Die Züge werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet!

Ein neu hergestellter AGV in Nola.

.italo AGVItalien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 360 km/h – Inbetriebnahme: 28.04.2012

Die pri­va­te ita­lie­ni­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft NTV be­stell­te 2008 beim TGV-Her­stel­ler Al­st­om in Frank­reich 25 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ AGV. Im April 2012 be­gann der kom­mer­zi­el­le Be­trieb mit den ers­ten Gar­ni­tu­ren. Zwar sind die .ita­lo AGV für 360 km/h aus­ge­legt, sie dür­fen die ialie­ni­schen Schnell­fahr­stre­cken der­zeit al­ler­dings nur mit 300 Stun­den­ki­lo­me­ter be­fah­ren. Sie sind ei­ne di­rek­te Kon­kur­renz zur Eu­ro­star-Ita­lia-Flot­te der ita­lie­ni­schen Staats­bahn FS.



300X Versuchszug Endwagen 1

300XJapan

Rekord-Geschwindigkeit: 443 km/h – in Betrieb von: 25. Mai 1995 bis 1. Februar 2002

Nach JR East und JR West ließ auch der ja­pa­ni­sche Bahn­be­trei­ber JR Cen­tral ab 1995 von der ein­hei­mi­schen In­dus­trie ei­nen Ver­suchs­zug her­stel­len. In ge­mein­sa­mer Ab­spra­che stell­te je­der der vier Her­stel­ler sei­nen ei­ge­nen Zug­teil her, wo­bei sich die End­wa­gen im De­sign deut­lich un­ter­schie­den. Am 26. Ju­li 1996 stell­te der Shink­an­sen 300X mit 443 km/h ei­nen neu­en ja­pa­ni­schen Re­kord auf, was ihn da­mals zum zweit­schnells­ten Zug der Welt mach­te.



Acela Express 2031 im Bahnhof Boston South Station

AcelaUSA

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 264 km/h – Inbetriebnahme: 11.12.2000

Der Ace­la Ex­press ist ein ent­fern­ter Ver­wand­ter des fran­zö­si­schen TGV. 20 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge ver­keh­ren auf dem Nord­ost-Kor­ri­dor zwi­schen Wa­shing­ton (DC), New York und Bos­ton. We­gen feh­len­der Schnell­fahr­stre­cken er­rei­chen die Gar­ni­tu­ren nur 240 Stun­den­ki­lo­me­ter. Im De­zem­ber 2012 gab Am­t­rak be­kannt, die Ace­la-Ein­hei­ten we­gen Ka­pa­zi­täts­eng­päs­se mit­tel­fris­tig durch ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen zu er­set­zen.



Advanced Passenger Train Prototyp in Crewe

Advanced Passenger TrainEngland

Rekord-Geschwindigkeit: 257 km/h – in Betrieb von: 07.12.1981 bis 13.12.1981

Be­reits 1969 wur­de ein Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug mit Gas­tur­bi­nen­an­trieb und Nei­ge­tech­nik in Auf­trag ge­ge­ben. Als Ad­van­ced Pas­sen­ger Train Ex­pe­ri­men­tal (APT-E) er­reich­te der vier­tei­li­ge Ver­suchs­zug am 10. Au­gust 1975 245 km/h. 1976 wur­de er aus­ge­mus­tert. Es folg­te die Pro­duk­ti­on von drei vier­zehn­tei­li­gen elek­tri­schen Pro­to­ty­pen (APT-P). 1978 ver­ließ der ers­te Zug die Werks­hal­len. Bei Pro­be­fahr­ten er­reich­te er 257 km/h. Doch erst En­de 1981 nahm die ers­te Ein­heit den Plan­dienst auf. Ei­ni­ge tech­ni­sche Pro­ble­me und viel Pech be­en­de­ten be­reits nach sechs Ta­gen (!) die Ära des APT. Bis 1986 fan­den nur noch Test­fahr­ten statt, be­vor die Zü­ge end­gül­tig auf's Ab­stell­gleis roll­ten.



Aérotrain I80 Haute Vitesse

AérotrainFrankreich

Rekord-Geschwindigkeit: 430 km/h – Inbetriebnahme: 07.06.1969

Nicht mit dem TGV, son­dern mit dem Aé­ro­train fing das Schnell­bahn-Zeit­al­ter in den Sech­zi­ger­jah­ren in Frank­reich an. Die ver­schie­de­nen Pro­to­ty­pen wur­den mit Hil­fe von Luft­kis­sen an­ge­ho­ben und schweb­ten über ei­ne spe­zi­el­le Fahr­bahn mit ei­ner Mit­tel­schie­ne. Für die Be­schleu­ni­gung sorg­ten Pro­pel­ler- und Dü­sen­an­trie­be. Der Lärm und der Schad­stoff­aus­stoß wa­ren be­trächt­lich. Auch we­gen der In­kom­pa­ti­bi­li­tät mit dem be­ste­hen­den Schie­nen­netz setz­te sich die­ses Zug­sys­tem nie durch. In den USA gab es kurz­zei­tig ei­nen Ver­wand­ten des Aé­ro­train, der eben­falls Mit­te der 70er Jah­re be­er­digt wur­de.



Talgo 250 als Afrosiyob in Usbekistan

Afrosiyob (Talgo 250)Usbekistan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: 08.10.2011

Us­be­kis­tan be­stell­te in zwei Etap­pen bei dem spa­ni­schen Bahn­her­stel­ler Pa­ten­tes Tal­go SL ins­ge­samt vier 11-tei­li­ge Tal­go-Gar­ni­tu­ren, die für 250 km/h zu­ge­las­sen sind. Sie ent­spre­chen weit­ge­hend der spa­ni­schen Al­vía-Se­rie 130. Ab dem 8. Ok­to­ber 2011 ver­ban­den die ers­ten bei­den Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge Tash­kent mit Sa­mar­kand. Spä­ter wur­de die Stre­cke nach Kar­shi ver­län­gert. Al­le vier Zü­ge sind in­zwi­schen im Ein­satz.



Alaris Serie 490 in Chamartin

Alaris Serie 490Spanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Inbetriebnahme: 16.02.1999

Zwi­schen 1996 und 1999 stell­te Al­st­om zehn drei­tei­li­ge Nei­ge­zü­ge für die spa­ni­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft REN­FE her. Die als "In­ter­ci­ty 2000" be­stell­ten Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge sind ei­ne Va­ri­an­te des Pen­do­li­no der Se­rie ETR 460 und wur­den ab Fe­bru­ar 1999 auf der kur­ven­rei­chen Stre­cke "Ma­drid – Va­len­cia" ein­ge­setzt. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit liegt bei 220 km/h. Seit An­fang 2007 ver­keh­ren 11 Zug­paa­re auf der Re­la­ti­on "Ma­drid – Va­len­cia", wo­von zwei nach Ca­s­tel­lón de la Pla­na und ei­ne nach Gan­dia wei­ter ge­führt wer­den.



Alvia Serie 120 im Bahnhof "Madrid Puerta de Atocha"

Alvia Serie 120, Serie 121Spanien

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: 17.05.2006

Im Sep­tem­ber 2001 be­stell­te die spa­ni­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft REN­FE beim Her­stel­ler­kon­sor­ti­um Al­st­om und CAF zu­erst 12 Nah­ver­kehrs-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge. Die vier­tei­li­gen Gar­ni­tu­ren kön­nen so­wohl auf nor­mal­spu­ri­gen Schnell­fahr­stre­cken als auch auf breit­spu­ri­gen Aus­bau­stre­cken ver­keh­ren. Die Ma­xi­mal­ge­schwin­dig­keit liegt bei 250 km/h. Im Mai 2006 be­gann der kom­mer­zi­el­le Ein­satz auf der Ver­bin­dung "Ma­drid – Bar­ce­lo­na". Spä­ter folg­ten wei­te­re 16 Ein­hei­ten der Se­rie 120 und 29 Zü­ge als Bau­rei­he S-121.



Alvia Serie 130 im Bahnhofsbereich von "Madrid Puerta de Atocha.

Alvia Serie 130Spanien

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: 29.10.2007

Die spa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ "Tal­go 250" ver­keh­ren seit dem 29.10.2007 als Al­via Se­rie 130 auf nor­mal­spu­ri­gen Schnell­fahr­stre­cken so­wie auf her­kömm­li­chen Breit­spur­stre­cken. Die Zwei­sys­tem­fahr­zeu­ge kön­nen sich au­ßer­dem in den Kur­ven pas­siv nei­gen. Zwi­schen 2004 und 2009 wur­den 45 Ein­hei­ten von Tal­go und Bom­bar­dier ge­fer­tigt. Ab 2009 wur­den 15 Gar­ni­tu­ren mit Ge­ne­ra­tor­wa­gen für Ein­sät­ze auf nich­t­e­lek­tri­fi­zier­ten Stre­cken be­stückt, die als Al­via Se­rie 730 lau­fen.



Alvia Serie 730 Doppeltraktion in der Nähe von Zamora.

Alvia Serie 730Spanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: Juni 2012

Bei der Se­rie 730 han­delt es sich um ak­tu­ell 14 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge, die seit Ju­ni 2012 als Al­via nörd­lich von Ma­drid zum Ein­satz kom­men. Die Zwei­kraft­fahr­zeu­ge kön­nen so­wohl auf elek­tri­fi­zier­ten als auch nicht elek­tri­fi­zier­ten Stre­cken ver­keh­ren und sind in der La­ge, Nor­mal- und Breit­spur­stre­cken zu nut­zen. Da­mit sind die Al­via der Se­rie 730 ech­te All­round-Ta­len­te im Schie­nen­schnell­ver­kehr. Am 24. Ju­li 2013 ent­gleis­te ein Zug die­ser Gat­tung na­he San­tia­go de Com­pos­te­la. Der Trieb­fahr­zeug­füh­rer durch­fuhr ei­ne en­ge Kur­ve mit stark über­höh­ter Ge­schwin­dig­keit. Bei dem tra­gi­schen Un­fall ka­men 79 Men­schen ums Le­ben.



Siebenteiliger AGV Prototyp

Automotrice à Grande VitesseFrankreich

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 360 km/h – Inbetriebnahme: 05.02.2008 Rollout in La Rochelle, Frankreich

Der Au­to­motri­ce Gran­de Vi­tes­se ist das fran­zö­si­sche Pen­dant zum ICE 3. Die An­triebs­tech­nik ist über den Zug ver­teilt un­ter­ge­bracht, ganz im Ge­gen­satz zu den bis­he­ri­gen TGV-Zü­gen mit Trieb­köp­fen an den Zu­gen­den, zwi­schen de­nen an­triebs­lo­se Mit­tel­wa­gen ein­ge­reiht wer­den. Im Fe­bru­ar 2008 prä­sen­tier­te Al­st­om ei­nen sie­ben­tei­li­gen Pro­to­ty­pen in Glie­der­zug­bau­wei­se, der für 360 km/h aus­ge­legt ist. Aus Ka­pa­zi­täts­grün­den be­vor­zugt die fran­zö­si­sche Staats­bahn SNCF al­ler­dings bis­her Dop­pel­stock-TGV-Zü­ge, die zwar nur 320 km/h er­rei­chen, aber mehr Fahr­gäs­te trans­por­tie­ren kön­nen. Ein Dop­pel­stock-AGV steht der­zeit au­ßer Dis­kus­si­on, denn er hät­te ei­ne zu gro­ße Achs­last. Die ers­ten Se­ri­en­zü­ge ver­keh­ren als .ita­lo AGV seit April 2012 in Ita­li­en.



