Hochgeschwindigkeitszüge in Russland

Auch in Russland ist man bemüht, eine schnelle Schienenverbindung zwischen Moskau und St. Petersburg zu realisieren. 1999 konnte ein in Russland hergestellter Hochgeschwindigkeitszug als Prototyp der Öffentlichkeit präsentiert werden. Allerdings legte man überraschend das Projekt auf Eis. Dafür konnte Siemens mit dem Velaro punkten, der seit Dezember 2009 als Sapsan (Wanderfalke) im Plandienst fährt.

Aktualisiert am: 13.12.2010

Zugübersicht in chronologischer Reihenfolge der Betriebsaufnahme

Sm6 Allegro

Sm6 "Allegro" in Helsinki

Die vier Hoch­ge­schwin­digkeits­züge ver­keh­ren unter dem Marken­na­men "Alle­gro" seit dem 12. Dezember 2010 zwi­schen Helsinki und Sankt Petersburg. Die sieben­tei­ligen Züge errei­chen im Plandienst 200 km/h und ver­kür­zen die Rei­sezeit zwi­schen den bei­den Metro­polen auf drei­einhalb Stun­den.



Sokol

Sokol Hochgeschwindigkeitszug im Depot

Selbst in Russ­land wur­den ab 1999 Testfahr­ten mit einem 250 km/h schnel­len Triebzug unternom­men. Ab 2010 soll­ten die dann für 350 km/h aus­geleg­ten Fernver­kehrs­züge von St. Petersburg nach Mos­kau fah­ren. Das Pro­jekt wurde jedoch zuguns­ten einer Beschaffung von ICE 3-Zügen begr­a­ben.



Sapsan (Velaro RUS)

Sapsan (Velaro RUS) im Moskauer Bahnhof "Leningrad".

Nach etli­chem Hickhack über den Kauf von ICE-Zügen der drit­ten Gene­ra­tion kam es im Mai 2006 doch zu einer Einigung. Der Sie­mens-Bereich Transporta­tion Sys­tems (TS) konnte acht Hoch­ge­schwin­digkeits­züge vom Typ Velaro RUS an die Rus­si­schen Eisen­bah­nen (RZD) liefern und wird für die Dauer von 30 Jah­ren deren War­tung über­neh­men. Im Dezember 2011 kam erneut ein Auf­trag zur Fer­tigung und War­tung von weite­ren acht Kompo­si­tio­nen hinzu.