Hochgeschwindigkeitszüge in Österreich

Österreich möchte bis 2010 zu den Top-Bahnen Europas gehören und investiert daher seit einigen Jahren kräftig in das Schienennetz und die Fahrzeuge. Neue Höchstgeschwindigkeiten bis zu 230 km/h sollen die Bahn auch wettbewerbsfähiger gegenüber dem Flugverkehr machen.

Aktualisiert am: 01.01.2008

Zugübersicht in chronologischer Reihenfolge der Betriebsaufnahme

ICE 1

ICE 1 auf dem Gelände des ICE-Betriebswerks in Hamburg-Eidelstedt

Im Juni 1991 gin­gen die ers­ten 23 ICE in Betrieb. Nach und nach stockte die Deut­sche Bahn ihre ICE 1 - Flotte auf 60 Fahrzeuge auf. Bei einem schwe­ren Zug­un­glück am 3. Juni 1998 zer­schellte ein Zug die­ser Bau­reihe nach einer Ent­glei­sung an einer Brü­cke. Seitdem ver­keh­ren nur noch 59 ICE 1 durch Deutsch­land, sowie in Teilen Öster­reichs und der Schweiz. Von Mitte 2005 bis Ende 2008 machte die DB die Züge durch ein umfang­rei­ches Moder­ni­sie­rungs­programm für die nächs­ten zehn Jahre fit.



ICE-S

ICE-S in Würzburg

Die Deut­sche Bahn ließ Mitte der Neunzigerjahre einen neuen Expe­ri­men­talzug zusam­men­stel­len, um den inzwi­schen ver­al­te­ten ICE-V zu erset­zen. Der ICE-S bestand ursprüng­lich aus ICE-2-Triebköpfen und drei Mit­tel­wa­gen, wobei neue, teils ange­triebene Drehge­stelle getes­tet wur­den, die spä­ter in Serie im ICE 3 Einzug hiel­ten. Noch heute wird der ICE S zur Über­prüfung von Glei­sen und Ober­lei­tun­gen her­angezogen.



ICE-T

ICE-T in Nürnberg Hauptbahnhof

Die­ser 230 km/h schnelle ICE-Zug ver­fügt über eine Neige­tech­nik und beschleu­nigt den Ver­kehr auf kurvenrei­chen Stre­cken. Wie beim ICE 3 ist auch hier die Hälfte aller Räder ange­trie­ben und es gibt keine Triebköpfe mehr. Zum Win­terfahr­plan 2004/2005 rollte die zweite ICE-T-Gene­ra­tion an. Ein Jahr spä­ter wei­tete sich das Ein­satzgebiet der Neigezüge auf Öster­reich aus.



railjet

railjet in München Hbf

Sie­mens Mobility kon­stru­ierte für die Öster­rei­chi­schen Bundes­bah­nen 51 lok­be­spannte Wendezüge mit dem Namen "railjet". Eine Kompo­si­tion setzt sich aus einer Tau­rus-Hoch­leis­tungs­lo­komo­tive, antriebs­lo­sen Mit­tel­wa­gen und einem Steuerwa­gen zusam­men. Mit bis zu 230 Stun­denki­lome­tern sind die inter­na­tio­na­len Züge nicht nur in Öster­reich anzu­treffen, sondern ver­keh­ren auch bis in die Schweiz, nach Deutsch­land und Ungarn. Das besondere Merkmal der railjet-Super­züge ist der hohe Komfort.