Avant Serie 104 im Bahnhof "Madrid Puerta de Atocha".

Avant Serie 104Spanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h – Inbetriebnahme: 29.12.2004

Im De­zem­ber 2004 roll­ten die ers­ten von ins­ge­samt 20 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge aus dem Hau­se FI­AT/Al­st­om für den Kurz- und Mit­tel­stre­cken­ein­satz auf Schnell­fahr­stre­cken an. Die vier­tei­li­gen Gar­ni­tu­ren ba­sie­ren zwar auf dem Pen­do­li­no und dem Ala­ris, ih­rem Ein­satz­zweck ent­spre­chend wur­de je­doch auf die Nei­ge­tech­nik ver­zich­tet. Mit bis zu 250 Stun­den­ki­lo­me­tern be­fah­ren die Zü­ge der Se­rie 104 seit dem 29.12.2004 nur nor­mal­spu­ri­ge Schnell­fahr­stre­cken un­ter 25 kV 50 Hz.



Avant Serie 114 im Bahnhof "Valladolid-Campo Grande"

Avant Serie 114Spanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h – Inbetriebnahme: 12.06.2011

Die Se­rie 114 aus dem Hau­se Al­st­om ist die neu­es­te Ge­ne­ra­ti­on von Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen für den Re­gio­nal­ver­kehr auf Spa­ni­ens Schnell­fahr­stre­cken. Sie ge­hö­ren zur Fa­mi­lie der Pen­do­li­ni der Bau­art ETR 600, ih­nen fehlt aber die Nei­ge­tech­nik. Im Ver­gleich zur AVANT Se­rie 104 be­schleu­ni­gen und brem­sen die 13 vier­tei­li­gen Gar­ni­tu­ren bes­ser. Auch die Ae­ro­dy­na­mik wur­de op­ti­miert. Die AVANT-Zü­ge der Se­rie 113 sind seit 2011 aus­schlie­ß­lich auf der Re­la­ti­on "Ma­drid – Se­go­via – Val­la­do­lid" mit bis zu 250 km/h un­ter­wegs.



AVE Serie 100 im Bahnhofsbereich von "Madrid Puerta de Atocha".

AVE Serie 100Spanien

Rekord-Geschwindigkeit: 356.8 km/h – Inbetriebnahme: 19.04.1992

1992 be­gann in Spa­ni­en das Hoch­ge­schwin­dig­keits­zeit­al­ter. Die Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft REN­FE or­der­te beim fran­zö­si­schen TGV-Her­stel­ler GEC Alst­hom 18 AVE-Zü­ge, die vom TGV At­lan­tique ab­ge­lei­tet wur­den und vie­le Jah­re lang auf der Schnell­fahr­stre­cke "Ma­drid – Se­vil­la" ih­ren Dienst ver­rich­te­ten. Im Jahr 2010 er­hiel­ten die fast bau­glei­chen Eu­ro­med-Zü­ge der Se­rie 101 Nor­mal­spur­dreh­ge­stel­le. Da­mit wur­den sie zur AVE-Flot­te der Se­rie 100 hin­zu­ge­fügt. Zehn der nun ins­ge­samt 24 Gar­ni­tu­ren ließ die REN­FE für den in­ter­na­tio­na­len Ein­satz nach Frank­reich vor­be­rei­ten. Seit De­zem­ber 2013 gibt es Di­rekt­ver­bin­dun­gen nach Mar­seil­le, Tou­lou­se und Ly­on.



AVE Serie 112 im Bahnhof "Madrid Puerta de Atocha".

AVE Serie 102, Serie 112Spanien

Rekord-Geschwindigkeit: 364 km/h – Inbetriebnahme: 26.02.2005

Die spa­ni­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft REN­FE gab 2001 ei­nem Kon­sor­ti­um aus Tal­go und Bom­bar­dier den Zu­schlag, 16 Pre­mi­um-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge zu kon­stru­ie­ren. 2005 wur­de die Be­stel­lung um wei­te­re 30 Gar­ni­tu­ren auf­ge­stockt. Die ers­ten Trieb­köp­fe wur­den in Kas­sel ge­fer­tigt. Am 26.02.2005 ga­ben die ers­ten 14-tei­li­gen Zü­ge ihr De­büt auf der Schnell­fahr­stre­cke zwi­schen Ma­drid und Llei­da, spä­ter auch nach Se­vil­la. Im Ge­gen­satz zur AVE Se­rie 102 ha­ben die Zü­ge der Bau­rei­he 112 un­ter an­de­rem ein hö­he­res Sitz­platz­an­ge­bot. Bei­de Ty­pen sind tech­nisch für 330 km/h zu­ge­las­sen, aber der­zeit sind nur 300 km/h er­laubt.



AVE Serie 103 im Bahnhof "Madrid Puerta de Atocha".

AVE Serie 103Spanien

Rekord-Geschwindigkeit: 403.7 km/h – Inbetriebnahme: 22.06.2007

Sie­mens freu­te sich am 30. Ju­li 2001 über den zwei­ten Ex­port­er­folg des ICE 3, als sich Spa­ni­en für 16 Pre­mi­um-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Ve­laro-Platt­form ent­schied. 2004 wur­den wei­te­re 10 acht­tei­li­ge Ein­hei­ten nach­be­stellt. Bei Hoch­tast­fahr­ten er­reich­te ei­ne Gar­ni­tur 403,7 km/h. Seit dem 22. Ju­ni 2007 sind die für 350 km/h aus­ge­leg­ten Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge in ers­ter Li­nie zwi­schen Bar­ce­lo­na und Ma­drid un­ter­wegs — vor­erst je­doch nur mit 300 km/h.



Krengetog BM 73 in Voss

BM 73 KrengetogNorwegen

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h – Inbetriebnahme: 1. 11.1999

Seit dem 1. No­vem­ber 1999 fah­ren auch in Nor­we­gen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge im Plan­dienst. Adt­ranz fer­tig­te die 16 vier­tei­li­gen Gar­ni­tu­ren vom Typ BM 73. Spä­ter ka­men wei­te­re 10 Kom­po­si­tio­nen als BM 73B hin­zu. Die Zü­ge er­rei­chen zwar nur 210 Stun­den­ki­lo­me­ter, was aber man­gels Schnell­fahr­stre­cken aus­reicht. Auf kur­ven­rei­chen Stre­cken er­laubt die Nei­ge­tech­nik ei­ne hö­he­re Ge­schwin­dig­keit als her­kömm­li­che Zü­ge. In Nor­we­gen sind sie da­her auch als "Kren­ge­tog" be­kannt, was schlicht "Nei­ge­zug" be­deu­tet.



Class 180 Adelante in Bath Spa.

Class 180 (Adelante)England

Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h – Inbetriebnahme: 12/2001

Al­st­om fer­tig­te in den Jah­ren 2000 und 2001 ins­ge­samt 14 fünf­tei­li­ge Zü­ge der Bau­rei­he 180, die zur Co­ra­dia-1000-Fa­mi­lie ge­hö­ren und den Mar­ken­na­men "Ade­lan­te" be­ka­men. An­gel Trains in Groß­bri­tan­ni­en ver­leiht sie an die ent­spre­chen­den Be­trei­ber wie First Gre­at Wes­tern oder First­Group. Mit 201 km/h Höchst­ge­schwin­dig­keit sind die die­sel-hy­drau­lisch an­ge­trie­be­nen Zü­ge al­ler­dings nicht be­son­ders schnell. Er­heb­li­che tech­ni­sche Män­gel sorg­ten im­mer wie­der für er­heb­li­chen Ver­druss. Da­her wur­den die Zü­ge der "Class 180" im Jahr 2012 über­holt.



Baureihe 220 als Voyager im Bahnhof Birmingham New Street.

Class 220 (Voyager)England

Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h – Inbetriebnahme: 2001

Bom­bar­dier Trans­por­ta­ti­on fer­tig­te in den Jah­ren 2000 und 2001 vier­und­drei­ßig die­sel­elek­tri­sche Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge für Vir­gin Trains an, um die be­tag­ten "In­ter­Ci­ty 125" auf der Cross Coun­try Rou­te zwi­schen Corn­wall und dem nord­os­ten Schott­lands ab­zu­lö­sen. Die vier­tei­li­gen Zü­ge fah­ren un­ter dem Mar­ken­na­men "Voya­ger" und er­rei­chen 201 km/h. Sie sind deut­lich zu­ver­läs­si­ger als die Zü­ge der Class 180.



Virgin Cross Country Class 221 Super Voyager Nummer 221121 in Taunton

Class 221 (Super Voyager)England

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h – Inbetriebnahme: 2002

Die 44 die­sel­elek­tri­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Se­rie 221 mit Nei­ge­tech­nik sind bis zu 200 km/h schnell und wer­den von Vir­gin Trains und Cross­Coun­try be­trie­ben. Sie er­set­zen die High Speed Trains der Bau­rei­he 43 zwi­schen Eng­land, Schott­land und Nord Wa­les.



Bombardier Baureihe 222 "Meridian", East Midland Trains, bei Derby.

Class 222 (Meridian)England

Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h – Baujahr: von 2003 bis 2012

27 die­sel­elek­tri­sche Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge stell­te Bom­bar­dier in Bel­gi­en für den Ein­satz in Groß­bri­tan­ni­en her. Ab 2004 wur­den suk­zes­si­ve die vier-, fünf- bzw. sie­ben­tei­li­gen Gar­ni­tu­ren in den Fahr­plan in­te­griert.



Pendolino Britannico Baureihe 390 in Liverpool

Class 390 (Pendolino)England

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h – Baujahr: von 1999 bis 2003

Jahr­zehn­te nach dem letz­ten Nei­ge­zug be­schleu­nigt der Pen­do­li­no von Al­st­om den IC-Ver­kehr auf der kur­ven­rei­chen West Co­ast Main Li­ne.



395026 Awaits Departure for Dover Priory

Class 395 (Javelin)England

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 252 km/h – Inbetriebnahme: 09.06.2009

Für die Ja­pa­ner war es bis­her nicht ein­fach, mit ih­ren Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen in Eu­ro­pa Fuß zu fas­sen. Mit der Bau­rei­he 395 rol­len seit dem 9. Ju­ni 2009 die ers­ten ja­pa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vor­nehm­lich auf der Schnell­fahr­stre­cke "High Speed One" von Lon­don nach Ash­ford.



Class 800 von Hitachi

Class 800 (Super Express)England

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h – Baujahr: von 2015 bis 2017

Als "Class 800 Su­per Ex­press" sol­len ins­ge­samt 59 Gar­ni­tu­ren die ver­al­te­te Flot­te der so­ge­nann­ten "High Speed Trains", Class 125 er­set­zen. Die Zü­ge der Bau­rei­he 800 sind Hy­bridfahr­zeu­ge, die ei­ner­seits ih­ren Strom aus der Ober­lei­tung be­zie­hen kön­nen, an­de­rer­seits auch auf nicht-elek­tri­fi­zier­ten Stre­cken ein­setz­bar sind. Dort sor­gen Die­sel­ge­ne­ra­to­ren für den An­trieb. Die künf­ti­gen Ein­satz­ge­bie­te sind die "Gre­at Wes­tern Main­li­ne" und die "East Co­ast Main­li­ne".



Elektrischer Hochgeschwindigkeitszug der Serie 801 von Hitachi.

