Hochgeschwindigkeitszüge in den Niederlanden

In den Niederlanden verkehren verschiedene Baureihen von Hochgeschwindigkeitszügen auf internationalen Verbindungen. Amsterdam ist beispielsweise mit Thalys-PBA-Zügen an Brüssel und Paris angeschlossen. ICE-3-Garnituren verbinden Amsterdam mit Deutschland und Eurostar-Züge der Bauart Velaro verkehren via Brüssel nach London. 2007 wurde die erste Schnellfahrstrecke in den Niederlanden eröffnet – die High Speed Line Zuid. Sie schließt sich nahtlos an die High Speed Line 4 auf belgischem Boden an. Nur die extra für diese Neubaustrecke beschafften Hochgeschwindigkeitszüge der Bauart V250 waren zu jenem Zeitpunkt der Eröffnung noch nicht betriebsbereit. Als sie im Dezember 2012 endlich den planmäßigen Dienst aufnahmen, kam es zu erheblichen Problemen, die nicht in den Griff zu bekommen waren. Nach nur einem guten Monat wanderten die Fyra-Hochgeschwindigkeitszüge auf das Abstellgleis. Der Kauf der insgesamt 19 Garnituren wurde schließlich rückgängig gemacht.

Aktualisiert am: 20.03.2017

Zugübersicht in chronologischer Reihenfolge der Betriebsaufnahme

Thalys PBA

TGV Thalys PBA in Paris

Die inter­na­tio­nale Bahn­ge­sellschaft Thalys schaff­ten sich bisher 10 Thalys PBA-Gar­nitu­ren an. Diese Züge sind tech­nisch mit den Drei­sys­tem - TGV-Réseau-Zügen iden­tisch, müs­sen aber hol­ländi­sche Sicher­heits­be­stim­mun­gen erfül­len. Da es ein inter­na­tio­naler Zug ist und eine inter­na­tio­nale Bahn­ge­sellschaft der Betreiber ist, beka­men die 10 Ein­hei­ten den Namen "Thalys". Die Züge ver­bin­den Paris, Brüs­sel und Amster­dam mit­ein­an­der, wes­halb man die Anfangsbuch­sta­ben die­ser drei Städte an den Namen anfügte - Thalys PBA.



Thalys PBKA

Thalys PBKA in Köln Hauptbahnhof

Die Vier­strom-Triebzüge kön­nen auf dem gesam­ten Thalys-Netz ver­keh­ren. Von denen gehören 6 der SNCF, 7 der SNCB, 2 den NS und 2 der DB. Auf­fal­lend sind die runde Nase und die rot/silberne Farbge­bung. Der Komfort in die­sen Zügen liegt etwas höher als bei ihren TGV-Ver­wand­ten. Die­ser inter­na­tio­nale Hoch­ge­schwin­digkeits­zug franzö­si­scher Bau­art ver­kehrt zwi­schen Paris und Köln.



ICE 3

ICE-3 bei Rottendorf

Zum Sommerfahr­plan 2002 ging die Neubau­stre­cke Frankfurt am Main – Köln in Betrieb. Auf­grund der großen Steigun­gen und einer anvi­sier­ten Höchstge­schwin­digkeit von 300 km/h muss­ten Züge mit gerin­gen Achslas­ten und hohem Beschleu­nigungs­ver­mögen bestellt wer­den. Beim ICE 3, der schon im Som­mer 2000 anläss­lich der EXPO in Han­nover sein Debüt gab, sind die Hälfte aller Räder ange­trie­ben und es gibt keine Triebköpfe mehr. Es ste­hen auch Mehr­sys­tem-Züge für den Ein­satz im Aus­land zur Ver­fügung.



V250 / ETR 700

Ansaldobreda V250 als Fyra in den Niederlanden

Die High Speed Alli­ance und die SNCB bestell­ten 2004 beim italie­ni­schen Her­stel­ler Ansal­doB­reda 19 Hoch­ge­schwin­digkeits­züge vom Typ V250. Nach jah­re­lan­gen Lieferver­zöge­run­gen ver­ban­den die ers­ten Züge ab Dezember 2012 die Städte Brüs­sel und Breda mit Amster­dam. Häufige tech­ni­sche Pro­bleme im Plandienst zwan­gen nach nur 37 Betrieb­ta­gen zur Aus­rangie­rung der bereits geliefer­ten Gar­nitu­ren. 2017 kaufte Tre­ni­talia 17 Ein­hei­ten, die ab Som­mer 2018 süd­lich von Rom ver­keh­ren sol­len.



Eurostar e320

Eurostar e320 im Testring in Wegberg-Wildenrath.

Insge­samt 17 Hoch­ge­schwin­digkeits­züge hat der Betreiber "Euro­star Inter­na­tio­nal" bisher bei Sie­mens bestellt. Die "Euro­star e320" basie­ren auf der Velaro-Platt­form und sind für den inter­na­tio­na­len Ver­kehr bestimmt. Die Inbe­trieb­nahme erfolgt sukzes­sive seit Ende 2015 auf den Rela­tio­nen "London - Amster­dam" und "London - Paris".