Die Deutsche Bahn bestellte im November 2008 bei Siemens 16 ICE-3-Züge der Baureihe 407. Bereits zum Winterfahrplan Ende 2011 sollten die ersten Hochgeschwindigkeitszüge als Verstärkung für die bisherige ICE-Flotte zum Einsatz kommen. Siemens kann jedoch nicht liefern. Als Grund werden Lieferschwierigkeiten bei einem Zulieferer für die Zugsicherungstechnik genannt. Frühestens Ende 2012 können die ersten neuen ICE-3-Züge den Plandienst aufnehmen. Die Bahn setzte daraufhin Siemens unter Druck. Als Entschädigung für die Verzögerung bei der Ablieferung bekommt die DB nun einen zusätzlichen ICE-3 "geschenkt“.
Bis Ende 2014 sollen weitere 185 ICE-Hochgeschwindigkeitszüge mit WLAN-Modulen ausgerüstet werden. Bahnkunden können dann auf dem 5200 Kilometer umfassenden ICE-Hauptstreckennetz ins Internet.
Am 19. Dezember unterzeichneten die Russischen Eisenbahnen einen 600 Millionen Euro schweren Vertrag zur Lieferung von weiteren acht Hochgeschwindigkeitszügen von Siemens. Dazu gehört auch eine Wartungsvereinbarung über 30 Jahre. Die zehnteiligen Velaro-Züge mit der Bezeichnung "Sapsan" (Wanderfalke) werden als Verstärkung auf der Route "Moskau – Sankt Petersburg" eingesetzt. Ab 2014 sollen die ersten Züge die Siemens-Werkshallen in Krefeld verlassen.
Im September stellte der französische Bahnbetreiber SNCF das künftige Außendesign für die TGV-Züge vor. In den 80er Jahren war die erste Generation in Orange gehalten. Ab den 90er Jahren dominierte das blau-silberne Farbschema. Nun sollen nach und nach alle TGV-Züge in Weiß mit Rot und Grau umlackiert werden. Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke "Rhin-Rhône" am 11. Dezember werden die ersten Hochgeschwindigkeitszüge im neuen Look rollen.
Fotos vom neuen Design auf tgvrhinrhone.wordpress.com
Wissenschaftler gehen gegen das Problem der Übelkeit in Neigezügen an. Versuche haben ergeben, dass Fahrgästen nur dann flau wird, wenn die Neigung bei Einfahrt in eine Kurve verzögert einsetzt. Denn schließlich müssen die Sensoren am Zuganfang erst die Seitenbeschleunigung auswerten, um den Ausgleich durchzuführen. Nun soll für jede Route ein Streckenprofil hinterlegt werden, sodass der Neigevorgang synchron zur Kurvenfahrt erfolgen kann.