Class 801 (Super Express)England

Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h – Inbetriebnahme: 2017

Die Bau­rei­he 801 wird ei­ne aus­schlie­ß­lich elek­trisch be­trie­be­ne Va­ri­an­te der Bau­rei­he 800 sein. 51 neun­tei­li­ge so­wie 12 fünf­tei­li­ge Trieb­wa­gen­zü­ge fer­tigt der ja­pa­ni­sche Her­stel­ler Hit­a­chi zwi­schen 2015 und 2017 in sei­ner lo­ka­len Nie­der­las­sung in New­ton Ay­clif­fe.



Hitachi AT300 Hochgeschwindigkeitszug

Class 802 (AT 300)England

Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h – Baujahr: von 2015 bis 2019

Bei Hit­a­chi sind seit 2015 bis­her 60 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ AT 300 in Auf­trag ge­ge­ben wor­den. Ab De­zem­ber 2018 sol­len die 225 km/h schnel­len Gar­ni­tu­ren als Class 802 vor­nehm­lich auf der Gre­at Wes­tern Main Li­ne die al­ten High Speed Trains (Class 125) er­set­zen. Die Class 802 kann so­wohl auf elek­tri­fi­zier­ten als auch ober­lei­tungs­lo­sen Stre­cken ein­ge­setzt wer­den.



CRH1A in China im Bf Shenzhen

CRH1China

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: 2007

An der Kon­struk­ti­on die­ser Zug­gat­tung war Bom­bar­dier Trans­por­ta­ti­on ma­ß­geb­lich be­tei­ligt. 40 acht­tei­li­ge Zü­ge ver­keh­ren mit bis zu 200 km/h zwi­schen Guang­zhou und Shen­zhen.



CRH2 in China

CRH2China

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: 2006

Die 60 Zü­ge sind der zwei­te Ex­port­er­folg ei­nes ja­pa­ni­schen Shink­an­sen-Zug­typs. Sie sind von der Se­rie E2 ab­ge­lei­te­ten wor­den und ver­bin­den nach und nach mit bis zu 250 Stun­den­ki­lo­me­tern die Städ­te Shang­hai und Nan­jing.



CRH380A auf der Shanghai World Expo 2010

CRH380AChina

Rekord-Geschwindigkeit: 486.1 km/h – Inbetriebnahme: 26. Oktober 2010

Seit dem 26. Ok­to­ber 2010 fährt der schnells­te Se­ri­en­zug der Welt in Chi­na. Die­ser Zug­typ der Se­rie 380A ist ei­ne chi­ne­si­sche Ei­gen­ent­wick­lung und ver­kehrt auf den Schnell­bahn­stre­cken von Pe­king nach Shang­hai, von Shang­hai nach Hang­zhou so­wie von Zhen­hz­hou nach Xi´an.



CRH380BL Hochgeschwindigkeitszug

CRH380BChina

Rekord-Geschwindigkeit: 487.3 km/h

Im März 2009 wur­de mit Chi­na Nort­hern Rail­ways (CNR) ein Ver­trag zur Lie­fe­rung von 100 16-tei­li­gen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen un­ter­zeich­net. Die an­vi­sier­te Höchst­ge­schwin­dig­keit im Plan­dienst soll bei 380 km/h lie­gen.



CRH380C Hochgeschwindigkeitszug in China

CRH380CChina

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 380 km/h – Baujahr: von 2012 bis 2016

Die Bau­rei­he CRH380CL be­steht aus Mit­tel­wa­gen der Se­rie CRH380B, be­ka­men aber neue End­wa­gen mit ver­än­der­ter Kopf­form. 25 sechs­zehn­tei­li­ge Lang­zü­ge be­schaff­te die Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft Mi­nis­try Of Rail­ways (MOR) und er­setz­ten da­mit 25 zu­vor be­stell­te CRH380BL-Ein­hei­ten. Die ers­te Gar­ni­tur un­ter­nahm ab 2011 Ver­suchs­fahr­ten. Im Früh­jahr 2013 nah­men die Zü­ge ih­ren Plan­dienst auf.



Zefiro 380 von Bombardier

CRH380DChina

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 380 km/h – Baujahr: von 2009 bis 2016

Die chi­ne­sisch-ka­na­di­schen Ar­beits­ge­mein­schaft "Bom­bar­dier Si­fang Trans­por­ta­ti­on Ltd." stellt von 2009 bis 2016 ins­ge­samt 70 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ "ZE­FIRO 380" her. Sie sind für Ge­schwin­dig­kei­ten von 380 km/h aus­ge­legt und zäh­len da­mit zu den schnells­ten Se­ri­en­zü­gen der Welt.



CRH3 in Bremerhaven

CRH3CChina

Rekord-Geschwindigkeit: 394.3 km/h – Baujahr: 2007

Im No­vem­ber 2005 wur­de mit Chi­na ein Ver­trag zum Bau von 60 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen un­ter­zeich­net. Sie ba­sie­ren auf die Ve­laro-Platt­form von Sie­mens. Nur drei Gar­ni­tu­ren wur­den in Deutsch­land ge­fer­tigt, der Rest in Chi­na. Die ur­sprüng­li­che Be­zeich­nung "CRH3" bzw. CRH3A wur­de 2008 auf "CRH3C" ge­än­dert. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit be­trägt 350 Stun­den­ki­lo­me­ter. Haupt­ein­satz­ge­bie­te sind un­ter an­de­rem die Schnell­fahr­stre­cken zwi­schen Bei­jing und Tian­jin so­wie zwi­schen Zheng­zhou und Xi'an.



China Railways CRH5A

CRH5China

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: 2006

Ob­wohl die­se Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge kei­ne Nei­ge­tech­nik ein­ge­baut ha­ben, ent­sprin­gen sie doch der Pen­do­li­no-Fa­mi­lie von Al­st­om. Auf der 190 Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cke zwi­schen Shi­jiaz­huang und Taiyuan sind 60 Zü­ge mit bis zu 250 km/h un­ter­wegs.



CRH500

CRH500China

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 500 km/h – Baujahr: 2011

Chi­na ist ein Land der Su­per­la­ti­ve und möch­te auch zum The­ma Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge den Ton an­ge­ben. Im De­zem­ber 2011 stell­te CSR Si­fang Lo­co­mo­ti­ve in Ei­gen­re­gie ei­nen 6-tei­li­gen Test­zug vor, der für Ge­schwin­dig­kei­ten bis 500 Stun­den­ki­lo­me­tern aus­ge­legt ist.



Gdańsk - International Railway Fair Trako 2013

ED250Polen

Rekord-Geschwindigkeit: 293 km/h – Inbetriebnahme: 14.12.2014

Am 30. Mai 2011 un­ter­zeich­ne­ten das pol­ni­sche Ver­kehrs­un­ter­neh­men PKP In­ter­ci­ty und Al­st­om Trans­port ei­nen 665 Mil­lio­nen Eu­ro schwe­ren Ver­trag zur Her­stel­lung von 20 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen. Sie ba­sie­ren auf der Pen­do­li­no-Platt­form und wur­den im Al­st­om-Werk in Sa­viglia­no (Ita­li­en) ge­fer­tigt und nah­men En­de 2014 als Ex­press In­ter­Ci­ty Pre­mi­um den Dienst nach Fahr­plan auf.



ET 403 in IC-Lackierung

ET 403 Airport ExpressDeutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Baujahr: 1972

Be­reits 1972 gab es in Deutsch­land An­sät­ze zu schnel­len Fern­zü­gen. Die­ser Zug hat­te Al­lachs­an­trieb, be­saß ei­ne Luft­fe­de­rung und ver­füg­te über ei­ne be­son­de­re Nei­ge­tech­nik, die sich al­ler­dings nicht be­währ­te. Scha­de, dass nur drei Zü­ge ge­baut wur­den und nach re­la­tiv kur­zer Zeit wie­der von der Bild­flä­che ver­schwan­den. Seit 2011 ar­bei­tet der Ver­ein "Eschen­au­er Kul­tur­lok­schup­pen" dar­an, aus den drei Fahr­zeu­gen ei­ne be­triebs­be­rei­te Gar­ni­tur zu­sam­men­stel­len.



ETR 1000, Baureihe E 400

ETR 400Italien

Rekord-Geschwindigkeit: 390.7 km/h – Inbetriebnahme: 14.06.2015

Tre­ni­ta­lia un­ter­zeich­ne­te mit Bom­bar­dier und An­sal­doB­re­da ei­nen Ver­trag zur Lie­fe­rung von 50 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen auf Ba­sis der ZE­FIRO-Platt­form. Die ETR 400 sind für 400 km/h aus­ge­legt und da­mit die schnells­ten Zü­ge in Eu­ro­pa. Seit Ju­ni 2015 ver­keh­ren sie als Freccia­ros­sa 1000 vor­nehm­lich auf den Schnell­fahr­stre­cken zwi­schen To­ri­no/Mi­la­no und Na­po­li/Sa­ler­no.



ETR 500 bei San Benedetto del Tronto

ETR 500 MonotensioneItalien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Baujahr: von 1990 bis 1995

Ita­li­ens rein­ras­si­ge Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge, ähn­lich dem ICE 1. Oh­ne Nei­ge­tech­nik ist er vor al­lem auf die Di­ret­tis­si­mas an­ge­wie­sen, auf de­nen die ETR 500 bis 300 km/h schnell fah­ren kön­nen. Die ers­te Lie­fe­rung um­fass­te 30 Ein­sys­tem­zü­ge.



ETR 500 Politensione in Bologna Centrale.

ETR 500 PolitensioneItalien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Baujahr: 1996

Die zwei­te Se­rie von 30 ETR 500 II Zwei­sys­tem­zü­gen mit mo­di­fi­zier­ter Na­se und Än­de­run­gen im Fahr­gast­be­reich sind vor al­lem für die neu­en Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cken aus­ge­rich­tet.



Euromed auf dem Weg nach Castelló

Euromed Serie 101Spanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Inbetriebnahme: 16.06.1997

In den Jah­ren 1997 bis 2009 wa­ren die sechs Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Bau­rei­he 101 als Eu­ro­med un­ter­wegs. Sie be­fuh­ren die breit­spu­ri­ge Stre­cke zwi­schen Bar­ce­lo­na, Va­len­cia und Ali­can­te. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit lag auf ei­ni­gen Ab­schnit­ten des "Cor­re­dor Me­di­ter­rá­neo" bei 220 Stun­den­ki­lo­me­tern, be­dingt durch die be­grenz­te Strom­ver­sor­gung bei 3 kV Gleich­span­nung. 2010 er­hiel­ten die Zü­ge wie­der Re­gel­spur­dreh­ge­stel­le und ge­hö­ren fort­an zu den AVE-Zü­gen der Se­rie 100. In die­sem Be­richt wird nur auf die Eu­ro­med-Zeit die­ser sechs Zü­ge ein­ge­gan­gen.



Eurostar in Paris Gare du Nord

Eurostar e300England, Frankreich, Belgien

Rekord-Geschwindigkeit: 334.7 km/h – Inbetriebnahme: 14.11.1994

Für die Un­ter­que­rung des Är­mel­ka­nals zwi­schen Frank­reich und Eng­land wur­de in Ge­mein­schafts­ar­beit der Eu­ro­star ent­wi­ckelt. Die­se 31 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge sind tech­nisch äu­ßerst kom­plex, denn sie müs­sen die ho­hen Si­cher­heits­be­stim­mun­gen für die Eu­ro­tun­nel-Durch­fahrt er­fül­len so­wie mit den Strom- und Si­gnal­sys­te­men in Frank­reich, Bel­gi­en und Groß­bri­tan­ni­en zu­recht­kom­men. 1994 star­te­te der kom­mer­zi­el­le Be­trieb der ers­ten in­ter­na­tio­na­len Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge Eu­ro­pas.



