelder aus der Bundeskasse sind zur Zeit aktuelle und künftige Bauprojekte der DB gefährdet. Es wurde ein weitgehender Planungs- und Vergabestopp verhängt. Sobald man im Klaren ist, wieviel Geld in die Schienenwege investiert werden kann, wird eine Prioritätenliste aller realisierbarer Vorhaben veröffentlicht. Betroffen sind auch die ICE-Strecken "Nürnberg - Erfurt" und "München - Ingolstadt - Nürnberg". Gemäß der Süddeutschen Zeitung gibt es Überlegungen, künftige Züge von München nach Berlin nicht über die Teilstrecke "Nürnberg-Erfurt" zu leiten, sondern ein Umweg von Nürnberg über Würzburg und Bebra nach Fulda in Kauf zu nehmen.
Drahtloser Internetzugang im TGV 10.01.2004
Ab sofort können TGV-Reisende auf der TGV-Strecke von Paris nach Bordeaux ihre E-Mails lesen und vielfältige Informationen via Internet abrufen. Der Service steht während per Pilotphase in 15 TGV-Zügen zur Verfügung und nennt sich „CLIC TGV“. Er nutzt ein drahtloses Netzwerk mit WiFi-Technologie (WLAN). An den Bahnhöfen befinden sich Funksender zum Datenaustausch. Reisende, in im Besitz eines WiFi-fähigen Notebooks oder PDA sind, dürfen den Dienst kostenlos nutzen. Der TGV wird damit zu einem mobilen Hotspot. Weitere Hotspots sind in Paris Gare du Nord, Paris Gare Montparnasse, Bordeaux Saint Jean, Pau, Lille Flandres und Lille Europe installiert.
Abgestellter ICE in Leipzig brennt 07.01.2004
In der Nacht von Montag auf Dienstag brach in einem ICE(-T) ein Feuer aus. Trotz des schnellen Löschens durch die Feuerwehr wurden drei Wagen beschädigt. Ursache des Brandes war vermutlich ein technischer Defekt, es werde aber noch genauere Untersuchungen geben. Wegen der Löscharbeiten konnten zwei weitere nebenan abgestellte ICE nicht eingesetzt werden und fielen im Plandienst aus. Für den ICE von Leipzig nach München fuhr ein Ersatzzug.
Sachbeschädigung auf ICE-Strecke 06.01.2004
Am Dienstag, den 06. Januar kurz vor 6 Uhr rissen unbekannte Täter im Haltepunkt "Immensen-Arpe" der Strecke "Hannover - Lehrte - Berlin" rund 20 Meter des Linienzugbeeinflussungskabels (LZB) heraus und ließen es im Gleis liegen. Die Gründe blieben bisher unklar. Der Bundesgrenzschutz führt die Ermittlungen wegen Störung öffentlicher Betriebe und Sachbeschädigung.