Eurostar e320 im Testring in Wegberg-Wildenrath.

Eurostar e320England, Frankreich, Belgien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 12/2015

Ins­ge­samt 17 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge hat der Be­trei­ber "Eu­ro­star In­ter­na­tio­nal" bis­her bei Sie­mens be­stellt. Die "Eu­ro­star e320" ba­sie­ren auf der Ve­laro-Platt­form und sind für den in­ter­na­tio­na­len Ver­kehr be­stimmt. Die In­be­trieb­nah­me er­folgt suk­zes­si­ve seit En­de 2015 auf den Re­la­tio­nen "Lon­don - Ams­ter­dam" und "Lon­don - Pa­ris".



Fastech 360S im Bahnhof

Fastech 360Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 398 km/h – in Betrieb von: 2005 bis 09.2009

Die Se­rie E954 mit dem Kunst­wort "FAS­TECH 360 S" war ein Ver­suchs­zug der JR East zur Un­ter­su­chung des Ge­schwin­dig­keits­be­rei­ches von bis zu 405 km/h. Der Zug fiel äu­ßer­lich be­son­ders durch die Not­fall­luft­brem­sen und dem lang ge­zo­gen­den End­wa­gen-De­sign auf. Ziel war die Ent­wick­lung von be­son­ders lei­sen und ef­fi­zi­en­ten Se­ri­en­zü­gen für das Stre­cken­netz der JR East.



HEMU-430X Mockup at Busan Logistics Fair 2013

HEMU-430XKorea

Rekord-Geschwindigkeit: 421.4 km/h – Inbetriebnahme: 17.05.2012

Süd­ko­rea stell­te am 17. Mai 2012 ei­nen Ex­pe­ri­men­tal­zug vor, der für 430 Stun­den­ki­lo­me­ter aus­ge­legt ist. Die Kos­ten für den Zug und das 5-Jah­res-Pro­gramm be­lau­fen sich auf 93,1 Mil­lair­den WON.



High speed train der British Rail

High Speed Train (IC 125)England

Rekord-Geschwindigkeit: 233 km/h – Baujahr: von 1971 bis 1973

Die High-Speed-Trains sind über Jahr­zehn­te hin­weg die schnells­ten Die­sel­trieb­zü­ge der Welt ge­we­sen und wa­ren bei den Fahr­gäs­ten sehr be­liebt. In­zwi­schen wer­den sie aber nach und nach durch mo­der­ne­re Die­sel­trieb­zü­ge er­setzt.



TCDD HT65000

HT 65000 (ATPRD s-120)Türkei

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: von 2005 bis 2007

Zehn sechs­tei­li­ge Trieb­wa­gen­zü­ge sind be­stellt wor­den. Durch Ein­fü­gen zwei­er Mit­tel­wa­gen kann ei­ne Kom­po­si­ti­on auf acht Wa­gen er­wei­tert wer­den. Es ist vor­ge­se­hen, je­weils zwei Ein­hei­ten in Trak­ti­on fah­ren zu las­sen. Mit der Er­öff­nung der zwei­ten Schnell­stre­cke wird wei­te­res Roll­ma­te­ri­al be­nö­tigt. Es ist ge­plant, wei­te­re 48 Zü­ge zu kau­fen.



Velaro zwischen Ankara und Konya

HT 80001 (Velaro TK)Türkei

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Inbetriebnahme: 24.05.2015

Die Tür­ki­sche Ei­sen­bahn TCDD hat 2013 sie­ben Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge von Sie­mens be­stellt. Die acht­tei­li­gen Trieb­wa­gen­zü­ge wer­den auf den Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cken "An­ka­ra – İs­tan­bul" und "An­ka­ra – Konya" ver­keh­ren. Im Fe­bru­ar 2015 be­stell­te die TCDD wei­te­re 10 Ve­laros bei Sie­mens nach.



ICE 1 auf dem Gelände des ICE-Betriebswerks in Hamburg-Eidelstedt

ICE 1Deutschland, Österreich, Schweiz

Rekord-Geschwindigkeit: 328 km/h – Baujahr: von 1989 bis 1993

Im Ju­ni 1991 gin­gen die ers­ten 23 ICE in Be­trieb. Nach und nach stock­te die Deut­sche Bahn ih­re ICE 1 - Flot­te auf 60 Fahr­zeu­ge auf. Bei ei­nem schwe­ren Zug­un­glück am 3. Ju­ni 1998 zer­schell­te ein Zug die­ser Bau­rei­he nach ei­ner Ent­glei­sung an ei­ner Brü­cke. Seit­dem ver­keh­ren nur noch 59 ICE 1 durch Deutsch­land, so­wie in Tei­len Ös­ter­reichs und der Schweiz. Von Mit­te 2005 bis En­de 2008 mach­te die DB die Zü­ge durch ein um­fang­rei­ches Mo­der­ni­sie­rungs­pro­gramm für die nächs­ten zehn Jah­re fit.



ICE-2 in Goßmannsdorf bei Würzburg

ICE 2Deutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h – Baujahr: von 1995 bis 1997

Um auch auf we­ni­ger be­fah­re­nen Stre­cken ho­he Zu­g­aus­las­tun­gen zu er­rei­chen, ließ die DB ei­nen ICE-Halb­zug mit ei­nem Trieb­kopf, 5 Mit­tel­wa­gen und ei­nem Steu­er­wa­gen bau­en. Der Kom­fort wur­de im Ver­gleich zum ICE 1 er­höht und das Ge­wicht der Wa­gen re­du­ziert. Zwi­schen 2011 und Mit­te 2013 wer­den al­le 44 ICE 2 grund­le­gend mo­der­ni­siert.



ICE-3 bei Rottendorf

ICE 3Deutschland, Belgien, Frankreich, Niederlande, Schweiz

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 330 km/h – Inbetriebnahme: 01.06.2000

Zum Som­mer­fahr­plan 2002 ging die Neu­bau­stre­cke Frank­furt am Main – Köln in Be­trieb. Auf­grund der gro­ßen Stei­gun­gen und ei­ner an­vi­sier­ten Höchst­ge­schwin­dig­keit von 300 km/h muss­ten Zü­ge mit ge­rin­gen Achs­las­ten und ho­hem Be­schleu­ni­gungs­ver­mö­gen be­stellt wer­den. Beim ICE 3, der schon im Som­mer 2000 an­läss­lich der EX­PO in Han­no­ver sein De­büt gab, sind die Hälf­te al­ler Rä­der an­ge­trie­ben und es gibt kei­ne Trieb­köp­fe mehr. Es ste­hen auch Mehr­sys­tem-Zü­ge für den Ein­satz im Aus­land zur Ver­fü­gung.



ICE 3 Baureihe 407 in Montabaur

ICE 3 (Baureihe 407)Deutschland, Frankreich

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 23.12.2013

Im No­vem­ber 2008 kauf­te die Deut­sche Bahn fünf­zehn neue ICE-Zü­ge von Sie­mens. Auch die­se Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge wer­den als ICE 3 be­zeich­net, ob­wohl es sich da­bei um den Ve­laro D der Bau­rei­he 407 han­delt. Die ers­ten Gar­ni­tu­ren soll­ten im De­zem­ber 2011 den Be­trieb auf­neh­men. Lie­fer­pro­ble­me und tech­ni­sche Män­gel ver­zö­ger­ten aber über zwei Jah­re die Zu­las­sung durch das Ei­sen­bahn-Bun­des­amt. Erst seit De­zem­ber 2013 sind die ers­ten Ve­laro D als Re­ser­ve ver­füg­bar.



ICx Prototyp in Würzburg Hbf.

ICE 4 (ICx)Deutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 249 km/h

Mit 300 ICx möch­te die Deut­sche Bahn ih­re bis­he­ri­gen In­ter­ci­ty­zü­ge so­wie die ICEs der ers­ten und zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on bis 2025 er­set­zen. Seit dem 25. Sep­tem­ber fin­den Test­fahr­ten im Netz der DB statt. En­de 2017 sol­len die ers­ten Zü­ge den re­gu­lä­ren Dienst auf­neh­men.



ICE-S in Würzburg

ICE-SDeutschland, Österreich, Schweiz

Rekord-Geschwindigkeit: 393 km/h – Baujahr: von 1994 bis 1996

Die Deut­sche Bahn ließ Mit­te der Neun­zi­ger­jah­re ei­nen neu­en Ex­pe­ri­men­tal­zug zu­sam­men­stel­len, um den in­zwi­schen ver­al­te­ten ICE-V zu er­set­zen. Der ICE-S be­stand ur­sprüng­lich aus ICE-2-Trieb­köp­fen und drei Mit­tel­wa­gen, wo­bei neue, teils an­ge­trie­be­ne Dreh­ge­stel­le ge­tes­tet wur­den, die spä­ter in Se­rie im ICE 3 Ein­zug hiel­ten. Noch heu­te wird der ICE S zur Über­prü­fung von Glei­sen und Ober­lei­tun­gen her­an­ge­zo­gen.



ICE-T in Nürnberg Hauptbahnhof

ICE-TDeutschland, Österreich, Schweiz

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h – Baujahr: von 1997 bis 1999

Die­ser 230 km/h schnel­le ICE-Zug ver­fügt über ei­ne Nei­ge­tech­nik und be­schleu­nigt den Ver­kehr auf kur­ven­rei­chen Stre­cken. Wie beim ICE 3 ist auch hier die Hälf­te al­ler Rä­der an­ge­trie­ben und es gibt kei­ne Trieb­köp­fe mehr. Zum Win­ter­fahr­plan 2004/2005 roll­te die zwei­te ICE-T-Ge­ne­ra­ti­on an. Ein Jahr spä­ter wei­te­te sich das Ein­satz­ge­biet der Nei­ge­zü­ge auf Ös­ter­reich aus.



ICE-TD verlässt Hamburg Hbf

ICE-TDDeutschland, Dänemark

Rekord-Geschwindigkeit: 222 km/h – Baujahr: von 1998 bis 2000

Für den Ein­satz auf nicht-elek­tri­fi­zier­ten Stre­cken ließ die Deut­sche Bahn ab 1996 zwan­zig Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Bau­rei­he 605 her­stel­len. Ein ICE TD (TD steht für „Trieb­zug Die­sel“) er­reich­te im Ja­nu­ar 2000 bei Test­fahr­ten 222 km/h und stell­te da­mit ei­nen neu­en deut­schen Re­kord für Die­sel­trieb­zü­ge auf. Der Plan­dienst wur­de 2001 auf­ge­nom­men, doch we­gen Män­geln 2003 wie­der ein­ge­stellt. 2006 wur­den 13 Die­sel-ICEs zur Fuß­ball-WM wie­der re­ak­ti­viert. 2007 ka­men 10 um­ge­rüs­te­te Ein­hei­ten im Fern­ver­kehr zwi­schen Deutsch­land und Dä­ne­mark zum Ein­satz, der je­doch grö­ß­ten­teils 2016 en­de­te. Seit 2017 sind nur noch vier Zü­ge be­triebs­be­reit. Mit der Aus­mus­te­rung und Ver­schrot­tung der Bau­rei­he 605 wur­de En­de 2016 be­gon­nen.



ICE-V-Zug

ICE-VDeutschland

Rekord-Geschwindigkeit: 406.9 km/h – Baujahr: von 1985 bis 1988

Am 1. Mai 1988 stell­te die­ser fünf­tei­li­ge In­ter­Ci­ty­Ex­pe­ri­men­tal ei­nen neu­en Welt­re­kord für Schie­nen­fahr­zeu­ge auf. Nach um­fang­rei­chen Ver­suchs­fahr­ten wur­den spä­ter Kom­po­nen­ten für die ICEs der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on ge­tes­tet. En­de der Neun­zi­ger­jah­re hat­te er aus­ge­dient; der ICE-S über­nahm sei­ne Auf­ga­ben.



ICN zwischen Winterthur und St. Gallen

ICNSchweiz

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Baujahr: von 1999 bis 2005

Der ers­te Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug in der Schweiz, der von der Schwei­zer In­dus­trie ge­baut wur­de, ist der ICN. Dank sei­ner elek­tri­schen Nei­ge­tech­nik be­schleu­nigt er den Ver­kehr vor­nehm­lich auf der Ost-West-Ach­se.



Jettrain

JettrainUSA, Kanada

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Der Her­stel­ler Bom­bar­dier stell­te zu­sam­men mit der Fe­deral Rail­road Ad­mi­nis­tra­ti­on im Ok­to­ber 2002 in Wa­shing­ton ei­ne Lo­ko­mo­ti­ve für den Hoch­ge­schwin­dig­keits­ver­kehr vor, die nicht mit Strom aus der Ober­lei­tung ver­sorgt wird, son­dern durch ei­ne Jet Tur­bi­ne die­sel­elek­trisch an­ge­trie­ben wird.



KTX von Alstom in Frankreich

KTXKorea

Rekord-Geschwindigkeit: 330 km/h – Baujahr: von 1995 bis 2004

Nach ei­nem har­ten Kampf vor al­lem zwi­schen den Her­stel­lern des fran­zö­si­schen TGV und des deut­schen ICE be­kam Al­st­om den Zu­schlag für den Bau der Su­per­zü­ge.



KTX II von Rotem

KTX IIKorea

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 330 km/h – Inbetriebnahme: 03.2009

Der KTX-II ist ei­ne süd­ko­rea­ni­sche Ei­gen­pro­duk­ti­on von Hy­un­dai Ro­tem. 2010 nahm man mit den ers­ten Zü­gen den Plan­dienst auf.



Maglev begegnen sich

Maglev (Chuo Shinkansen)Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 581 km/h – Inbetriebnahme: 1998

Mit 603 km/h ist der Ver­suchs­trä­ger MLX01 der schnells­te Ma­gnet­sch­we­be­zug der Welt. Das su­pra­lei­ten­de Schwe­ben ist ei­ne Do­mä­ne der Ja­pa­ner. Der Mag­lev ist die Kon­kur­renz zum deut­schen Trans­ra­pid. Seit En­de De­zem­ber 2007 ist es of­fi­zi­ell: In Ja­pan wird die ers­te Hoch­ge­schwin­dig­keits-Mag­lev-Stre­cke ge­baut. Ab 2025 soll der re­gu­lä­re Per­so­nen­ver­kehr mit bis zu 600 km/h auf­ge­nom­men wer­den.



ETR 401 Pendolino

Pendolino ETR 401Italien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h – Baujahr: von 1970 bis 1971

Der Elett­ro Tre­no Ra­pi­do (ETR) 401 ist der Ur-Pen­do­li­no. An­fang der 70er Jah­re wur­de nur die­ser ei­ne vier­tei­li­ge Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug ge­baut. Auf Test- und De­mons­tra­ti­ons­fahr­ten er­reich­te er Ge­schwin­dig­kei­ten bis 260 km/h. Er leg­te die Grund­la­ge für die Se­ri­en­fahr­zeu­ge vom Typ ETR 450.



Pendolino ETR 450 in Ancona

Pendolino ETR 450Italien

Rekord-Geschwindigkeit: 260 km/h – Baujahr: von 1986 bis 1988

Ita­li­ens fünf­zehn ers­te Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge. Dank ih­rer ak­ti­ven Nei­ge­tech­nik er­zie­len sie be­son­ders auf kur­ven­rei­chen Stre­cken kur­ze Fahr­zei­ten. Das äu­ße­re De­sign war schon beim Er­schei­nen des Zu­ges nicht mehr zeit­ge­mäß. Zu­erst nur mit Erst­klass-Sitz­plät­zen aus­ge­stat­tet, er­folg­te spä­ter ein Um­bau in ge­mischt­klas­si­ge Gar­ni­tu­ren.



Pendolino ETR 460 in Mailand

Pendolino ETR 460Italien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: von 1993 bis 1995

Die­se zehn Zü­ge ver­fü­gen über ei­ne ver­bes­ser­te Ver­si­on der Nei­ge­tech­nik und sind druck­dicht. Drei Ein­hei­ten sind Zwei­sys­tem­fahr­zeu­ge für den grenz­über­schrei­ten­den Ver­kehr nach Frank­reich. Nur zwei Drit­tel der neun­tei­li­gen Zü­ge sind an­ge­trie­ben, was aber durch ei­ne hö­he­re Mo­to­ren­leis­tung aus­ge­gli­chen wird.



Cisalpino ETR 470 in Singen

Pendolino ETR 470Italien, Schweiz, Deutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h – Baujahr: von 1993 bis 1996

Auf­grund des Na­mens der Be­trei­ber­ge­sell­schaft wa­ren die neun Zü­ge un­ter der Be­zeich­nung „Cisal­pi­no“ be­kannt. Das Ein­satz­ge­biet er­streck­te sich von Nord­ita­li­en durch die Schweiz bis nach Deutsch­land. Lei­der be­rei­te­ten die 200 km/h schnel­len Nei­ge­zü­ge der­art vie­le Pro­ble­me, dass sie aus dem deut­schen Stre­cken­netz ver­bannt wur­den. En­de 2009 wur­de die ope­ra­ti­ve Tä­tig­keit von Cisal­pi­no ein­ge­stellt.



ETR 480 in Mailand

Pendolino ETR 480Italien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: 1997

Die Aus­lie­fe­rung der fünf­zehn Nei­ge­zü­ge be­gann 1997. Auf der Eu­rail­speed '98 konn­te er von der in­ter­na­tio­na­len Öf­fent­lich­keit be­sich­tigt wer­den. Vor­erst für al­te Stre­cken be­stimmt, sind sie für 25 kV 50 Hz Wech­sel­strom vor­be­rei­tet, um auf künf­ti­gen Schnell­stre­cken fah­ren zu kön­nen. Die ETR 480 sind die neu­es­ten Pen­do­li­no-Trieb­zü­ge.



ETR 610 in Venice S Lucia als ES 9395

Pendolino ETR 600Italien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Baujahr: von 2005 bis 2007

Im Fe­bru­ar 2004 be­stell­ten so­wohl Tre­nI­ta­lia als auch Cisal­pi­no AG Pen­do­li­no-Nei­ge­zü­ge der 4. Ge­ne­ra­ti­on. Ne­ben ei­ner Er­hö­hung des Kom­forts und der Si­cher­heit er­fül­len die­se Bau­rei­hen die TSI-Norm.



ETR 610 Pendolino in Würzburg Hbf

Pendolino ETR 610Italien, Schweiz

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: 20.07.2009

Im Fe­bru­ar 2004 be­stell­ten so­wohl Tre­nI­ta­lia als auch die ehe­ma­li­ge Cisal­pi­no AG Pen­do­li­no-Nei­ge­zü­ge der vier­ten Ge­ne­ra­ti­on. Ne­ben ei­ner Er­hö­hung des Kom­forts und der Si­cher­heit er­fül­len die­se Bau­rei­hen die TSI-Norm. 12 Gar­ni­tu­ren sind für Ver­keh­re in­ner­halb Ita­li­ens vor­ge­se­hen ge­we­sen, 14 Zü­ge für den in­ter­na­tio­na­len Ein­satz in Ita­li­en und der Schweiz. Im Som­mer 2012 kam es zu ei­ner Nach­be­stel­lung von wei­te­ren 8 Pen­do­li­ni für den Be­trieb in der Schweiz.



Pendolino 680 der CD

Pendolino Serie 680Tschechien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h – Inbetriebnahme: 01/2005

Mit­te der 90er Jah­re be­stell­ten die Tsche­chi­schen Bah­nen (CD: Ces­ké dráhy) zum Stück­preis von 21,7 Mil­lio­nen Mark zehn Pen­do­li­no-Zü­ge des Typs "In­te­gral". Ei­gent­lich soll­ten die Nei­ge­zü­ge zum Fahr­plan­wech­sel 2003/2004 auf der Stre­cke Dres­den-Prag-Wien den re­gu­lä­ren Be­trieb auf­neh­men. Doch Pro­ble­me mit der Ein­hal­tung ei­ni­ger stren­ger tsche­chi­scher Nor­men für den Bahn­ver­kehr sorg­ten für ei­ne zeit­li­che Auf­schie­bung.



Pendoluso Alfa Pendular auf der Eurailspeed 2002

Pendoluso (Alfa Pendular)Portugal

Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Baujahr: von 1998 bis 2000

Die Ge­schich­te der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge in Por­tu­gal geht auf das Jahr 1996 zu­rück, als Fi­at zu­sam­men mit Sie­mens ei­nen Auf­trag zum Bau von 10 Zü­gen von der por­tu­gie­si­schen Staats­bahn (CP) be­kam. Die ers­ten fünf Zü­ge roll­ten zwi­schen De­zem­ber 1998 und Sep­tem­ber 1999 an. Die zwei­te Lie­fe­rung er­folg­te bis 2000. Zur Eu­rail­speed 2002 wur­de ei­ne neue Se­rie des Al­fa Pen­du­lar der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt. Der Al­fa Pen­du­lar ist der ers­te Nei­ge­zug für die Breit­spur.



railjet in München Hbf

railjetÖsterreich, Schweiz, Deutschland, Ungarn

Rekord-Geschwindigkeit: 275 km/h – Inbetriebnahme: 12/2008

Sie­mens Mo­bi­li­ty kon­stru­ier­te für die Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen 51 lok­be­spann­te Wen­de­zü­ge mit dem Na­men "rail­jet". Ei­ne Kom­po­si­ti­on setzt sich aus ei­ner Tau­rus-Hoch­leis­tungs­lo­ko­mo­ti­ve, an­triebs­lo­sen Mit­tel­wa­gen und ei­nem Steu­er­wa­gen zu­sam­men. Mit bis zu 230 Stun­den­ki­lo­me­tern sind die in­ter­na­tio­na­len Zü­ge nicht nur in Ös­ter­reich an­zu­tref­fen, son­dern ver­keh­ren auch bis in die Schweiz, nach Deutsch­land und Un­garn. Das be­son­de­re Merk­mal der rail­jet-Su­per­zü­ge ist der ho­he Kom­fort.



Sapsan (Velaro RUS) im Moskauer Bahnhof "Leningrad".

Sapsan (Velaro RUS)Russland

Rekord-Geschwindigkeit: 281 km/h – Inbetriebnahme: September (oder Dezember?) 2009

Nach et­li­chem Hick­hack über den Kauf von ICE-Zü­gen der drit­ten Ge­ne­ra­ti­on kam es im Mai 2006 doch zu ei­ner Ei­ni­gung. Der Sie­mens-Be­reich Trans­por­ta­ti­on Sys­tems (TS) konn­te acht Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ Ve­laro RUS an die Rus­si­schen Ei­sen­bah­nen (RZD) lie­fern und wird für die Dau­er von 30 Jah­ren de­ren War­tung über­neh­men. Im De­zem­ber 2011 kam er­neut ein Auf­trag zur Fer­ti­gung und War­tung von wei­te­ren acht Kom­po­si­tio­nen hin­zu.



East-i im Betriebswerk

Shinkansen East iJapan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h – Inbetriebnahme: 2001

JR East be­stell­te ei­nen neu­en, sechs­tei­li­gen War­tungs­zug, der von den Se­ri­en­fahr­zeu­gen des Typs E3 ab­ge­lei­tet und En­de Au­gust 2001 aus­ge­lie­fert wur­de. Der "East i" ist für die Über­prü­fung von Ober­bau und Ober­lei­tun­gen auf den To­ho­ku-. Jo­e­t­su-, Yama­ga­ta- und Aki­ta-Shink­an­sen vor­ge­se­hen. Ein wei­te­rer, sieb­ter Wa­gen kann in ei­nen nor­ma­len Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug des Typs E2 ein­ge­baut wer­den. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit des "East i" be­trägt 275 km/h.



Shinkansen Serie 0 als Kodama im Bahnhof Higashi-Hiroshima

Shinkansen Serie 0Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 286 km/h – in Betrieb von: 25.08.1964 bis 14.12.2008

Die Shink­an­sen-Trieb­wa­gen­zü­ge der Se­rie 0 wa­ren die ers­ten Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Welt. Am 1. Ok­to­ber 1964 nah­men sie auf der To­kai­do-Stre­cke zwi­schen To­kio und Osa­ka den Be­trieb auf. We­gen ih­rer au­ßer­ge­wöhn­li­chen Kopf­form nann­te man sie auch "Ge­schoss-Zü­ge" (bul­let trains). Be­reits zur Jahr­tau­send­wen­de wa­ren die meis­ten Gar­ni­tu­ren aus­ge­mus­tert wor­den. Der letz­te Shink­an­sen der Se­rie 0 fuhr am 14. De­zem­ber 2008.



Shinkansen Serie 100

Shinkansen Serie 100Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h – in Betrieb von: 1985 bis März 2012

Erst 1985 er­schien die drit­te Shink­an­sen-Ge­ne­ra­ti­on in Form der Se­rie 100 und trat die di­rek­te Nach­fol­ge der Se­rie 0 auf den To­kai­do- und San­yo-Schnell­fahr­stre­cken an. Die Zü­ge sind leich­ter, wind­schlüpf­ri­ger, aber mit bis zu 230 km/h Höchst­ge­schwin­dig­keit kaum schnel­ler als die Ur-Shink­an­sen. Ein be­son­de­res High­light war die Ein­füh­rung von zwei Dop­pel­stock­wa­gen pro Zug­ver­bund. Die ers­ten Gar­ni­tu­ren wur­den 1999 au­ßer Dienst ge­stellt. Im März 2012 ver­schwand auch der letz­te Zug der Bau­rei­he 100 von der Bild­flä­che.



Ausrangierte JR Baureihe 200

Shinkansen Serie 200Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h – in Betrieb von: 1980 bis Februar 2013

Für die schnee­rei­chen Ge­gen­den der Nord-Ost-Stre­cke be­stell­te die da­ma­li­ge ja­pa­ni­sche Staats­bahn die Bau­rei­he 200. Deut­li­che Er­ken­nungs­merk­ma­le wa­ren die grün-beige La­ckie­rung und die gro­ße Schnee­schar un­ter­halb der Na­se. Die Shink­an­sen der Se­rie 200 er­schie­nen noch vor der Se­rie 100 und wur­den ab 1980 ein­ge­setzt. 1997 muss­ten die ers­ten Fahr­zeu­ge be­reits aus­ran­giert wer­den. Seit März 2013 ist die zwei­te Shink­an­sen-Ge­ne­ra­ti­on nicht mehr in Be­trieb.



Shinkansen Serie 300

Shinkansen Serie 300Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 325.7 km/h – in Betrieb von: März 1992 bis März 2012

Die Shink­an­sen-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Bau­rei­he 300 tauch­ten ab März 1992 im Fahr­plan auf. Sie wa­ren tech­nisch für 300 Stun­den­ki­lo­me­ter aus­ge­legt, im All­tag ver­kehr­ten sie je­doch nur mit 270 km/h. So­wohl was die Tech­nik als auch das De­sign be­trifft, hat­ten sie nichts mehr mit den Vor­gän­gern der Bau­rei­hen 0 und 100 ge­mein. Die Zü­ge wur­den auf den To­kai­do- und San­yo-Shink­an­sen be­trie­ben. Im März 2012 wur­de die letz­te Gar­ni­tur auf das Ab­stell­gleis ge­scho­ben.



Shinkansen Serie 400 der JR East als Tsubasa im alten Farbschema.

Shinkansen Serie 400Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 345.8 km/h – in Betrieb von: 01.07.1992 bis 19.04.2010

Die­ser schnit­ti­ge Sil­ber­pfeil in Form der Shink­an­sen-Se­rie 400 wur­de äu­ßerst schlank ge­baut, um auch auf kur­ven­rei­chen Um­bau­stre­cken mit schma­lem Licht­raum­pro­fil fah­ren zu kön­nen. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit der 12 Ein­hei­ten lag bei 240 km/h, wie­wohl bei Ver­suchs­fahr­ten 345 km/h er­reicht wur­den. Ihr Ein­satz­ge­biet er­streck­te sich von To­kio über Fu­kus­hi­ma bis nach Yama­ga­ta. 2010 wur­den die Shink­an­sen der Bau­rei­he 400 von Fahr­zeu­gen der Se­rie E3 ab­ge­löst.



Shinkansen Serie 500

Shinkansen Serie 500Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 22.03.1997

Wun­der­wer­ke der Tech­nik mit fu­tu­ris­ti­schem De­sign — das sind die Shink­an­sen-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge der Se­rie 500. Voll­ge­stopft mit ei­ner Men­ge an tech­ni­schen Fi­nes­sen wa­ren die al­lachs­an­ge­trie­be­nen High­tech-Shink­an­sen der­ma­ßen teu­er, dass nur 9 der 16-tei­li­gen Gar­ni­tu­ren ge­baut wur­den. JR West be­treibt die 300 km/h schnel­len Sprin­ter auf den To­kai­do- und San­yo-Shink­an­sen. Jah­re­lang führ­ten die­se Zü­ge die Bes­ten­lis­te mit den höchs­ten Durch­schnitts­ge­schwin­dig­kei­ten der Welt an.



JR Baureihe 700

Shinkansen Serie 700Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 338 km/h – Inbetriebnahme: 13.03.1999

JR Cen­tral und JR West be­schaff­ten ge­mein­sam En­de der neun­zi­ger Jah­re Shink­an­sen-Zü­ge der Se­rie 700. Sie sind 20 Pro­zent güns­ti­ger als die Bau­rei­he 500 und über­nah­men in ers­ter Li­nie die schnel­len No­zo­mi-Diens­te, bis sie dort von der neu­en Ver­si­on N700 ab­ge­löst wur­den. Zwi­schen Osa­ka und Ha­ka­ta sind acht­tei­li­ge Gar­ni­tu­ren als "Hi­ka­ri Rail Star" un­ter­wegs. Auf­fal­lend ist die ae­ro­dy­na­misch ge­stal­te­ten Kopf­form, die an ei­nen En­t­en­schna­bel er­in­nert und dem Tun­nel­knall ent­ge­gen­wirkt.



Shinkansen Serie 800 im Bahnhof Kurume.

Shinkansen Serie 800Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 285 km/h – Inbetriebnahme: März 2004

JR Kyus­hu trat erst 2004 dem Club der schnel­len Shink­an­sen-Zü­ge bei. Hit­a­chi stell­te ins­ge­samt 30 Gar­ni­tu­ren der Shink­an­sen-Se­rie 800 her, die tech­nisch für 285 km/h aus­ge­legt ist. Im all­täg­li­chen Be­trieb ver­keh­ren die Su­per­zü­ge je­doch nur mit 260 Stun­den­ki­lo­me­tern. Da die Kyus­hu-Stre­cke sehr tun­nel­reich ist, wur­de viel Wert auf ein an­spre­chen­des In­nen­de­sign ge­legt.



JR E1 Max

Shinkansen Serie E1Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h – in Betrieb von: 15.07.1994 bis 28.09.2012

Ur­sprüng­lich als Shink­an­sen der Se­rie 600 vor­ge­se­hen, tru­gen die­se 240 km/h schnel­len Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge die Bau­rei­hen­be­zeich­nung E1. Dies wa­ren die ers­ten, rei­nen Dop­pel­stock-Shink­an­sen-Zü­ge. In ei­ner nur 302 Me­ter lan­gen Gar­ni­tur wa­ren sa­ge und schrei­be 1235 Sitz­plät­ze un­ter­ge­bracht. JR East be­trieb die ins­ge­samt nur sechs Zü­ge auf den To­ho­ku- und Jo­e­t­su-Shink­an­sen.



Shinkansen Serie E2, Variante J, auf den Nagano-Shinkansen bei Karuizawa.

Shinkansen Serie E2Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h – Inbetriebnahme: März 1997

Für die schnee- und stei­gungs­rei­che Shink­an­sen-Stre­cke nach Na­ga­no ließ JR East Mit­te der Neun­zi­ger die Shink­an­sen-Bau­rei­he E2 her­stel­len. Die acht- bzw. zehn­tei­li­gen, mo­der­nen und kom­for­ta­blen Zü­ge er­rei­chen auf den To­ho­ku-Shink­an­sen bis zu 275 Stun­den­ki­lo­me­ter. Ins­ge­samt 53 Gar­ni­tu­ren wur­den bis 2010 in Be­trieb ge­nom­men, wo­bei die äl­tes­ten Fahr­zeu­ge seit 2013 aus­ge­mus­tert wer­den.



Shinkansen Serie E3 im Bahnhof Shizukuishi auf der Akita-Strecke.

Shinkansen Serie E3Japan

Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h – Inbetriebnahme: 3. Juni 1997

Wie die Bau­rei­he 400 ge­hört die Shink­an­sen-Bau­rei­he E3 eben­falls zur Gat­tung der Mi­ni-Shink­an­sen. Mit der Er­öff­nung der Aki­ta-Um­spur­stre­cke wur­den die­se Gar­ni­tu­ren not­wen­dig, weil her­kömm­li­che Shink­an­sen-Zü­ge zu breit sind. Nur auf der To­ho­ku-Schnell­fahr­stre­cke er­rei­chen die Zü­ge 275 km/h. Im Lau­fe der Jah­re wur­den Gar­ni­tu­ren der Rei­he E3, E3-1000 und E3-2000 nach­be­stellt. Letz­te­re er­setz­ten die Bau­rei­he 400 auf den Yama­ga­ta-Shink­an­sen.



JR E4

Shinkansen Serie E4Japan

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h – Inbetriebnahme: 20.12.1997

Die Se­rie E4 ist die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on von Dop­pel­stock-Shink­an­sen­zü­gen. En­de 1997 nahm JR East mit drei Gar­ni­tu­ren den Plan­dienst auf der To­ho­ku-Schnell­fahr­stre­cke auf. Fah­ren die E4 in Dop­pel­t­rak­ti­on, fin­den bis zu 1634 Fahr­gäs­te Platz — das ist Welt­re­kord. In­zwi­schen ver­keh­ren die 240 km/h schnel­len E4 nur noch auf den Jo­e­t­su-Shink­an­sen. Von den 26 Zü­gen wur­den be­reits zwei ver­schrot­tet. Für 2016 steht die Aus­mus­te­rung der kom­plet­ten Se­rie an.



JR East Shinkansen Serie E5 als "Hayabusa" erreicht Omiya.

Shinkansen Serie E5Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 05.03.2011

Die Shink­an­sen-Zü­ge der Se­rie E5 ba­sie­ren auf dem Ver­suchs­zug FAS­TECH 360 S und sind die ers­te Neu­an­schaf­fung von JR East nach 14 Jah­ren. 59 zehn­tei­li­ge Gar­ni­tu­ren wur­den bei Hit­a­chi und Ka­wa­sa­ki be­stellt. Den Plan­dienst nah­men die ers­ten Ein­hei­ten am 5. März 2011 auf und ver­bin­den To­kio mit dem Nord­os­ten Ja­pans. Seit März 2013 sind die E5 mit bis zu 320 Stun­den­ki­lo­me­ter die schnells­ten Shink­an­sen-Zü­ge des Lan­des.



JR East E6 Hochgeschwindigkeitszug

Shinkansen Serie E6Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 16.03.2013

Im März 2013 ging ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von Mi­ni-Shink­an­sen-Zü­gen an den Start. Die Se­rie E6 ist ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des Ver­suchs­zugs FAS­TECH 360Z und er­setzt suk­zes­si­ve die äl­te­ren Fahr­zeu­ge vom Typ E3. Sie pen­deln zwi­schen den Städ­ten To­kio und Aki­ta, wo­bei sie zwi­schen der Lan­des­haupt­stadt und Mo­rio­ka in Dop­pel­t­rak­ti­on mit der Shink­an­sen Se­rie E5 bis zu 320 km/h er­rei­chen.



Shinkansen Serie E7

Shinkansen Serie E7/W7Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h – Inbetriebnahme: 15.03.2014

Mit dem lan­des­wei­ten Fahr­plan­wech­sel am 15. März 2014 nah­men die ers­ten Gar­ni­tu­ren der Shink­an­sen Se­rie E7 den Be­trieb auf. Sie­ben Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge pen­deln je­den Tag zwi­schen To­kio und Na­ga­no. Sie er­set­zen nach und nach die Zü­ge der Bau­rei­he E2, die be­reits seit 1997 im Plan­dienst ste­hen.



Shinkansen Serie N700 auf der Sanyo-Shinkansen zwischen Okayama und Aioi.

Shinkansen Serie N700(A)Japan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Inbetriebnahme: Juli 2007

Ins­ge­samt 126 Zü­ge der Shink­an­sen-Bau­rei­he N700 so­wie 13 noch­mals ver­bes­ser­te N700A wer­den seit 2005 von der In­dus­trie an die Bahn­ge­sell­schaf­ten JR Cen­tral, JR West und JR Kyus­hu ab­ge­lie­fert. Sie zeich­nen sich durch ei­ne ho­he Be­schleu­ni­gung, ei­ne ru­di­men­tä­re Nei­ge­tech­nik so­wie ei­ne ho­he Wirt­schaft­lich­keit aus. Mit 300 Stun­den­ki­lo­me­tern über­neh­men sie die No­zo­mi-Leis­tun­gen und lö­sen mit­tel­fris­tig die Se­ri­en 300, 500 und 700 ab.



Star 21 Endwagen 952

Shinkansen Star 21Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 425 km/h – in Betrieb von: April 1992 bis Februar 1998

Um die Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten der Se­ri­en­zü­ge spür­bar zu er­hö­hen und den Fahr­kom­fort zu stei­gern, wa­ren Ver­suchs­fahr­zeu­ge wie der Star 21 un­ab­ding­bar. Mit die­sem Test­zug wur­den un­ter­schied­li­che Wa­gen­kas­ten­kon­struk­tio­nen und ver­schie­de­ne Dreh­ge­stell­ty­pen un­ter­sucht. Im De­zem­ber 1993 stell­te der al­lachs­an­ge­trie­be­ne Star 21 mit 425 km/h ei­nen ja­pa­ni­schen Ge­schwin­dig­keits­re­kord auf. Die Tests wur­den von JR East auf den Jo­e­t­su-Shink­an­sen durch­ge­führt.



WIN 350 Endwagen 1

Shinkansen WIN 350Japan

Rekord-Geschwindigkeit: 350.4 km/h – in Betrieb von: April 1992 bis 31. Mai 1996

In den Jah­ren 1992 bis 1996 un­ter­nahm der Shink­an­sen­be­trei­ber JR West Ver­suchs­fahr­ten mit dem Ex­pe­ri­men­tal­zug WIN350, der un­ter an­de­rem mit ak­ti­ven Dämp­fern und Nei­ge­tech­nik auf­war­te­te. Auf der San­yo-Schnell­fahr­stre­cke drang man in den Ge­schwin­dig­keits­be­reich von 350 Stun­den­ki­lo­me­tern vor, doch sei­ne tech­ni­sche Aus­le­gungs­ge­schwin­dig­keit von 385 km/h er­reich­te er nicht. Der WIN350 war der Weg­be­rei­ter für der Se­ri­en­fahr­zeu­ge der Bau­rei­he 500.



VR Pendolino S220 in Helsinki

Sm3 PendolinoFinnland

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h – Baujahr: von 1993 bis 2005

Der Pen­do­li­no der Bau­rei­he Sm3 (auch un­ter S220 be­kannt) ist Finn­lands Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug. Heu­te be­steht die Flot­te aus 18 sechs­tei­li­gen Trieb­wa­gen­zü­gen. Sie stam­men tech­nisch ge­se­hen vom ita­lie­ni­schen ETR 460 ab, wur­den aber an das raue, küh­le Wet­ter Nord­eu­ro­pas an­ge­passt.



Sm6 "Allegro" in Helsinki

Sm6 AllegroFinnland, Russland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h – Inbetriebnahme: 12.12.2010

Die vier Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge ver­keh­ren un­ter dem Mar­ken­na­men "Al­le­gro" seit dem 12. De­zem­ber 2010 zwi­schen Hel­sin­ki und Sankt Pe­ters­burg. Die sie­ben­tei­li­gen Zü­ge er­rei­chen im Plan­dienst 200 km/h und ver­kür­zen die Rei­se­zeit zwi­schen den bei­den Me­tro­po­len auf drei­ein­halb Stun­den.



Sokol Hochgeschwindigkeitszug im Depot

SokolRussland

Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Baujahr: von 1997 bis 1999

Selbst in Russ­land wur­den ab 1999 Test­fahr­ten mit ei­nem 250 km/h schnel­len Trieb­zug un­ter­nom­men. Ab 2010 soll­ten die dann für 350 km/h aus­ge­leg­ten Fern­ver­kehrs­zü­ge von St. Pe­ters­burg nach Mos­kau fah­ren. Das Pro­jekt wur­de je­doch zu­guns­ten ei­ner Be­schaf­fung von ICE 3-Zü­gen be­gra­ben.



Talgo AVRIL Modell vom Prototyp

Talgo AVRILSpanien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 380 km/h

Tal­gos neu­es­te Ge­ne­ra­ti­on von Ul­tra-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen ba­siert auf der AVRIL-Platt­form. Die 380 km/h schnel­len Zü­ge sind be­son­ders va­ria­bel in Be­zug auf Län­ge, Brei­te, Spur­wei­te und Strom­sys­te­me. Mit die­sem mo­du­la­ren Kon­zept sol­len al­le even­tu­ell auf­tre­ten­den Be­dürf­nis­se im Bahn­ver­kehr ab­ge­deckt wer­den. Ein Pro­to­typ ist für En­de 2012, An­fang 2013 an­ge­kün­digt.



Talgo XXI im alten Bahnhof von Castellon

Talgo XXISpanien

Rekord-Geschwindigkeit: 256.38 km/h

Der Tal­go XXI ist ein Pro­to­typ und be­steht aus ei­nem die­sel­hy­drau­lisch an­ge­trie­be­nen Trieb­kopf, drei an­triebs­lo­sen Mit­tel­wa­gen so­wie ei­nem nicht an­ge­trie­be­nen End­wa­gen. Die­ser Zug ist im Ver­gleich mit an­de­ren Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen et­was ganz Be­son­de­res. Er ist durch­gän­gig nie­der­flu­rig aus­ge­führt, d.h. der Fuß­bo­den ist von der Schie­nen­ober­kan­te aus ge­se­hen nur 760 mm hoch. An Stan­dard-Bahn­stei­gen kön­nen die Rei­sen­den stu­fen­los ein­stei­gen. Bei nied­ri­gen Bahn­steig­hö­hen wird ei­ne Stu­fe aus­ge­klappt. Die Tal­go-Wa­gen der sieb­ten Ge­ne­ra­ti­on sind kom­plett wie auch die End­wa­gen bzw. Trieb­köp­fe in Alu­mi­ni­um Leicht­bau­wei­se ge­fer­tigt, voll­kli­ma­ti­siert und druck­dicht.



TGV-001 in Villeneuve-St Georges

TGV 001Frankreich

Rekord-Geschwindigkeit: 318 km/h – Baujahr: von 1969 bis 1972

Im Jah­re 1969 be­gann die Ent­wick­lung ei­nes ae­ro­dy­na­mi­schen Ex­pe­ri­men­tal­zu­ges, der drei Jah­re spä­ter als TGV 001 aus­ge­lie­fert wur­de. Gas­tur­bi­nen be­schleu­nig­ten den Pro­to­typ auf über 300 km/h. Her­aus­ra­gend war sei­ne Glie­der­zug­bau­wei­se, die für al­le nach­fol­gen­den TGV-Ge­ne­ra­tio­nen cha­rak­te­ris­tisch ist. We­gen der Öl­kri­se 1974 ging der Zug aber nicht so in Se­rie.



TGV-Atlantique Nr. 376 in Paris

TGV AtlantiqueFrankreich

Rekord-Geschwindigkeit: 515.3 km/h – Baujahr: von 1987 bis 1992

1989 roll­te die zwei­te TGV-Ge­ne­ra­ti­on für den Ein­satz im Wes­ten Frank­reichs an. Der TGV At­lan­tique er­reicht auf der Schnell­fahr­stre­cke zwi­schen Pa­ris und Le Mans bzw. Tours 300 Stun­den­ki­lo­me­ter. Sein Ter­rain en­det an der fran­zö­sisch-spa­ni­schen Gren­ze. 1990 un­ter­nahm die Staats­bahn SNCF um­fang­rei­che Ver­suchs­fahr­ten mit der Gar­ni­tur 325. Da­bei er­reich­te der ge­tun­te Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug am 18. Mai 1990 ei­ne bis da­to un­er­reich­te Ge­schwin­dig­keit von 515,3 km/h. Die­ser Welt­re­kord hat­te 16 Jah­re Be­stand!



TGV Duplex Nr. 232 in Marseille

TGV DuplexFrankreich, Belgien, Deutschland, Schweiz, Luxemburg

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: Dezember 1996

Mit dem TGV Du­plex wag­te die SNCF den Sprung zu ei­nem dop­pel­stö­cki­gen TGV, des­sen Wa­gen zwei Ebe­nen auf­wei­sen, in de­nen die Fahr­gäs­te un­ter­ge­bracht sind. Auf­fal­lend ist sei­ne deut­lich ae­ro­dy­na­mi­sche­re Kopf­form. Die­se Bau­rei­he war an­fangs für die süd­lich von Pa­ris lie­gen­den Stre­cken ge­dacht, doch in­zwi­schen sind die TGV Du­plex auf al­len in­ner­fran­zö­si­schen Haupt­stre­cken mit ho­hem Ver­kehrs­auf­kom­men un­ter­wegs. Vier low-cost-TGV-Du­plex ver­keh­ren seit April 2013 als "Ou­i­go".



TGV-Est in Stuttgart Hbf

TGV Est / TGV POSFrankreich, Deutschland, Schweiz

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Inbetriebnahme: 10.06.2007

Seit dem 10. Ju­ni 2007 ver­bin­det die neu­es­te Ge­ne­ra­ti­on von TGV-Zü­gen Frank­reich mit Deutsch­land. Die meis­ten Ein­hei­ten be­die­nen die Rou­te von Pa­ris über Straß­burg nach Stutt­gart. Ein­mal am Tag fährt ein TGV wei­ter nach Mün­chen. Ei­ni­ge TGV-POS-Zü­ge sind mitt­ler­wei­le auch auf dem Nor­dast von Pa­ris nach Frank­furt am Main un­ter­wegs.



TGV-PSE in alter orangener Farbgebung in Paris

TGV PSEFrankreich, Schweiz

Rekord-Geschwindigkeit: 380.4 km/h – Baujahr: von 1978 bis 1984

Die oran­gen TGV Sud Est sind die ers­ten Se­ri­en­zü­ge für den Pas­sa­gier­ver­kehr ge­we­sen und wer­den mit Strom aus der Ober­lei­tung ver­sorgt. Am 26. Fe­bru­ar 1981 er­reich­te ei­ne Test­gar­ni­tur 380,4 km/h — das war Welt­re­kord. Noch im glei­chen Jahr set­ze die SNCF die ers­ten Zü­ge auf der Stre­cke „Pa­ris – Ly­on“ kom­mer­zi­ell ein. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit lag an­fangs bei 260 Stun­den­ki­lo­me­tern, die spä­ter aber auf 270 km/h und 300 km/h an­ge­ho­ben wur­de. Im Lau­fe der Zeit war der kom­plet­te Mit­tel­mehr­raum die Do­mä­ne der oran­gen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge. Ei­ni­ge Ein­hei­ten fuh­ren so­gar in die Schweiz. 2013 be­gann die Staats­bahn je­doch mit der Aus­mus­te­rung der ers­ten Ex­em­pla­re.



TGV Réseau in Paris

TGV RéseauFrankreich, Belgien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Baujahr: von 1991 bis 1993

Der TGV Ré­seau ist ei­ne tech­nisch wei­ter­ent­wi­ckel­te Ver­si­on des TGV At­lan­tique und kann – wie der Na­me an­deu­tet – auf dem ge­sam­ten fran­zö­si­schen Netz ein­ge­setzt wer­den. 1993 gin­gen die ers­ten aus­ge­lie­fer­ten Zü­ge an den Start. Spä­ter zähl­ten auch Brüs­sel und Mai­land zu den De­sti­na­tio­nen des TGV-R. Im Mai 2001 stell­te der TGV Ré­seau 531 ei­nen Lang­stre­cken­re­kord auf. Für die Dis­tanz von 1067 Ki­lo­me­ter be­nö­tig­te der Zug nur drei­ein­halb Stun­den Fahr­zeit.



TGV-V150 auf LGV-Est

TGV V150Frankreich

Rekord-Geschwindigkeit: 574.8 km/h – Baujahr (Fertigstellung): 2007

Am 3. April 2007 er­reich­te die­ser Spe­zi­al-TGV auf der Neu­bau­stre­cke "Est" sa­gen­haf­te 574,8 km/h – Welt­re­kord! Welch ein Tri­umph für den Hoch­tech­no­lo­gie­stand­ort Frank­reich, für die Be­trei­ber­ge­sell­schaft SNCF und den Her­stel­ler Al­st­om! Der TGV V150 setz­te sich aus ver­schie­de­nen TGV-Ele­men­ten zu­sam­men und war ei­ne Mi­schung aus TGV-Est-Trieb­köp­fen, TGV-Du­plex-Mit­tel­wa­gen und dem AGV-An­triebs­sys­tem im Wa­gen der Zug­mit­te. Da­her konn­te ei­ne An­triebs­leis­tung von 19,6 Me­ga­watt (cir­ca 25.000 PS) auf­ge­bracht wer­den – ge­nug Kraft, um die 234 Ton­nen Ei­gen­ge­wicht auf weit über 500 km/h zu ka­ta­pul­tie­ren.



TGV Thalys PBA in Paris

Thalys PBAFrankreich, Belgien, Niederlande

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h – Baujahr: von 1991 bis 1993

Die in­ter­na­tio­na­le Bahn­ge­sell­schaft Tha­lys schaff­ten sich bis­her 10 Tha­lys PBA-Gar­ni­tu­ren an. Die­se Zü­ge sind tech­nisch mit den Drei­sys­tem - TGV-Ré­seau-Zü­gen iden­tisch, müs­sen aber hol­län­di­sche Si­cher­heits­be­stim­mun­gen er­fül­len. Da es ein in­ter­na­tio­na­ler Zug ist und ei­ne in­ter­na­tio­na­le Bahn­ge­sell­schaft der Be­trei­ber ist, be­ka­men die 10 Ein­hei­ten den Na­men "Tha­lys". Die Zü­ge ver­bin­den Pa­ris, Brüs­sel und Ams­ter­dam mit­ein­an­der, wes­halb man die An­fangs­buch­sta­ben die­ser drei Städ­te an den Na­men an­füg­te - Tha­lys PBA.



Thalys PBKA in Köln Hauptbahnhof

Thalys PBKAFrankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h – Baujahr: von 1993 bis 1997

Die Vier­strom-Trieb­zü­ge kön­nen auf dem ge­sam­ten Tha­lys-Netz ver­keh­ren. Von de­nen ge­hö­ren 6 der SNCF, 7 der SNCB, 2 den NS und 2 der DB. Auf­fal­lend sind die run­de Na­se und die rot/sil­ber­ne Farb­ge­bung. Der Kom­fort in die­sen Zü­gen liegt et­was hö­her als bei ih­ren TGV-Ver­wand­ten. Die­ser in­ter­na­tio­na­le Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug fran­zö­si­scher Bau­art ver­kehrt zwi­schen Pa­ris und Köln.



THRS 700T von Vorne

THSR 700TTaiwan

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h – Inbetriebnahme: 27.01.2005

Nach dem Schei­tern des Eu­ro­train für die ers­te Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cke in Tai­wan durf­te Ja­pan die 12-tei­li­gen Fahr­zeu­ge des Typs 700T her­stel­len. Das De­sign ist der Shink­an­sen-Bau­rei­he 700 ent­lehnt. Ein­satz­ge­biet der 30 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge ist die 345 Ki­lo­me­ter lan­ge Neu­bau­stre­cke ent­lang der West­küs­te Tai­wans von Tai­peh nach Zou­jing na­he der süd­li­chen Me­tro­po­le Kao­s­hi­ung.



Transrapid 08

TransrapidDeutschland

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 505 km/h – Inbetriebnahme: Juli 2008

Flie­gen in Hö­he Null – Die Ge­schich­te der Ma­gnet­schwe­be­bahn in Deutsch­land. In die­sem Ar­ti­kel wer­den die ver­schie­de­nen Fa­cet­ten der Schwe­be­tech­nik be­leuch­tet, so­wie die un­ter­schied­li­chen Trans­ra­pid-Ver­suchs­fahr­zeu­ge so­wie die Ver­suchs­stre­cke im Ems­land vor­ge­stellt.



Transrapid in China fährt in den Bahnhof ein

Transrapid in ChinaChina

Rekord-Geschwindigkeit: 501 km/h – Inbetriebnahme: August 1999

Als Su­per-S-Bahn ver­bin­det der Trans­ra­pid das Zen­trum von Shang­hai mit dem Flug­ha­fen Pudong In­ter­na­tio­nal. Es ist die ers­te kom­mer­zi­el­le An­wen­dung der deut­schen Trans­ra­pid-Tech­nik welt­weit.



Canadian National Railway Turbo Train in Montreal, Quebec.

Turbo TrainUSA, Kanada

Rekord-Geschwindigkeit: 274.9 km/h – in Betrieb von: 1968 bis 01.11.1982

Die Tur­bo Trains wa­ren ei­ne re­vo­lu­tio­nä­re Neu­ent­wick­lung von Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­gen. Die strom­li­ni­en­för­mi­gen Gas­tur­bi­nen­zü­ge hat­ten Ja­kobs­dreh­ge­stel­le, ei­ne pas­si­ve Nei­ge­tech­nik und kli­ma­ti­sier­te Wa­gen. So­wohl Am­t­rak als auch die Ca­na­di­an Na­tio­nal Rail­way be­trieb ei­ni­ge we­ni­ge die­ser Zü­ge. Aus­ge­legt für 193 km/h durf­ten sie im All­tag nur mit 160 km/h ver­keh­ren. 1982 wur­den die letz­ten Tur­bo Trains aus­ran­giert und ver­schrot­tet.



Ansaldobreda V250 als Fyra in den Niederlanden

V250Niederlande, Belgien

Zugelassene Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h – Inbetriebnahme: 10.09.2012

Die High Speed Al­li­an­ce und die SNCB be­stell­ten 2004 beim ita­lie­ni­schen Her­stel­ler An­sal­doB­re­da 19 Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge vom Typ V250. Nach jah­re­lan­gen Ver­zö­ge­run­gen ver­ban­den die ers­ten Zü­ge seit De­zem­ber 2012 die Städ­te Brüs­sel und Bre­da mit Ams­ter­dam. We­gen häu­fi­gen und erns­ten tech­ni­schen Pro­ble­men muss­te der Plan­dienst je­doch nach nur ein­ein­halb Mo­na­ten wie­der ein­ge­stellt wer­den.



Eurotrain Versuchszug

Weitere ICE-ZügeDeutschland, Frankreich

In die­sem Ar­ti­kel wird über spe­zi­el­le ICE-Zü­ge und zu­künf­ti­ge ICE-Ver­sio­nen be­rich­tet. So gab es ei­ne Stu­die zu ei­nem Nach­fol­ge-Ex­pe­ri­men­tal­zug, dem ICE 21. Für den Ex­port nach Fern­ost stell­ten Sie­mens und Al­st­om den Eu­ro­train zu­sam­men: ei­ne Mi­schung aus ICE 2-Trieb­köp­fen und TGV-Du­plex-Mit­tel­wa­gen. Der High­speed Train Eu­ro­pe als ge­mein­sa­mer Nach­fol­ger von TGV und ICE wird eben­falls vor­ge­stellt.



X2000 bei Kopenhagen

X2 / X2000Schweden

Rekord-Geschwindigkeit: 276 km/h – Baujahr: von 1986 bis 1990

Erst 1980 trau­te sich die Bahn­ge­sell­schaft drei Vor­se­ri­en­zü­ge für den kom­mer­zi­el­len Ein­satz zwi­schen Stock­holm und Gö­te­borg zu be­stel­len. Im Sep­tem­ber 1990 konn­te end­lich der re­gu­lä­re Be­trieb star­ten. Im Ge­gen­satz zum ita­lie­ni­schen Pen­do­li­no sind die Mo­to­ren und die An­triebs­elek­tro­nik nicht über den gan­zen Zug ver­teilt, son­dern ähn­lich wie beim ICE oder TGV in dem Trieb­kopf am En­de des Zu­ges ein­ge­baut.



Insgesamt 113 Hochgeschwindigkeitszüge